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Weniger Plastik Wagen oder wie man Müll wirklich los wird

Dieses Thema im Forum "Userblogs" wurde erstellt von streicher, 7. Dezember 2015.

  1. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Willkommen im Forum!

    Waschen mit Kastanien war für uns ein zuerst ein Experiment, dass allerdings schon seit anderthalb Jahren erfolgreich läuft. Das Waschmittel fällt praktisch von den Bäumen. :roll:
    Für Weißwäsche sollte man allerdings die Schale der Kastanien entfernen. Wir benutzen für Weißwäsche allerdings lieber selbst hergestelltes Waschmittel aus Kernseife, Wasser, ein wenig Waschsoda und ein ätherisches Öl.
     
  2. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Ich könnte mir auch vorstellen, dass ein paar Leute mitziehen. Gut denkbar ist auch, dass einige wirklich die Befürchtung haben, dass es für sie ein echter Kostenfaktor beim Einkauf werden könnte, wenn es um Müllvermeidung geht. Oder dass sie keine Lust haben, bei einem Großeinkauf (besonders bei Familien) viel Glas zu schleppen. Ich bin echt gespannt auf die Reaktion. Schon eine weitreichendere Trennung beim Müll wäre ja ein echter Erfolg, denn manche Haushalte trennen schier gar nicht.
    Jetzt könnte ich das nicht sicher sagen: ich meine aber, dass es an manchen S-Bahnhöfen auch Tonnen gibt, die vier verschiedene Behälter aufweisen für vier verschiedene Müllsorten, u.a. für Papier, Verpackung und Restmüll, dementsprechend gekennzeichnet. Allerdings fahre ich nicht häufig mit ÖPNV - vielleicht wurden diese Tonnen auch schon wieder ersetzt.
     
  3. gaia

    gaia Meister

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    Ich denke auch, dass die Hauptsache wäre, es wird überhaupt getrennt. Das hebt auch das Bewusstein dafür, was man man Müll anhäuft. Dazu könnte man dann vielleicht Werbeblätter von Getränke Lieferdiensten anhängen, die bezahlbare Getränke anbieten.
    Ich habe hier auch schon Müllhäuschen gesehen, die absolut vollgestellt waren. Da wurde halt alles reingeschmissen. Zwar wurde Plastik von Hausmüll getrennt, eber eben auch nur, weil es recht einfach ist, wenn man den Sack da einfach nur abstellen muss.
    Naja und das aufgepasst wird, ob jeder anständig Müll trennt, macht auch was aus.....( verbunden mit der Strafandrohung als Aushang)und der Videoüberwachung( als Behauptung)
    Was die Mülleimer angeht: Vielleicht habe ich auch welche übersehen. Ich stand da nur recht ratlos mit meiner Umverpackung für eine Leberkäsesemmel und habe mich ans Klinikum Großhadern erinnert, wo auch nicht getrennt wird....
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juni 2018
  4. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Persönlich kenne ich ein kleineres Wohngebiet, wo dieses Vorgehen mit Müll bereits vor Jahren ein Thema war und seitdem auch einigermaßen funktioniert. Es gilt natürlich, die Bequemlichkeit der Menschen zu überwinden - aber nicht nur.

    In der Praxis ist die ganze Mülltrennung im Privathaushalt nicht befriedigend gelöst. Da ist dann zum Einen diese Art "Müllsortierstation" in der Wohnung, die entsteht, wenn man den Müll ordentlich trennen möchte. Die nimmt dann mal schnell einen halben Quadratmeter ein. Für einen Eigenheimbesitzer auf dem Land ist das ein Witz, lebst Du aber in einem 1-Zimmer-Appartement in der Stadt, dann kämpfst Du sowieso schon mit jedem Quadratdezimeter Fläche Platz.

    Viele Plastikbehälter und auch Dosen lassen sich nicht ohne weiteres zwischenlagern. Sie müssen gespült werden, denn sonst fangen sie das stinken an, laufen aus oder sind eine Fliegenzuchtstation. So mancher Kunststoffbehälter passt dann nicht mehr durch dieses lächerliche Einwurfloch, das einem die Entsorgerbetriebe zumuten. Und schon gar nicht kann man das gesammelte Säckchen an Plastikmüll einwerfen, nein, dann darf man wieder die einzelnen (nunmehr Ekel-)Behälter mit der Hand anfassen.
    Es geht nicht nur um die paar Meter, die Entsorgung ist einfach mangelhaft gelöst.
     
  5. gaia

    gaia Meister

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    Da wo ich früher gewohnt habe war Müll trennen schwerer wir hier. Nicht wegen des Akts des Trennes, sondern wegen diesem Lagern vom Müll.
    Da musste man nämlich immer warten, bis er abgeholt wird. Ich glaube alle zwei Wochen war das- und wehe man hat vergessen den Sack rauszustellen.Der stand dann eben gleich vier Wochen rum.
    Die Müllhäuschen sind da schon ne feine Sache. Trotzdem ist es mit Zwang verbunden da ordenlich zu trennen.
    Denn ja, ich hätte sehr viel lieber nur einen Mülleimer, ich habe nämlich nur sehr wenig Platz und keinen Schrank nur für Müll.
    Alternativ zur Mülltrennung muss man eben aber auch Ware ohne all das Plastik anbieten die auch jeder bezahlen kann und das dann auch in erreichbarer Nähe.
     
  6. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Das ist z.T. so - dennoch ist das aber gerade kein Argument gegen eine Mülltrennung.
    Das Problem der Müllverbrennung ist, dass das Müllvorkommen in seiner Zusammensetzung stark schwankend ist in den Eigenschaften "nass", "trocken", "brennbar" und "nicht brennbar".
    Enthält der Müll zuviel nasse Anteile, dann muss Heizöl (?) zugesetzt werden, um den Müll verbrennen zu können - was zusätzlich Kosten verursacht und die Energie- und Ökobilanz zusätzlich belastet.

    Liegt der Müll getrennt vor - denken wir hier insbesondere an leicht entflammbare Stoffe wie Papier und die meisten Kunststoffe - dann kann eine Müllverbrennung viel besser gesteuert werden, indem die einzelnen Bestandteile besser aufeinander abgestimmt werden. Der zusätzliche Einsatz von Öl entfällt, und aus der Müllverbrennung kann sogar effizient Wärme und Strom gewonnen werden.
     
  7. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister

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  8. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Wahrscheinlich ist auch das einer der Gründe, warum sich diese kleine, aber stetig wachsende "Zero Waste Bewegung" entwickelt hat. Wenn nicht mehr so viel anfällt, braucht auch nicht mehr so viel sortiert werden. Müllminimalismus. Die Zero Waste Enthusiasten haben aber ihren Haushalt radikal umgestellt. Das ist sicher kein einfacher Schritt, überhaupt scheint es nicht unbedingt leicht, nur den Müll entscheidend zu reduzieren, wie auch dieser Beitrag der SZ zeigt: Nachhaltigkeit: Familien im Kampf gegen das Plastik.
    Ja, das stimmt. Biomüll bringen wir deswegen beinahe täglich runter. Plastikmüll (trocken) vielleicht einmal die Woche, so auch Papier. Allgemeinmüll so um die einmal im Monat. Der Müll soll unter der Spüle in zwei Eimern seinen Platz haben. Wenn die voll sind, muss er runter. Früher haben wir öfter allen Müll runtertragen müssen, außer den Biomüll. Da wir Frischware haben, fällt mehr an.
     
  9. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Es werden Alternativen zu Alufolien und Plastikverpackung gesucht. Eine davon ist Frischfaser oder Graspapier. Sie wird zum Beispiel für die Verpackung von Käse hergenommen.
    Für die Verpackung von Schokolade wurde die NatureFlex-Folie entwickelt, die laut Hersteller innerhalb von 42 Tagen voll kompostiert werden kann.
    Ganz ohne Verbund kommt die Verpackung der Gläsernen Molkerei aus, die ihre Fassbutter in Pergamentpapier einpackt.
    Bin gespannt, wo die Entwicklungen hingehen...
     
  10. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Am Anfang ist das erstmal ein Experiment. Aber wenn andere Ketten nachziehen, könnte es sich kultivieren.
    Der BASIC richtet in seinen Filialen gerade Abteilungen ein, in welchen unverpackt abgefüllt werden kann. In unserer Nähe wird auch einer eröffnen. In den Filialen gibt es zum Beispiel verschiedene Müslisorten, Nudeln, Körner zum selber Abfüllen... Mal sehen, ob die Kunden das annehmen.
     
  11. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Während hier Supermarktketten und Discounter vereinzelt die Stopptaste für Plastiktüten drücken, greift der Handeln in Australien noch beherzter durch. Wie es insgesamt aufgenommen wurde, ist die Frage. Vereinzelt kamen die Kunden anscheinend gar nicht damit zurecht: Kunden drehen durch
    Noch entschiedener handelt Chile: Chile verbietet Plastiktüten in allen Geschäften
    Chile hat rund 18 Millionen Einwohner. Befand es sich mit seinem Pro-Kopf-Verbrauch im Durchschnitt? Wenn es so wäre, kämen für den Globus grob über den Daumen gerechnet mehr als eine Billion Plastiktüten in der Summe zustande.
     
  12. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    DIE ZEIT hat wirklich schon einiges zu diesem Thema veröffentlicht, ist aber derzeit auch echt ein großes Thema. Kein Wunder - bei solchen Nachrichten: Forscher entdecken zum ersten Mal Mikroplastik im Menschen.


    Die Süddeutsche stellte vor Kurzem kreative Initiativen gegen den Plastikmüll vor: Weniger Plastik? Das geht! Zum Beispiel kann man in Amsterdam als Besucher in den Grachten Plastik fischen. Scheint einigen zu taugen...

    Indes hat der Meeresplastiksauger des Ocean Cleanup den pazifischen Müllstrudel erreicht: jetzt kann die Meeressäuberung losgehen (zumindest an der Oberfläche).