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Weniger Plastik Wagen oder wie man Müll wirklich los wird

Dieses Thema im Forum "Userblogs" wurde erstellt von streicher, 7. Dezember 2015.

  1. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister

    Beiträge:
    734
    Registriert seit:
    16. Oktober 2010
    In der Zwischenzeit hat sich meine Meinung ein wenig gewandelt. Also, ich bin weiterhin grundsätzlich der Meinung, dass Verbote vermieden werden sollten, aber auf der anderen Seite, kann das nur funktionieren, wenn sich alle an bestimmt Regeln halten. Wenn man mal so rumschaut, dann bekommt man den Eindruck, dass sich sehr viele nicht an die Regeln halten, und damit meine ich noch nicht mal die steigende Vermüllung, die durch Wildablage entsteht, wenn Leute, warum auch immer, ihren Müll tütenweise einfach irgendwo draußen stehen lassen oder ihren Sperrmüll draußen abstellen, ohne die städtische Müllabfuhr zu informieren. Die Kosten werden von der Gemeinschaft der Steuerzahler getragen. Man könnte meinen, dass ein niedriges Interesse an der richtigen Müllablage ein kulturelles oder finanzielles Problem ist, aber auch große Unternehmen, die sich einen Mülltrennungsbeauftragten leisten können sollten, zeigen nicht unbedingt immer ein Interesse an Mülltrennung.

    Mich ärgert halt immer, dass etwas verboten werden soll, was ich für gut halte, aber ich halte mich im Großen und Ganzen an die Regeln, und solange eine Plastiktüte nicht kaputt geht, benutze ich sie jahrelang. Wenn ich draußen keinen Mülleimer finde, dann stecke ich den in meine Tasche bis ich einen Mülleimer finde. Ist ja normalerweise nichts dabei, was gleich weg müsste. Und Kaffee-zum-Mitnehmen kaufe ich so selten, da machte der Gebrauch eines eigenen mitgebrachten Bechers keinen großen Unterschied.
     
  2. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

    Beiträge:
    2.784
    Registriert seit:
    13. August 2003
    Ort:
    München
    Mittlerweile habe ich es aufgegeben, Kunststoffmüll vom Restmüll zu trennen. Der Grund dafür ist, dass der Plastikmüll in den Containern meines Viertels offenbar nie oder viel zuwenig entleert wird. Bislang konnte ich nunmehr zum 4. Mal feststellen: Container überfüllt und nichts geht mehr, Gehweg zugemüllt von frustrierten Nachbarn, die ihren Plastikmüll in Tüten einfach daneben stellen.
    Dann brauche ich den Plastikmüll auch nicht mehr abtrennen und zum Container bringen, wenn er schlicht nicht entsorgt wird.
     
  3. streicher

    streicher Ehrenmitglied

    Beiträge:
    4.651
    Registriert seit:
    15. April 2002
    Ort:
    middleearth in otherland
    So schlimm bezüglich des Plastikmülls ist es bei uns noch nicht, zumindest nicht in den Containern. Aber: an den Containern wird einfach anderer Müll gelagert, der eigentlich in die Wertstoffhöfe gebracht werden müsste(!). Diesen Weg finden gewisse Mitmenschen wohl einfach nicht.
    Wir trennen weiterhin, wir probieren aber, soweit wir es schaffen, Müllerzeugung zu vermeiden. Manchmal denke, dass wir das ganz gut packen. Und ein andermal kommt es mir so vor, als würden wir desbezüglich in Kinderschuhen stecken.

    Und deswegen frage ich mich auch, wie man von der Trennung zur (verbesserten) Vermeidung kommt. Und da hapert es wohl wieder an vielen Ecken, an Interesse, an Initiative, an einem Wollen der Haushalte, der Unternehmen oder (noch) an gesellschaftlichen Gefügen. Wie weckt man es? Durch Anreize? Durch Schwarzmalerei? Doch teilweise durch Verbote? Durch Irritation?