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Weniger Plastik Wagen oder wie man Müll wirklich los wird

Dieses Thema im Forum "Userblogs" wurde erstellt von streicher, 7. Dezember 2015.

  1. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Letztes Jahr gab's viele Äpfel.
    Zu uns (Templerorden) haben die Schrebergarten-Nachbarn viele Äpfel gebracht ... allerdings lauter kleine. Weder habe ich die technischen Möglichkeiten, noch die Mitarbeiter, das zu verarbeiten. Und selbst wenn: Wer soll's dann essen, zumal wir auch noch aus dem Handel massenhaft (Palettenweise) Äpfel bekamen, und zwar schönere.
    Dennoch muss ich die "Spenden" der Nachbarn annehmen, aus eher pychologischen Gründen.
    Unweit von uns ist ein Reiterhof. Also ging ich dorthin und sprach vor. Sie nahmen die Äpfel gern und wir sind in der Lage, die zu liefern.
    Man bekäme auch Äpfel von den umliegenden Schrebergärten, sagten mir die Pferdefreunde. Ich: "Grins ... halten bloß die Klappe, das wir die Euch auch bringen."
     
  2. gaia

    gaia Meister

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    "Hättet ihr nur nicht gefragt!" hab ich immer gedacht, wenn meiner Klientin Obst angeboten wurde.
    Einkochen (ausschneiden) oder zu Apfelmus verarbeiten, mussten wir sie.....Eimerweise. Immer waren wieder diese verdammten Äpfel im untersten Fach des Kühlschrank...
    Aufgegessen werden konnten die Massen gar nicht.
    Aber ich finds gut, wenn sich jemand drumm kümmert.
    Das meine ich auch damit, dass wir anspruchsvoll geworden sind.
    Ein paar Braeburn würde ich auch nehmen oder frische knackige Pink Ladys. Oder Granny's Die Betonung liegt auf frisch. Ältr Äpfel...naja....
    Äpfel wachsen hier auch an verschiedenen stellen wild. Würde ich mich zu bestimmten Zeiten an den Bahngleise rumtreiben, könnte ich zu einer bestimmten Jahreszeit auch welche aufglauben.
    Schade, dass einem die Kirschen nicht hinter hergeworfen werden.
    Oder Beeren. Aber die will immer jeder behalten. Außer die Supermärkte die das an Euch weitergeben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2019
  3. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Ja, Apfelbäume findet man echt überall, auch mitten in der Stadt. Wir haben im letzten Jahr in zwei Grünanlagen auf dem Weg nach Solln in München gepflückt.
    Für Zwetschgen würde ich einiges geben. Die findet man hier viel weniger. Wenn wir einen Garten hätten, müsste dort ein Zwetschgenbaum sein, oder wir würden ihn wohl pflanzen. Einen Kirschbaum auch...
    Letztes Jahr haben wir auch ein Feld südlich von München entdeckt, auf dem man Beeren pflücken konnte. Sogar Blaubeeren.
    Aber Blaubeeren - die gibt es im bayerischen Wald - zuhauf. Dann muss man zur richtigen Zeit an den richtigen Ort wandern. Dann, aber dann wirklich, bekommt man sie hinterhergeworfen. Kiloweise. Um die Ecke wäre freilich einfacher...
     
  4. gaia

    gaia Meister

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    Mein Sohn weiß wo es hier Himbeere und Brombeeren gibt. Da aber inzwischen immer mehr Menschen durch den Wald trampeln( im wahrsten Sinne des Wortes) haben die auch die Beeren entdeckt.
    Und nebenbei auch die Rehe verscheucht.
    Von daher finde ich die Sammelei gar nicht mal soo gut, wenn sie in Massen erfolgt.
    Man kann das richtig sehen, wie der Wald zerstört wird. Müll findet man da auch immer mehr.
    Der bayrische Wald( also der große der mit dem Böhmerwald zummenhängt) ist ca 50 km von hier entfernt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2019
  5. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Da hast du auch wieder recht. Es wird nicht immer mit Achtung vor der Natur gesammelt. Und wenn zum Beispiel in einem Nationalpark die Massen einfallen, ist das eigentlich auch nicht Sinn der Sache.
     
  6. gaia

    gaia Meister

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    Die Natur um einen herum wird generell mit immer weniger Vorsicht behandelt.
    Mir kommt es so vor, als ob Leute sich eher aus einer Mischung von Sparsamkeit und Langeweile hier im Wald in meiner nächten Nähe herumtreiben.
    Anders kann ich mir als nicht erlären, dass alles pattgetrampelt wird und da rumbrüllt, dass sich auch die kleinste Maus zurück ziehen wird.
    Vo daher denk ich mir eher, dass die Leute lieber ihre Beeren oder Pilze kaufen sollen, dann bleiben wenigstens die dem Wald fern....( auch wenn ich natürlich glaube, dass ihr das anders angeht)
    Ich glaube im bayrischen Wald ist das gar nicht so ausgeprägt, weil man da zu lange hinfahren muss und auch keine zu große Stadt in nächster Nähe ist.
    Als ich in Bad Reichenhall war, war auch ein in meinen Augen beklopptes Verhalten gewisser Naturfreude zu bemerken.
    Ein"besteigen wir mal in langer Reihe einen ü1000er, denn wir sind ja so schnell!"
    Was ich eigentlich sagen will ist:
    Man muss einen passenden Mittelweg für sich finden.
    Als manch ein Münchner könnte man seinen Apfelbedarf also durchaus bei Giacomo decken, da gibts dann am Ende auch Eier, Milch und Mehl dazu.
    Hier in Regensburg, hat übrigens das Foodsharing Projekt gerade aufgeben.
    Die finden die keinen Platz mehr, es gab Beschwerden, weil die Sachen einfach in Tüten abgestellt wurden( obwohl sie gekühlt werden mussten) und auch über das Klientel das angezogen wurde.
     
  7. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Ich weiß nicht, ob es etwas ausmacht, wenn man mit dem Bedarf oder mit der Tradition, sich Pilze oder Beeren aus dem Wald zu holen, aufgewachsen ist. Für ein gutes Verhalten im Wald gibt es auch Regeln. Genau auch für die Alpen: ab der Wege und Pfade wird eigentlich nicht gern gesehen und dazu auch nicht geraten. Aber für den Aufenthalt in den Alpen wurden schon einige Regeln fallengelassen, ob fürs Wandern, Mountainbiken oder Skifahren.

    Wir waren bei Foodsharing ja kurze Zeit aktiv. Aber es haben mehrere Gründe dazu geführt, dass wir es nicht mehr sind. Erstens haben sie es organisatorisch nicht auf die Reihe bekommen, einen "Ausweis" als Botschafter auszustellen, zweitens gefiel uns die Art und Weise nicht, wie verteilt und wie über die Waren hergefallen wurde. Drittens würde wir tatsächlich gerne möglichst verpackungsfrei/arm und nachhaltige Waren nutzen, so kommt man oft an Ware, die man sonst nicht kaufen würde. Viertens ändert es am System der Produktion nichts. Fünftens wird manchmal sehr alte Ware verkauft oder trotzdem wieder aufgebacken. Der Hofpfister macht es zum Beispiel gut: etwas ältere Ware wird billiger verkauft. Die werden ihre Ware nicht selten fast komplett los.
     
  8. gaia

    gaia Meister

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    Pilze zu kennen und welche man esen kann oder welche in welcher Form manche Beeren(zB nur ohne Kern), oder zu wissen, das man eine Zuckerübe roh essen kann( und wie sie schmeckt) usw ist für mich erweitertes Wissen.
    Die Meisten kennen Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren und Champignos und davon völlig unabhängig ist leider, sich auch im Wald naturgerecht zu benehmen.
    Das ist etwas was ich in den ganzen Letzten Jahren beobachte. Zunehmede Zerstörung- also praktisch eine Erweiterung von "Anhäufung von Müll".
    Das ist im Grunde auch eine Form von Gleichgültigkeit die sich ausbreitet.
    Da sind dann auch Regeln egal, denn das Einhalten von Regeln ist höchst uncool.
    Ein echter Naturfreund, trampelt nicht alles platt, weil er den kürzesten Weg durch den Wald gehen will. Der schmeißt auch nichts weg, er hinterlässt alles möglicht so wie es war.
    Beim Trekking zb, wirft man nicht mal ein Taschentuch weg.
    Eigentlich. Nur dadurch, dass es so hipp geworden scheint, verändert sich das wohl.
    Wie schon geschrieben, vor ein paar Jahren hatte es im Wald direkt am Stadtrand Rehe. Jetzt kann man durch den Wald kucken und überall sind Trampelpfade oder Mountainbike Spuren. Die Biker verwenden sogar die Tür eines alten Bunkers hier als Sprungchance.
    Das hat alles nur am Rande mit Plastikvermeidung oder Müllanhäufung zu tun, zeigt imo aber recht deutlich wo ein weiteres Grundproblem liegt.
    Das ist auch schlechte Erziehung( also das was Du erwähnst hast). Regeln müssen einem halt auch beigebracht werden.
    Was das Bergsteigen angeht: das waren ja Wege. Ich bemängel den Massentourismus dabei. Nichts mit einsam.
    Nicht mit Ruhe und Natur genießen, einfach mal stehen bleiben und kucken was es alles zu sehen gibt. Das istdann nämlich langweilig, den Ziel ist rauf-runter. so schnel wie es geht und am nächsten Tag des Urlaubs nimmt man sich den nächten Berg vor. ^^
    Foodsharing: Ich habe da nicht mitgemacht, habs aber neulich gelesen.
    Die Leute sollten übrige Lebensmittel bringen, bei Bedarf in die Kühlschränke legen und durften sich dafür auch etwas mitnehmen.
    https://www.transition-regensburg.d...tten/foodsharing-24h-fair-teiler-gruene-oase/

    Hier lief es nicht. Bestimmt auch wegen der Gründe weswegen ihr euch dagegen entschieden habt.
    Hier was zu den Alpen:
    https://www.dw.com/de/klimawandel-und-massentourismus-bedrohen-die-alpen/a-40574831
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2019
  9. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Ich wusste nicht, dass es in Regensburg eine Transitions-Initiative gibt... Hier in München gibt es auch eine: Transition München. Wie viel Erfolg sie haben werden, steht noch aus. Die Ambitionen sind hoch. Transitionsinitiativen gibt es schon nicht wenige, auch hier in München, diese neue probiert die Kräfte zu bündeln. Kein einfaches Unterfangen. Und es wird wohl auch nicht jeder die Ziele begrüßen oder die Notwendigkeit sehen.

    Vielleicht hat diese Art von Tourismus, wie du ihn beschreibst, etwas zu tun mit der Rastlosigkeit, die überhaupt bei vielen zutage tritt. Nicht zuletzt im Arbeitsleben oder überhaupt im Privatleben. Ein Termin wird an dem anderen gehängt. Es gibt nicht mehr wirklich die Ruhe oder die Zeit der Kontemplation. Wenn man die Bergspitze erreicht hat, kann man sich nicht eine Stunde hinsetzen, oder auch mal zwischendurch. Dabei kann der Weg auch das Ziel sein. Ich glaube, dass Ruhe und Entschleunigung einigen Leuten guttun würde.

    Die Gleichgültigkeit gegenüber der Natur oder wo man seinen Müll lässt, ist wirklich eine eigenartige Sache, obwohl ich denke, dass das nicht neu ist. Natur wird dann einfach nicht als schützenswert erkannt. Und das hat sicher auch damit zu tun, was vermittelt wird. Vielleicht ist bei manchen auch noch ein Hintergedanke, dass es ja andere wegräumen, die sich dafür verantwortlich fühlen oder "verantwortlich sind" wie Forstmitarbeiter, oder in der Stadt die Mitarbeiter der Stadt, die die Parks und Straßen reinigen.
     
  10. gaia

    gaia Meister

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    So wie ich verstehe ist das das Ziel dieser Initiative. Gefördert wird es mehr oder weniger auch. Ganz durchblicke ich das Genze nicht.
    https://www.transition-regensburg.de/keimzellen-des-wandels-fuer-regensburg/
    Im Großen und Ganzen ist die Stadt schon daran interessiert die Umwelt zu schonen. Wie auch in München ist in der Stadt Anteil der Grün- Wähler hoch, auf dem Land der Anteil der freien Wähler( die auch Umwelt zum Thema haben). Unabhängig davon, was nun von den Parteien nun halten mag, sieht man das grundsätzliche Interesse daran und auch das es als für notwedig und wichtig empfunden wird.
    Es gibt ja auch diese Freitagsdemos, junge Leute die durch ihr Verhalten deutlich machen, dass sich mit dem Thema beschäftigen.
    Also nicht alles ist bitter und düster- selbst wenn ich mich über einen bestimmten Teil der Bevölkerung aufrege.
    Massentourismus gehört halt nicht in die Alpen oder den bayrischen Wald- daher bin ich recht froh, wenn da nicht noch mehr dafür getan wird, noch mehr Seibahnen oder Pisten- sondern man das ausbremsen will.
    Ich denke das liegt alles auch daran, dass sich sehr viele den Urlaub von früher nicht mehr leisten können. Da bleibt man in Deutschland und stopft in eine Woche was nur geht.
    Was eine ziemlich geringschätzige Meinung wäre....Es ist sicher auch cool innerhalb bestimmter Gruppen, die es dann auch lächerlich finden wütden, wenn sich andere darüber aufregen. Man tut ja was "verbotenes".
     
  11. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    So ein wenig habe ich den Eindruck, als würden solche Initiativen auch Menschen zueinander bringen wollen. Man kann "gemeinsam" etwas erreichen und sieht unmittelbare Ergebnisse, also zum Beispiel durch "urbane Gärten" oder "Kleidertauschbörsen" oder die "Werkstattcafés" - das sind halt auch Begegnungsstätten. Und gleichzeitig setzt man sich für eine Sache ein, die man für gut hält - für die Umwelt (das kann ja auch die Stadt sein) und für die Natur. Ja, die Stadt München scheint dafür offen oder sich auch noch ein wenig zu öffnen. Dem Bürgermeister Reiter schien so manch Idee wohl sehr neu. Hier haben Initiatoren einen "Ernährungsrat" geschaffen: https://www.ernaehrungsrat-muenchen.de/
    Bin ich voll deiner Meinung. Und ehrlich gesagt: lieber weniger Pisten und dafür Aufforstung von Misch- und Gebirgswald.
    Habe ich ja schonmal geschrieben: mich hat es schon ein wenig aufgeregt, als jemand seinen to-go-Becher in mein Fahrradträger abgeladen hat. Neuerdings haben wir auch einen Markt darauf aufmerksam gemacht, dessen Austräger die Werbeblätter einfach im Wald abgeladen hat. Die wollten gleich wissen wo, und haben sich darum gekümmert.
     
  12. gaia

    gaia Meister

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    Ich glaube sowas wie "Urban Gardening" kann gerade in dieser Formulierung viele Personenkreise gar nicht ansprechen. Das klingt halt nur sehr hipp und wird genau deswegen auch abgelehnt oder belächelt. Alle die nicht in der Stadt leben, finden die Formulierung sicher auch lächerlich.
    Es geht ja darum, das Grün an Stellen der Stadt zu bringen, wo es verschwunden ist. Da könnte man auch einfach sagen, dass man die Stadt begrünen will.
    Hier gibts das schon lange. Begrünen ist immer schön, nur macht man das ja ohnehin, da wundert sich der eine der andere und fragt sich, ob man denn keine anderen Sorgen hätte. Bezahlbaren Wohnraum( was in München ja noch schlimmer ist)zum Beispiel. Denn alles ökologischen Bauen nützt nichts, wenn man die Wohnung nicht bezahlen kann.
    Wir haben auch einen Oxfam, der sich in unserer Max-Straße noch halten kann, während Markenläden schließen und durch Billigläden ersetzt werden. Oxfam, neben billig produzierter Ware.
    Damit will ich sagen, viele haben andere Sorgen- und wollen nicht unbedingt auf Masse verzichten. Daher sind die 1 Euro shops stets gut besucht.( dort häuft sich ja das Plastik, um aufs Thema zurück zu kommen).
    Es ist eben so- wenn man in einer Stadt wohnt die irgendwie hipp ist( wie München), dann will dr Eine oder Andere dazu gehören. Und das mehr nach außen als nach innen. Nicht als "arm" auffallen.
    Also weniger als Urban Gärtner und Kleidertauscher, als als gestylter schicker Mensch der übern Marienplatz flanniert.
    Ich glaub dass das so der Knackpunkt ist- wobei ich das Gefühl habe das ändert sich gerade etwas.
    "Für Klimaschutz" sein wird in. Was man nicht zuletzt einen Teil von jungen Menschen( gerne auch als Schulschwänzer bezeichnet)zu verdanken haben. Sowas kann viel auslösen und das Bwusstsein dafür was cool ist ändern. Zumindest bei den jungen Leuten, also unseren Nachfolgern.
     
  13. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Häufig nutzen auch die Stadtmenschen diese Flächen, um einfach zu gärtnern, anzubauen, weil sie vielleicht selbst keinen Garten haben. Aber Gemeinschaftsgarten wäre vielleicht der Begriff, der nicht gleich an Hipster erinnert.

    Da probieren solche Wohnbaugenossenschaften wie wogeno und Wagnis gerade, Alternativen zu bieten.
    https://www.wagnis.org/
    https://www.wogeno.de/home.html
    Sie wären dem Markt etwas entkoppelt. Und die Leute reißen sich um Wohnungen bei diesen beiden Gesellschaften. Wenn man sich deren Projekte anschaut, es spricht schon vieles für ihre Projekte. Wer anonym bleiben will, sollte vielleicht nicht in diese Projekte ziehen.

    Mir kam die uns folgende Generation manchmal ein wenig unpolitisch vor. Vielleicht habe ich mich sehr getäuscht. Ob diese Demonstrationen länger anhalten und daraus noch mehr Initiativen und Ideen wachsen?

    Masse ist gut gesagt. Qualität statt Quantität scheint bei der Geldbörse nicht immer aufzugehen. Oder ist es eigentlich doch und immer möglich...
     
  14. gaia

    gaia Meister

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    Ja, die meisten Menschen drücken sich so halt nicht aus. Ich glaube viel können auch mit Hipster nichts anfangen.
    Gemeinschaftsgärten dagegen, lockt vielleicht auch die alte Dame von nebenan an.

    Was die Wohnungen angeht. Das ist schon ene Möglicheit, beim zweiten Link gibts jedoch einen Aufnahmestopp. Und beim ersten hängt imo irgendwie viel dran: Veranstaltung besuchen, Mitglied werden....ich habe bis jetzt nicht raus gefunden, ob den theoretisch was frei wäre.
    Manch einer will einfach nur eine Wohnung und nach Mietzahlung auch noch seine freie Zeit genießen können.
    Ich bin echt gespannt, wie sich das alles noch weiter entwickeln wird.
    Die Meisten wollen, dass Wohungen zur Verfügung stehen, das man sich wieder eine aussuchen kann und Miete zahlt. Sie wollen nicht, dass sich das Leben hauptsächlich um die Grundbedürfnisse dreht( wohnen+ Nahrung). Und eben auch nicht, dass man als Mieter( derjenige der Monat für Monat zahlt) in Dankbarkeit dafür, dass man eine Wohnung hat lebt.
    Ich finde das zeigt, dass sich sehr wohl eine große Zahl der jungen Leute für das interessieren, was um sie hrum passiert. Mal sehen was daraus wird. Hier wird jetzt auch eine Demo stattfnden- mit Unterstützung der Stadt.
    Vorgerstern war ich in München und wir haben dabei die langen Schlangen der Bürgerinitiative gesehen. Ja junge wie alte Menschen haben Interesse an ökologischen Themen.
    Ich denke es geht um den Wunsch sich was zu gönnen- also ein Minimum an "Luxus". Und das möglichst oft zu wiederholen. Die Ein- Euro Läden sind immer gut besucht.
    Auch bei Edeka steht so ein Pappregal voller Plastik. Da kriegt man einen Schneebesen für einen Euro( der dann abbricht wenn er mal gefordert ist :cry: ) Oder die 100. Frischhaltebox, ein Lineal, eine neue Rührschüssel in leuchtendem Rot usw. Und nachdem man an dem qualitativ viel besseren Kram vorbei gehen musste, bleibt der eine der andere da hängen.
    Da sicher auch ein" Kann ich brauchen"- wobei das brauchen dann eigentlich Quatsch ist. Ich kann das ingesamt aber auch nicht immer gut ausfiltern, was ich nun "brauche". ( unabhängig vom Plastik)
    Um also nicht zu weit von Deinem Thema weg zu kommen:
    Mit sehr großer Sicherheit, läuft der Weg des Plastik vermeidens über die eigene Anspruchshaltung.
     
  15. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Ja, die Wogeno hat einen Aufnahmestopp. Bei einer Info-Veranstaltung der Wagnis war ich erst kürzlich: die war überaus gut besucht. Die Leute reißen sich scheinbar drum. Die Konzepte von denen gehen anscheinend auch gut auf. Was sie schaffen: sie stellen mitten in der Stadt gute Nachbarschaft her. Langsam scheint sich sogar das Münchner Umland für solche Konzepte zu interessieren.
    Das stimmt. Und nicht wenige geraten auch durch einen Wohnungskauf ins Schwitzen und brauchen dann 30-35 Jahre, bis die Wohnung/das Haus abgezahlt ist. Manchmal gehört einem dann das Haus, aber nicht der Grund, da der gepachtet ist. Verrückter Markt - und voller Haifische.
    Vielleicht geht die Lösung in die Richtung: man kauft sich die bessere Qualität und hat dafür weniger. Es hat ja noch mehr Vorteile: man braucht nicht so oft kaufen, und man kann es besser verräumen.
    Wir haben in den letzten zwei Jahren ein Deo gekauft, dass sehr teuer war und dass man mit Hilfe eines kleinen Holzstäbchens gestrichen hat. Ist schon sehr eigen. War aber wirksam. Nun probieren wir etwas neues aus: ein Deo, in Pappe verpackt, dass man nicht herausdreht, sondern herausdrückt. Es mangelt ja nicht an Ideen. Dieses Deo hat ein Paar ehemals aus Berlin, welches mittlerweile aufs Land gezogen hat, entwickelt. Mal sehen, ob es sich bewährt. Manchmal sind die Produkte, wenn sie ohne Plastik auskommen wollen, echt anders...
     
  16. gaia

    gaia Meister

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    Deswegen kommt mir dier Versuche den Wohnungsmangel in den Griff zu bekommen ein wenig einseitig vor. Hier in Regensburg ist es aber auch nicht viel anders.
    In meiner Ecke wird jetzt ein Riesen Wohn und Einkaufsprojekt gebaut. Ich gespannt wa das für Mieten werden.
    Man kann sich da nur um sich selbst kümmern und hoffen, ass sich immer mehr anschließen.
    Ich glaube es gibt auch Deo Kristalle. Keine Ahnung ob die was Taugen.
     
  17. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Wenn Aluminium drin ist, ist wohl eher davon abzuraten. Aluminium verstopft die Poren, soll Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und Kinder im Mutterleib haben, sogar legen Studien nahe, dass Aluminium die Entstehung Brustkrebs und Alzheimer begünstige.
     
  18. Giacomo_S

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    Ob die Studien auch stimmern, bleibt abzuwarten.
    Als Koch versuche ich bereits seit Jahren, das Element Aluminium aus meinen Küchen zu verbannen. Wenn ich Einfluss darauf habe, gelingt mir das auch gut. Es ist dann, besonders als Folie, schlicht überflüssig.
    Deos finde ich allerdings auch überflüssig.
     
  19. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Gegenüber Aluminium bin ich allerdings schon allein deswegen skeptisch, da es als Metall relativ unedel ist, also eigentlich reaktiver und leichter löslich.
    Da muss ich zugeben, dass ich auf "Deos" ungern verzichte. Aber die sind grundverschieden. Es gibt zum Beispiel Deocreme, die man sich mit einem Holzstäbchen unter die Achseln schmiert. Ich probiere gerne alternative Möglichkeiten aus.
     
  20. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Wie kommt deutscher Plastikabfall in den Pazifik?
    Ja - bist du deppert. 1218349,4 Tonnen. Das ist ja Wahnsinn.
    Ich zitiere mal aus dem Greenpeace Magazin:
     
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