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Weniger Plastik Wagen oder wie man Müll wirklich los wird

Dieses Thema im Forum "Userblogs" wurde erstellt von streicher, 7. Dezember 2015.

  1. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Die Dame war ganz schön konsequent. Muss gestehen, meinen eigenen Becher habe ich auch lieber dabei, bevor ich mir einen to-go-Becher hole (es gibt sogar mancherorts Preisnachlass...). Eis hole ich lieber in der Waffel (Pappbecher waren nie mein Ding...).

    Hier in München gibt es tatsächlich zwei Läden, die (möglichst) unverpackt verkaufen. Das ist freilich wenig. Aber die Generation vor uns kannte eben genau diese Variante: es wurde gewogen und in die Taschen oder in das Einkaufskörbchen gepackt. Das "Unverpackt Kaufen" will neu gelernt werden. Aber zwei Läden - das ist für ein Millionendorf eben nicht viel. Allerdings gibt es wohl über 40 Märkte in München. Dann gibt es noch die Leute, die sich die Gemüsekiste vorbeibringen lassen, und auch andere, die beim Kartoffelkombinat Mitglied sind, um eine örtliche Versorgungsstruktur zu unterstützen. An Ideen mangelt es nicht.

    Uns wäre es ja am Liebsten, einen eigenen Garten zu haben und selbst ein wenig anzubauen. Bislang beteiligen wir uns hier und da bei Freunden ein wenig, die schon einen Garten haben. Aber vielleicht in naher Zukunft, wenn wir mal 'groß' sind... :)
     
  2. gaia

    gaia Meister

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    Ja, war sie. Aufgrund der Beatmung, konnte sie halt ihre Kugel Eis nicht aus der Waffel essen, sonst hätte sie das hundertpro auch vorgezogen. denn dann hätte man ja noch eine Waffelzulage....
    Wir hatten übrigens auch immer Papiertüten dabei( benutzt bis sie sich aufgelöst haben) um darin Obst und Gemüse abzuwiegen.
    Hier habe ich im Internet einen Laden gefunden."Füllgut", die machen aber gerade Urlaub
    :lol:
    Einer für ganz Regensburg ist ja schon wenig,aber zwei für ganz München?
    Ich halt es schon für möglich, dass sich der Trend eher in Richtung liefern lassen entwickelt.
    Hm ein Garten vor der Haustüre wär tatsächlich nicht schlecht. Selbsu sein, ist auch ein schöner Gedanke. Allerdings mag ich meinen Job.
     
  3. haruc

    haruc Ehrenmitglied

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    @ Selbst anbauen:

    Je nachdem wie viel Platz du in der Wohnung hast, ließe sich eine Art Hochbeet realisieren. Ein Bekannter von mir hat eins im Garten (das ist etwa 2x4m groß) und eins in der Küche (40x70cm). Im Garten-Beet werden Chilies, Tomaten und vor allem Salate angebaut. Vom Salat hat er mittlerweile das dritte Mal geerntet. In der Küche wachsen überwiegend Kräuter.

    Das Schöne: Arbeit ist das nur einmal, danach muss man eigentlich nur noch gießen und das Zeug ernten. Und gerade der selbst angebaute Salat ist mit dem ZEug aus dem Supermarkt NICHT zu vergleichen. Aber auch die Kräuter sind viel intensiver und aromatischer.

    Man spart also Geld, schont die Umwelt und hat unterm Strich bessere Qualität. Wer nicht gerade in einer 0,5 ZKB Wohnung mit 3m² Wohnraum lebt hat eigentlich keinen Grund, nicht zumindest Kräuter in der Küche zu ziehen ;)
     
  4. gaia

    gaia Meister

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    Das funktioniert aber nur bedingt.
    Ich "baue" ja sozusagen ein wenig auf dem Balkon an...
    Vor zwei Jahren habe ich es mit Tomaten probiert- die sind auch gewachsen, haben aber gar nicht geschmeckt....(trotz Südbalkon/ Loggia mit schattigen Bereichen)
    Kräuter gehen- fast alle, die eien vertragen mehr Sonne die anderen eher nicht. Als man braucht den richtigen Standort. Das will ich noch ausbauen, muss aber noch einen Blumentopf heimschleifen.
    Ich habe ja noch Erdbeeren auf den Balkon( klappt super...werden nur sofort gegessen), dann Himbeeren( mal sehen) Stachelbeeren( klappt) und Johannisbeeren( abwarten).
    Habe mal gehört, dass man sogar Kartoffeln auf dem Balkon anbauen könnte....
     
  5. haruc

    haruc Ehrenmitglied

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    Können tät man alles, aber ob es sein muss...? Für Kartoffeln "blockierst" du 1 m² Balkon ein halbes Jahr lang, um nachher 5 Kilo Kartoffeln zu ernten. Das lohnt sich imho nicht.

    Mit Tomaten hatte ich bisher auch nie Glück, ebenso mit Chilies (waren total lasche Habaneros...) Aber Salate und Zucchini waren immer super.

    Hast du auch schonmal Josta-Beeren auf dem Balkon probiert? Die könnten sehr interessant sein.
     
  6. gaia

    gaia Meister

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    Von Josta- Beeren hatte ich noch nie gehört( was es nicht alles gibt...)- allerdings mag ich schwarze Johannisbeeren nur in Fom von Limo oder Saft....
    Und stimmt, mein Platz ist auch begrenzt. Ich habe auch wirklich keine großartigen Ernten, das ist für mich eine sinnvolle Art den Balkon zu begrünen.....
     
  7. haruc

    haruc Ehrenmitglied

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    Keine Angst, die haben Geschmacklich nichts mit schwarzen Johannisbeeren zu tun. Der Geschmack der Josta-Beere liegt etwa zwischen einer Stachelbeere und einer roten Johannisbeere, also süßlich, aber deutlich milder als Johannisbeeren.
     
  8. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Im Alnatura bin ich ja ganz unverschämt: ich lege das meiste Obst und Gemüse einfach auf das Band - wird ja eh an der Kasse gewogen - und dann kommen sie eh gut geschichtet in die Tasche. Na gut, mit allen Sachen kann man das einfach nicht machen, Pilze zum Beispiel, die landen dann zuvor auch in einer Tüte.
    Aber ehrlich gesagt: das ist dort auch gern gesehen. Plastiktüten sind dort ohnehin immer niedriger im Kurs...

    Habe ich mir gerade im Netz angesehen. Die Läden sehen immer sehr sympatisch aus. Man sollte allerdings auch bereit sein, etwas mehr zu zahlen. Aber die Vorteile "liegen auf der Hand". Für mich haben diese Unverpacktläden was von Feinkost...

    Jup, aber der eine Laden will expandieren, und zwar eine Filiale im Münchner Norden eröffnen. Dann wären es immerhin schon drei. Aber das scheint zu bestätigen, dass Trend Richtung Lieferung zeigt. Oder Selbstanbau. Es gibt in München zum Beispiel immer mehr Gemeinschaftsgärten. Die Stadt fördert das auch gezielt. Eine denkbare Zwischenlösung, wenn man in irgendeiner Zukunft wirklich einen Garten haben möchte...


    Mit Kräutern in der Küche hatten wir tatsächlich auch schon Erfolg. Und ganz einfach geht ja immer Kresse. Wir haben uns recht blauäugig mit Ingwer probiert, aber das hat in der Wohnung nicht geklappt (leider haben wir auch keinen Balkon...).
    Aber Hochbeet: Freunde haben einen Schrebergarten und haben mehrere Hochgärten angelegt. Da haben wir beim Einsäen und Gärtnern geholfen und schon mitgeerntet: Salat, Zucchini, Johannesbeeren, etc. Tolle Sache!
     
  9. gaia

    gaia Meister

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    Josta Beeren also. Also die würde ich gerne mal probieren. Fragt sich nur wo man die herbekommt....
    Alnatura kenne ich natürlich, Wir haben hier ein paar Läden, einer davon ist in der Markthalle Regensburg.( bei Interesse googlen....)
    Alnatura steht natürlich eher für Bio als unverpackt.
    Ich glaube ein weiteres Problem für mich( neben den Preisen und der Tatsache, dass die sonstwo sind und nicht in locker erlaufbarer Nähe)ist, halt die Auswahl.
    Ich mache zB. eher sehr selten Linsen- aber wenn dann rote und nicht in Form von klassischer Linsensuppe- ich habe einfach keine Lust sowas zu kochen.
    Bei offenen Nudeln tu ich mich schwer, da ich mehr und mehr auf frische Pasta komme( aber halt bezahlbar, also verpackt) Naja und asiatische Eirnudeln gibts da auch nicht......gechweige denn ein Kokosmilch Ausschank......
    Ideal wäre also, alles gleich selbst zu machen. Also die Grundzutaten unverpackt zu kaufen........
    Oder auf den Wochenmarkt zu gehen. Wie meine Mama früher.
    Hier war neulich übrigens ein italienischer. Der war toll! War mit einer unserer Klientinen da, Wurst und Käse unglaublich lecker. Aber das war so gegen Monatsende( die hat mir aber ein Stück Käse abgegeben.....)
    Aber echt...dazu bin ich wohl zu faul. bzw: ich habe ein Leben neben Job, Haushalt, einkaufen und Küche.....
     
  10. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Hier in München sind die Alnatura-Läden tendenziell schon ziemlich groß -dementsprechend die Auswahl in den Läden. Wer wirklich die große Auswahl, kann in einen neuen Edeka-Laden gehen: die neuen Edekas sind so etwas wie Haushaltswarenkonsumtempel. Die Zeit der Tante-Emma-Edeka-Läden sind endgültig passé. Frisch, oder aus aller Welt, kein Problem, diese Läden haben eine Mammutauswahl.

    Ich gehe wirklich gerne auf Märkte. Jeder Stadtteil hat mindestens einen, mit reichlich Angebot. Nicht selten wird auf Märkten (wie zum Beispiel auf dem Sendlinger nähe Harras) Musik geboten, und die sind wöchentlich. Diese Regelmäßigkeit (wie damals...) ist natürlich ein großer Vorteil, aber die Nachfrage gibt es in München eben her.

    Ja, die Zeit. Zeitwohlstand ist so ein relativ neuer Begriff. Ich denke, wenn ich die Möglichkeit eröffnet bekomme, zu gärtnern, oder gar eine eigenen Garten anzubauen, würde ich dafür irgendetwas anderes zurückschrauben. Das hat was von Ruhe, Natürlichkeit, Unabhängigkeit. Und wenn dann zu verschiedenen Zeiten verschiedene Dinge geerntet werden können, kann man sich auch ein wenig Geld für Einkauf sparen. Das kombiniert mit etwas weniger Arbeitsstunden - würde ich schon sehr bejahen...
     
  11. gaia

    gaia Meister

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    Hmm,ja. Ich sehe immer wieder mal einen Bio Supermarkt. Der in der Markthalle ist auch recht groß.
    Allerdings hat "mein" Edeka auch eine Bio- Ecke. Ich bin aber recht skeptisch was die Marke "Bio" angeht. Ich schätze aber das geht uns allen so.
    Die Auswahl bei Edeka. Der hat ganze Regalreihen an fremdländischen Zutaten, für andere Artikel gibts da ja noch spezielle Läden ( Udong Nudeln :) konnte ich bisher nur im Asia Laden entdecken)
    Das ist jetzt scho mein Fall.
    Aber es bleibt dabei. Perfekt wäre alles gleich selbst zu machen( also auch Nudeln zB) und Grundzutaten mit möglichst wenig Weg hinter sich zu kaufen. Und auf dem Markt( und Du hast Recht,hier gibts auch tolle Märkte)oder beim Bauern ( Eier zB)
    Zeitnotstand und der Wunsch nichts tun zu brauchen, wenn man Zeit hat!
    Ein eigener Garten. Meine Mam in meiner alten Heimat hat einen. Da ist man schon stark beschäftigt und ein "heute mal nicht" kann Folgen haben. Ihrer ist ganz klein, trotzdem ist ständig was zu tun.
    Sparen kann man halt damit meiner Meinung nach eher nicht. ( vor allen wenn man den Job zurückschraubt um stattdessen eigene Kartoffeln anzubauen)
    Mein Onkel hatte einen richtig großen mit viele Obstbäume. Da hats dann immer die ganze Familie gebraucht, wenn Erntezeit war.
    Es müsste also am Besten ein Garten vorm Haus sein. Da würde dann die Wegzeit sparen......
     
  12. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Seit Kurzem arbeite ich für den Templerorden. Die holen Lebensmittel ab, die Großmarkt und -handel aussortieren, manches kommt sogar direkt vom Erzeuger.
    Masse, Sortiment und oft auch Qualität sind beeindruckend. Ich habe die Erlaubnis, mich nach Absprache noch vor allen anderen an den Lebensmitteln in praktisch unbegrenzter Menge zu bedienen. Meistens nehme ich nicht nur für mich was mit, sondern versorge sogar noch andere, Freunde z.B.

    Seitdem habe ich einen Supermarkt nur noch zum Bier holen von innen gesehen.
     
  13. gaia

    gaia Meister

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    Für den Templerorden? Wie das? Entschuldige, das macht nun neugierig.
    Klingt die Lebensmittelbeschaffung betreffend aber sehr praktisch.
     
  14. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Genau. Sagen wir mal in einem Umkreis von 2-3 Kilometern. Dann wären die Wege kein großer Zeitverlust. Für mich ist das hier beinahe machbar. Nur der "Unverpackt-Laden" ist leider bald 10 Kilometer weg...
    Nudeln habe ich noch nie selbst gemacht. Ist das aufwendig?

    Ja, ein Garten braucht viel Zeit, und zwar regelmäßig. Meinst du wirklich, dass man eher nicht sparen kann? Vielleicht kommt es auch wieder darauf an, was man kultiviert. Obstbäume kann man jedes Jahr ernten (eventuell einkochen, Saft daraus gewinnen), Salat muss man halt jedes Jahr setzen. Gut, ich habe mir das noch nie so richtig durchgerechnet: man braucht ja auch Gartenwerkzeug; und nicht zuletzt natürlich Zeit. Aber wenn's Spaß macht...

    Das ist ja superpraktisch. Ich meine, was gibt man üblicherweise monatlich für Lebensmittel aus? Da kommen doch normalerweise pro Person 200 € mindestens zusammen. Vielleicht sollte ich mal Haushaltskasse führen...

    Ansonsten würde ich mich gaias Frage einfach mal anschließen. :)
     
  15. gaia

    gaia Meister

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    Na wenns machbar ist, warum nicht. Toll ist es auf jeden Fall sich da auch beraten zu lassen( "Ich hätte gerne eine reife Avocado....") Nur teurer als in der Obstabteilung ist es allemal.
    Nudeln- ich glaube dazu kann Giacomo sicher was sagen. In meinem alten Schulkochbuch steht: 200Mehl- 2 verquirlte Eier, ca 2EL Wasser bisserl Salz, der Teig darf halt am Ende nicht kleben.
    Ich schätze das ist Übungssache. Ich glaube aber, ich habe seit Schulzeiten keinen mehr gemacht. Alternative dazu wäre dann noch Spätzleteig.
    Den Nudelteig faltet man dann und schneidet ihn in Streifen ( außer man hat eine Nudelmaschine)und man kann ihn trocknen.( aufhängen)
    Also es ist wohl eher aufwendig als schwer, glaube ich.
    Ich schätze man braucht halt wirklich einen entsprechend großen Garten und muss ihn gut nutzen. Man ißt Obst ja selten als richtige Mahlzeit. Und man hat dann am Ende zur Erntezet jede Menge Kirschen, muss es aber einkochen und zur Marmelade verarbeiten, viel Viatamine bleiben da vermutlich nicht. Und jeder möchte gerne frisches Obst. Man wird also trotzdem frisch kaufen.
    Auch das ganze Gemüse wird ja zu bestimmten Zeiten geerntet- also muss man einfrieren- da ist auch nichts mit frisch und knackig. Ich kenne (kannte)Gartenbesitzer eher als Verschenker.
    Also ist das, was man erntet und nicht kaufen muss, glaube ich nicht sehr viel Bares wert- wenn man dagegen rechnet, dass man dafür beruflich kürzer tretet. Ein Haus mit Garten müsste dann ja auch bezahlt werden und an passender Stelle liegen...
    Naja, aber vielleicht täusche ich mich ja auch.
    Es geht aber ganz klar um Spaß.
     
  16. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Yep, so ist es mit Teigwaren a la casa: das braucht Übung. Aber wenn man das einmal probiert, fängt man sich sicher auch noch eine Portion Mut ein für das nächste Mal. Ist doch beim Backen von Plätzchen genauso... Teigwaren haben halt viele Stellschrauben. Und seinen Ofen sollte man auch gut kennen...

    Zum Selbst Anbauen: du hast schon recht. Wenn man das Obst erntet, dann ist die Saison nach wenigen Wochen wieder vorbei. Einkochen kann man noch und hat etwas für wann auch immer. Gemüse kann man auch einkochen und hat zum Beispiel etwas für den Winter. Ansonsten ist man auf den Kauf angewiesen, keine Frage. Wir sehen es auch als Mitglied einer Genossenschaft: es gibt je nach Woche und Jahreszeit andere Produkte. Und auch die Genossenschaft, die so viel wie möglich selbst anbauen will (sie ist bei ungefähr 60%), sie muss eben auch zukaufen, sonst könnte sie vieles nicht an ihre Mitglieder liefern. Wir sind es halt gewohnt als Käufer, (nahezu) alles immer kaufen zu können. Als Mitglied einer anbauenden Genossenschaft verzichtet man darauf ein wenig.

    Was das Haus mit Garten betrifft, München und auch der Umkreis sind wahnsinnig teuer. Schon eine Wohnung, 65m² mit Balkon darf, stadtteilabhängig, in München durchaus mal seine 400.000 Euronen kosten. Der Trend zeigt steil nach oben. Ein Haus mit Garten kann durchaus siebenstellige Kosten fordern. Oder man nimmt es zur Miete: ein Gutverdiener (>2.500 netto) sollte es dann schon im Haushalt mindestens geben. Oder untertreibe ich das sogar noch und unterschätze die sonstigen Kosten?!
     
  17. gaia

    gaia Meister

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    Plätzchen sollte man eh selber mchen. Man brauht ja keie 100 gefühlte Sorten...
    Gut Kartoffeln halten richtig gelagert sehr lange. Wr hatten die früher immer in so einer großen Kiste im Keller. Da war dann auch das eigemachte Obst. Das man aber auch mögen muss... Erdbeeren sind eigemacht imo zb furchtbar. Oder Rharbarber.....wobei der eh furchtbar ist( von daher....)
    Äpfel kann man mit entstsprechend Platz und dem schönen dunklen kühlen Keller auch uneingekocht lagert, die werden nur schrumpelig.
    Meine Mam war früher halt sehr viel mit einkochen beschäftigt. Da ssind so meine Erinnerungen an früher. Ich habs für meine Klientin gemacht, die immer Mengen an Qiutten und Äpfeln bekommen hat. Also es ist halt echt Arbeit, aber wenns Spaß macht. Man könnte Geümüse dann ja auch einfrieren, falls man genügend Platz hat.....
    Das ist aber dann natürlich alles nicht mehr so gehaltvoll, vermute ich.
    Ja, ich denke der ächte Punkt( als besitter eines Schrebergartens) wäre der Verzicht auf das wonach einem der Sinn steht, weil gerade Erntezeit ist.
    (Toll hingegen, wenns wochenlang Himbeeren ohne Ende gibt... )
    Das wohnen in München sehr teuer ist, ist ja bekannt.
    Ich empfinde ja Regensburg schon als schlimm. Vor allen was den realen Zustand angeht. Sieht man mal eine günstige Wohnung, ist da eine ganze Liste an Leuten die die haben möchten und der Vermieter kann auswählen.... Im Kreis gehts aber hier( dann braucht man natürlich, je nach Job- ein Auto). Aber München ist echt heftig.
     
  18. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Leider hat unser Wohnhaus nur einen ziemlich warmen Keller, da warme Rohre durchlaufen. Für die Einlagerung braucht man dunkle und kühle Räume. Im letzten Jahr haben Bewohner ein paar Straßen weiter Quitten zum Mitnehmen nach draußen gestellt. Die haben wir dann großteils zu Mus verarbeitet. Grandios. Als frische Frucht mag ich Quitten ja nicht so gerne.

    Wenn man sich wirklich weitgehender selbst versorgen will, braucht man ein Stück Land, in dem man einen Garten anlegen kann. Hab da grad eine Seite gefunden: selbstversorger. Es gibt da auch noch idealistischere Seiten, oder Seiten, die zu überzeugen suchen. Letztendlich orientiert man sich mit einem solchen Projekt in die Landwirtschaft (teilweise) zurück.
    Da wir gerne einen Garten hätten, haben wir uns nach Immobilien beinahe schon deutschlandweit umgeschaut. Wirklich billig werden die Immobilien in zwei bis drei Stunden Auto- oder Zugentfernung von München. Tja, will man einen Spagat oder orientiert man sich dann neu... oder lässt man es einfach...
    Vielleicht ist die Genossenschaft und/oder ein Gemeinschaftsgarten erstmal eine gute Zwischenlösung.
     
  19. gaia

    gaia Meister

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    Bei uns ist e ähnlich, nur das der Keller dazu auch noch voll steht.
    Quitten kenne ich auch ur eigemacht oder eben als Mus oder Marmelade. Hab sowas aber eher selten gegessen.
    Selbtversorger zu sein ist so ein Traum meines Sohnes. ich selbst...naja mir it schon klar, dass das jede Menge Arbeit ist.
    Also man bräuchte zum einen das Geld um Haus und Garten zu bezahlen, ein kleies Startguthaben um anständig anbauen zu können und einen Nebenjob für die Miete und die Fahrtwege.
    Von daher ist so ein Geossenschafts oder Gemeinschaftsgarten sicher eine gute Idee.
    Später könnte man ja weiter sehen.
     
  20. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Der Templerorden betreibt hier in München-Untergiesing eine Speisung für sozial Bedürftige. Kommen darf aber ausdrücklich jeder. Eine Kontrolle irgendwelcher "Sozialausweise" findet auch nicht statt, denn es würde zu viele ausgrenzen, die nicht einmal dazu in der Lage wären, obwohl sie bedürftig sind. Einmal in der Woche am Donnerstag werden Lebensmittel verteilt. Auch hier gilt dasselbe.

    Grundlage für Beides sind Lebensmittel, die der Handel aussortiert - aus welchen Gründen auch immer, Haltbarkeit ist nicht der einzige Grund. Klar ist aber auch: Die besten Artikel greifen sich die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter ab. Ich sitze praktisch an der Quelle.
    Allein die schiere Menge kann einen schon erschlagen. Teilweise werden von den Templern Lebensmittel noch zu anderen Stellen gefahren, meist andere Klöster. Andererseits bekommen wir schon mal Lebensmittel von anderen kirchlichen Stellen.

    Gestern habe ich z.B. 30 kg Rote Grütze gekocht - ausschließlich aus frischen Früchten, davon allein 17 kg Himbeeren! Der Rest bestand aus Süßkirschen und Johannisbeeren.
    Die Ware war top und kam direkt aus dem Handel (in dem Fall Aldi), aus den Himbeeren habe ich nicht einmal zwei Handvoll Beeren aussortieren müssen. Bedenkt man, dass solche Ware (125g Schale Himbeeren) in der Gastro ausschließlich zum Garnieren verwendet wird, ist eine solche Grütze geradezu luxuriös. Denn die 30 kg Rote Grütze würde in einem normalen Einkauf mindestens 150 € kosten (eher: 240 €): unbezahlbar.

    Allerdings: Die Ware ist reif, ich muss sie praktisch sofort verarbeiten, denn sonst habe ich keine Chance. Zwar lagert sie im Kühlhaus, aber Freitag gekommen, ist sie spätestens am Montag bereits zur Hälfte verschimmelt. Als Rote Grütze kann ich sie dann wieder 5 Tage im Kühlhaus ohne Probleme lagern - falls das so sein muss.
    Denn: Möglicherweise kommt andere aussortierte Ware rein, die auch in der Speisung verteilt werden muss. 5 x "5kg Eimer mit Erdbeerquark" z.B. MHD von vorgestern (aber noch gut). Und es muss in die Speisung und nicht in die Verteilung, denn da sind die 5kg Eimer unrealistisch und praktisch nur Portionsgrößen handhabbar.

    Ein grundsätzliches Problem: Das man auch essen muss, was man da so mühsam konserviert.
    Ein Problem im Übrigen, dem sich auch der Templerorden letztlich gegenüber sah. Man kochte Marmelade wie die Weltmeister, nur aß sie keiner. Nach Jahren ... 15 Jahren! ... warf man sie dann weg, und in diesem Prozess fand man Marmelade, die noch älter war.

    Man muss sich einfach - bezogen auf das, was da passiert - von dem Gedanken trennen, das Lebensmittel eine Art "Heiligkeit" besäßen, auch wenn das für alle, die gutes Essen lieben, eine schwierige Sache ist.
    Denn den Kampf gegen die schiere Masse kann ich sowieso nicht immer gewinnen. Es muss also genau überlegt und analysiert sein, was man da tut.

    Ein gewisser Pragmatismus ist vonnöten. Die Rote Grütze kann ich in der Speisung in 2-3 Tagen unter die Leute bringen, bleiben Reste, dann kann ich sie mit anderem Quark/Joghurt mischen.
    Sicher könnte man Marmeladen/Mus/Kompotte kochen - aber wen interessiert's? Mein Publikum ist zumindest in Teilen ... einfach Pöbel. Es ist keine Ausnahme, dass manche in der wöchentlichen Verteilung zwar gierig alles mitnehmen, dann aber auf dem Weg nach Hause Teile einfach in die Vorgärten werfen.
    Letzteres ist schon ärgerlich genug, aber wenigstens handelt es sich um Lebensmittel, in die nicht auch noch zusätzlich Arbeit gesteckt wurde. Und bei diesem Klientel steht auch nicht zu Erwarten, sie brächten Gläser (zurück) o.ä. Warum sollte ich also Marmelade kochen? Um mir selbst was zu beweisen? Mit vielleicht ebenso hohen Eigenkosten, wie eine kommerzielle Marmelade zum Verkaufspreis im Supermarkt? Nein, nicht wirklich.

    Man muss sich darüber im Klaren sein, dass z.B. Kompotte/Mus aus Zeiten kommt, in denen solche Ware die einzige Obstware im Winter war. Heute mag das niemand mehr essen, warum auch? Man kann das ganze Jahr frisches Obst kaufen und oft auch noch ziemlich preiswert. Warum dann den Glibber aus dem Glas essen?

    Freitag vor einer Woche bekam ich zwei Steigen beste Erdbeeren herein. Eine Steige konnte ich privat frisch verteilen, die andere Steige habe ich geputzt und eingefroren. Erst als Schicht auf einem Blech, durchgefroren, dann in die Tüte. Das hat ganz gut geklappt, aber im Grunde ist das doch nur eine Fingerübung.