Hartz IV und Grundeinkommen. Eine Lösung für alles?

HunabKu

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somebody/Admin



Ich wäre übrigens immer noch für Beispiele dankbar bzgl. den Entscheidungen zu Ungunsten der Bevölkerung

- Hartz 4 (die Würde des Menschen ist wohl doch antastbar...?!)
- Onlinedurchsuchungen (soviel zum Thema Privatsphäre)
- uneingeschränkter Einsatz der Bundeswehr im Inneren (um gegen die eigene Bevölkerung vorgehen zu können, wenn diese sich erdreisten sollte sich aufzulehnen...natürlich sind die Gründe nach Außen hin andere)
- 1-Euro Jobs (Ausbeutung der Arbeitskraft in ihrere perversesten Form)
- Abschaffung des Bankgeheimnisses (jeder, der sich für wichtiger hält als du, darf sich dein Konto ansehen wie er lustig ist)
- Bankenrettungspakete (mit dem Geld der Steurzahler, ohne auch nur einen von uns gefragt zu haben. Soviel zum Thema Demokratie. Wenn es um wirklich wichtige Entscheidungen geht, will von Demokratie seitens der Volksvertreter niemand was wissen)

reicht das für´s erste?

Dass die Wirtsschaft, die Hochfinanz und überhaupt alle, die über den Großteil des auf der Welt existierenden Geldes und der Macht verfügen, der Politik vorschreiben wie sie zu agieren und zu reagieren hat, was sie tun und was sie nicht tun soll und welche Entscheidungen sie gefälligst zu treffen und zu unterlassen haben.. ich dachte bis heute das sei allgemein bekannt? Zumindest kenne ich in einem großen Umkreis niemanden, der das noch anzweifelt. Ist das immernoch nicht offensichtlich genug?

Zu Sodann: Ich würde das was in Zeitungen gedruckt wird nicht zwingend als das Wahrhaftige ansehen. Du weißt doch selber, wie hier etwas weg gelassen und dort etwas hinzugefügt wird oder..? Sicher kann man zitiren aber wie oft wird dies auch aus den Zusammenhang heraus getan und der eigentliche Zusammenhang der Aussagen dadurch vollig sinnentstellt. Ich will ja nicht behaupten, dass er das alles nicht gesagt hat (mit dem einen oder anderen hat er sogar nicht ganz unrecht) aber wir sollten dem, was die Presse druckt nicht als zu sehr vertrauen und es auch nicht zu 100% so glauben wie es geschrieben steht.



Was die Krise angeht, da stellt sich doch erstmal die Frage, was die überhaupt alles ausgelöst hat. Soll sofort eine reaktionäre Aktion der Politik gestartet werden? Worauf das hinausläuft, sieht man ja immer schön, wenn mal wieder einer Amok läuft. Und eine bessere Kontrolle der Finanz- und Derivatenmärkte ist imo schon mal ein Schritt, so etwas wie die aktuelle Finanzmarktkrise zu verhindern.
Wie du die "Krise" mit den Amokläufen in Verbindung bringst, leuchtet mir nicht so ganz ein. In der heutigen zeit wundert es mich überhaupt nicht, wenn es Leute gibt, die die ganze Schei.. einfach nicht mehr verarbeiten können und durchdrehen. Es gibt da die verschiedensten Gründe aber mit der aktuellen Finaz- und Wirtschaftskrise hat das nun nicht so viel zu tun. Die Politik könnte soetwas mehr als ganz einfach zu 90% unterbinden und es wird denen auch bewusst sein, was da zu tun ist. Dass sie aber auch nach diesen vielen schlimmen (und vor allem ähnlichen) Vorfällen immernoch nicht reagieren und wir uns heute die selben dämlichen Fragen und Diskussionen anhören müssen wie damals nach Erfurt, sagt mir, dass nichts daraus gelernt wurde und die reaktionen die selben sind wie sie schon immer waren. eine Lobby sorgt schon dafür, dass die Politik da um Gottes Willen nichts ändert.

Und genau so ist das auch in anderen Bereichen. Politiker richten nun mal nichts aus und werdenes auch nie tun, zumindest nichts, was von wirklicher Bedeutung wäre und massive Veränderungen am Althergebrachten zur Folge hätten. Daran ist nun mal niemand interessiert von denen (die die vertreten die die Macht haben).
Ich habe das schon vor Jahren begriffen und leider ist mir bis heute nicht widerfahren, was mich vom Gegenteil überzeugt hätte. Leider.


HunabKu
 

Simple Man

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Nun ja, man kann von Hartz 4 halten was man will - ich halte nicht allzuviel davon - aber es gab ja durchaus Gründe, es einzuführen. Ich meine, die Anzahl an Langzeitarbeitslosen war und ist in Deutschland nun mal die höchste in der westlichen Welt, was in nicht unerheblichen Maße daran liegt, dass der Abstand zwischen Lohn und Sozialleistungen sehr gering ist: Folge ist, dass Arbeiten sich im Vergleich nicht lohnt. Zudem war es empirisch evident, dass die Zahl derjenigen, die nach Arbeitslosigkeit wieder in einen Job gingen, zwischen dem 11. und 13. Monat der Arbeitslosigkeit anstieg - ein weiterer Grund, warum die Leistungen nach einem Jahr zusammengestrichen wurden. Natürlich ist das Ausdruck eines neoliberalen Geistes, was natürlich umso seltsamer erscheint, wenn man sich vor Augen führt, dass es eine rot-grüne Regierung war, die die Hartz 4 Gesetze verabschiedet hat. Nichtsdestotrotz: die Sozialpolitik Deutschlands ist immer noch eine der humansten und großzügigsten der Welt.

Onlinedurchsuchungen sind zum kotzen, ja. Betreffen sie aber nur den kleinen Mann oder nicht auch Wirtschaftsspitzen? Das Gleiche gilt für die sog. Abschaffung des Bankgeheimnisses ... sind es nicht gerade diejenigen, die viel verdienen, die dadurch Probleme bekommen könnten?

Und 1-Euro Jobs sollen Ausbeutung in perversester Form sein? Sorry, das ist Schmarrn - und relativiert Sklaverei und Ausbeutung in der dritten Welt oder China erheblich. Zudem sollten 1-Euro Jobs vor allem für Geringqualifizierte, die ebenfalls zu den Langzeitarbeitslosen gehören (und das in nicht unerheblichem Maße), eine Chance sein, eigenes Geld zu verdienen. Wird aber, das kann ich dir sagen, kaum von denen angenommen. Es sind vor allem Studenten, Schüler, Rentner, Hausfrauen, die sich durch 1-Euro Jobs etwas dazuverdienen. Und für diese Gruppe/n ist das nicht mal das schlechteste ... :egal:

Das Bankenrettungspaket: was willst du denn da die Bevölkerung fragen? Weißt du wie lange ein Plebiszit braucht, bis es zur Abstimmung kommen kann? Ich rechne schon mit mehreren Wochen, wenn nicht Monaten. Dafür wählen wir ja Vertreter, damit Entscheidungen eben nicht Wochenlang vorbereitet werden müssen. Zudem sehe ich das Bankenrettungspaket nicht als Entscheidung zu Ungunsten der Bevölkerung - im Gegenteil, ein Zusammenbruch systemimmanenter Finanzinstitute hätte den ganzen Interbankenmarkt kollabieren lassen, was auf die Realwirtschaft katastrophale Auswirkungen gehabt hätte und damit vor allem für "den kleinen Mann". Und ja, diese Entscheidungen musste relativ schnell getroffen werden, wochenlange Vorbereitungen für eine Volksabstimmung wären da Quatsch gewesen.

Aber wenn du mehr Plebiszite willst, dann gründe eine Interessengemeinschaft, die versucht das durchzusetzen. Ich meine, es ist doch irgendwie seltsam, dass du dich beklagst, dass die Wirtschaftselite dauernd ihre Interessen durchsetzt, das selber doch aber auch nur willst: du willst, dass das, was du als richtig ansiehst, in der Politik gemacht wird - will das denn die Mehrheit? Des Weiteren setzt "der kleine Mann" auch Lobbyarbeit ein, sei es Form von Gewerkschaften, sei es in Form von Interessenverbänden, sei es in Form von NGOs. :egal: Sie handeln nur nicht homogen (nach deinen Vorstellungen), aber wer will ihnen das verübeln, jedermann hat nun mal unterschiedliche Interessen.

Und nein, in meinem Bekanntenkreis ist es nicht Usus, dass die Hochfinanz - oder eine andere diffuse Gruppe, die man für seine Probleme verantwortlich machen könnte - die ganze Politik bestimmt ... solch monokausale Erklärungsansätze haben nämlich oftmals den schalen Beigeschmack von Stammtischparolen ... ;-)

Welche Gesetze gingen eigentlich zu Gunsten der sog. Hochfinanz?
Und: wenn es schon immer so war, dass die Hochfinanz die Politik bestimmt, wie kommt es dann eigentlich, dass wir in Deutschland einen solch gut ausgebauten Sozialstaat hatten und haben? Wir kommt es, dass wir Gewerkschaften haben, die hohe Tarifabschlüsse fordern und durchsetzen konnten und können? Wie kommt es, dass wir als eines von drei Ländern weltweit eine dynamische Rente haben? Usw. ...

Was Sodann angeht: nein, nicht immer sind Zeitungen korrekt in ihren Wiedergaben. Seltsam nur, dass der Herr Sodann das ganze dann nicht richtig gestellt hat, oder? Ich meine, es gibt genug linksgerichtete Zeitungen in Deutschland, die hätten das als riesigen Aufhänger genutzt, die Linkspartei hätte einen riesigen Aufschrei gemacht. Von daher halte ich es für reichlich unwahrscheinlich, dass dein Einwand in diesem Fall zutrifft. Und ich bleibe dabei, der Mann ist ein Vollpfosten und für das repräsentative Amt eines Bundespräsidenten völlig ungeeignet.
Gibt es denn Hinweise darauf, dass hier falsch zitiert oder gefälscht wurde?

Die Finanzkrise habe ich nicht mit Amokläufen in Verbindung gebracht, ich habe mich hier wohl missverständlich ausgedrückt. Die politischen Reaktionen nach Amokläufen sind für mich gute Beispiele für reaktionäre Politik: jemand läuft Amok und sofort schreit die Politik nach Waffenverboten, nach Computerspielverboten, nach Paintballverboten. Das ist für mich Ausdruck eines reaktionären "Hauptsache-wir-tun-was"-Verhaltens. Und was du forderst, wäre eine reaktionäre Politik auf die Finanzkrise, da du ja meinst, es sei noch nichts passiert um sowas in Zukunft zu verhindern. Ich meinte daraufhin, dass man erstmal schauen müsste, was die Krise überhaupt alles verursacht hat, um dann zu reagieren und nicht sofort loszuschießen, eben weil ich dann politische Murkserei vermute. Punktum. Ich habe keine direkte Verbindung zwischen den Amokläufen und der Finanzkrise gezogen.
 

HunabKu

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Hi Simple Man,

Hartz IV:
Ich finde ja allein schon die Tatsache pervers, dass die "Idee" eins Top-Managers, der Gelder veruntreut, also im großen Stil die Leute beschissen hat, als Lebensgrundlage für Millionen Menschen dienen soll.
Die Anzahl der Arbeitslosen wird sich in der nächsten zeit um ein Vielfaches erhöhen und auch in den nächsten Jahren wirtd es nicht besser aussehen. Allein die Weiterentwicklung der Technik wird dafür sorgen, dass immer mehr (menschliche) Arbeitsplätze verloren gehen werden. Ich wüsste nicht, wie die Politiker den Lauf der Dinge aufhalten können. Das ist unmöglich, noch dazu, wo sie doch ihre "Anweisungen" von der Wirtschaft selbst bekommen. Ein Teufelskreis :wink

Onlinedurchsuchungen
sicher betrifft das auch Leute die viel Geld haben wie Top-manager und andere Wirtschaftsbosse. Nur haben die auch das Geld für die besseren Anwälte und was denkst du wohl wer zum Schluss hinter Gittern sitzt? genau, der "kleine Mann" der vielleicht wegen einer Kleinigkeit verhaftet und verurteilt wurde, weil er sich eben keine Spitzenanwalt leisten konnte. Die "Großen" boxen sich immer irgendwie raus und wenn sie wirklich mal Strafen bekommen dann auf Bewährung und die Geldstrafe fällt meist nicht höher aus als der hinterzogene Betrag. Das Ergebnis für die ist +/- 0, also völlig unerheblich. Wie lange würdest du oder ich wohl hinter Gitternlanden, wenn wir mehrere Millionen Euro hinterziehen würden?

1 Euro-Jobs
Ist Ausbeutung schlechthin. Den Menschen soetwas überhaupt anzubieten und es auch noch als etwas ganz tolles oder gar Chance anzubiedern ist in meinen Augen blanker Hohn. Die wissen ganz genau, dass die Menschen durch die Abhängigkeit zum System gezwungen sind, solche (man könnte auch sagen "überhauptnicht bezahlte") Jobs anzunehmen. 1 Euro pro Stunde...Mann Mann Mann, ich würde mich als Arbeitgeber schämen, Leute zu beschäftigen von denen ich weiß, dass sie vom Amt nur einen unverschämtem Euro für Ihre Arbeit bekommen.
Also wenn du das nicht aus Ausbeutung in ihrer höchsten Form ansiehst (ebenso wie Zeitarbeit, was nichts weiter als moderner Sklavenhandel ist), dann weiß ich nicht, wie ich diesbezüglich weiter darauf reagieren soll. Du siehst es als Chance? Dann vergleich doch mal: Wieviele Leute rutschen mit Hilfe eines 1-Euro-Jobs in feste Arbeit, im Vergleich zu der Anzahl an Menschen, die einen solchen Job haben? Oder anders gefragt, wieviele von, sagen wir mal 1000 Leuten, bekommen über einen 1-Euro-Job eine Festanstellung? Ich würde sagen, nicht mehr als 10. Und nun frage ich dich nochmal: Was ist das denn sonst, wenn nicht die totale Ausbeutung des Menschen durch den Menschen?

Über den Bankenrettungplan möchte ich mich nicht weiter auslassen weil ich es für absoluten Unsinn halte, ein krankes System mit genau dem was es krank gemacht hat retten zu wollen. Abgesehen davon, dass die Manager genau so weiter arbeiten wie zuvor und sie bestrebt sind, das System von vor der Krise wieder herzustellen. Dieses Finanzsystem, wie wir es heute noch kennen, wird es in absehbarer Zeit so nicht mehr geben. Es ist kaputt, machen wir uns das endlich bewusst und hören auf daran festzuhalten. Es ist wie mit den Firmen, die man gerade versucht zu retten. Auch Opel wird letztlich Pleite gehen und wir haben umsonst "gerettet". Wir werden uns auf noch ganz andere Dinge gefasst machen müssen und wir werden einsehen müssen, dass wir komplett neu anfangen und unsere Gesellschaftsordnung mehr als nur in Frage stellen müssen.

Also ich weiß nicht wie es bei dir aussieht aber ich bilde mir ein, dass ich ganz gut mit all dem ungehen kann, was auf uns zukommt weil mir vieles bewusst ist, mir vieles logisch erscheint und ich so auch besser gewisse Vorkehrungen treffen kann. Mich wird das Ganze also nicht im Schlaf überraschen. Hoffentlich auch dich nicht!

HunabKu:
 

Lazarus

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blabla schrieb:
1 Euro pro Stunde...Mann Mann Mann, ich würde mich als Arbeitgeber schämen, Leute zu beschäftigen von denen ich weiß, dass sie vom Amt nur einen unverschämtem Euro für Ihre Arbeit bekommen

Also ich sehe das ein wenig anders - sie bekommen 1€ bzw 1.50€ zusätzlich für ihre Arbeit! Rechnet man alle Gelder die gezahlt werden zusammen stehen sich diese "armen" Jobber besser als ein armer Leiharbeiter in der Welt!

Keine Frage das Missbrauch durch solche Hilfskräfte wie Arbeitsplatz vernichtung usw. unterbunden werden muss.... aber als Empfänger solcher Gelder sollte der Gemeinschaft ruhig ein wenig Manpower zur verfügung gestellt werden und das eigentlich auch ohne zusätzliches Geld welches eine Aufwandsentschädigung letztlich ja doch übertrifft!
 

HunabKu

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Also ich sehe das ein wenig anders - sie bekommen 1€ bzw 1.50€ zusätzlich für ihre Arbeit!
...zusätzlich zu Hartz IV, was sie aber auch bekommen würden wenn sie nicht arbeiteten. Für die Arbeit als solches bekommen sie nun mal 1 Euro (oder 1,50 wie du sagst, was den Braten aber auch nicht fetter macht). Das heißt schlussendlich, wollen sie sich zum "Peter IV" etwas dazu verdienen, müssen sie für einen Euro pro Stunde arbeiten gehen.
Ich möchte wissen wie du darüber denken würden, beträfe es dich persönlich (mich betrifft es übrigens auch selber nicht aber ich kann die Ansichten mancher Empfänger solcher Gelder durchaus nachvollziehen). Bist du wirklich ganz sicher, dass du genau das selbe dann auch noch sagen würdest?
Ich möchte dazu noch betonen, dass ich nicht von denen rede die einfach keinen Bock haben sondern von denen, bei denen es echt nicht anders geht als mit Hartz IV.


HunabKu
 

Malakim

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@Lazarus
nein nein, so wie ich HunabKu verstehe sieht er es als die Pflicht der Gesellschaft an auch den letzten noch durch zu füttern ganz egal was da los ist. Es ist total daneben in seinen Augen irgendeine Gegenleistung dafür zu verlangen das die Gemeinschaft ein sowieso viel zu kleinen Betrag an jeden auszahlt der es nötig hat.

Ich finde die Erwartungshaltung von einigen ungeheuerlich. Da wird auf der einen Seite unglaubliches erwartet und auf der anderen Seite über das achso böse System hergezogen. Woher kommt so eine Erwartungshaltung das einem alles mit Zuckerguss in den Pogepudert werden muß und man jah nicht dafür arbeiten muß?

Edit:
Ich persönlich teile da die Einstellung meines Vaters (der recht lange arbeitslos war). Zunächst ist es MEIN persönliches Versagen das ich arbeitslos bin. Wenn mir der Staat Geld gibt, danke, aber es ist MEINE persönliche Verantwortung mich und meine Familie zu ernähren. Hafen/Dreck/Lager/... -arbeit? Kein Problem.
Ist ja nett wenn mir jemand da hilft, aber verlangen oder erwarten tue ich das nicht. Leben ist immer lebensgefährlich und verantwortlich bin da nur ich für mich und meine Familie.
 

Winston_Smith

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nein nein, so wie ich HunabKu verstehe sieht er es als die Pflicht der Gesellschaft an auch den letzten noch durch zu füttern ganz egal was da los ist. Es ist total daneben in seinen Augen irgendeine Gegenleistung dafür zu verlangen das die Gemeinschaft ein sowieso viel zu kleinen Betrag an jeden auszahlt der es nötig hat.

@Malakim
Schön gesagt. Es ist schon ein starkes Stück, was der Staat da verlangt. Es kann ja wohl nicht sein, dass jemand für die staatliche Hilfe auch noch was tut! Und sei es nur Müllsammeln oder Spargelstechen. Das können doch "die Polen" machen...


ich würde mich als Arbeitgeber schämen, Leute zu beschäftigen von denen ich weiß, dass sie vom Amt nur einen unverschämtem Euro für Ihre Arbeit bekommen.

Ich würde mich schämen, als Arbeitsloser einen 1Euro-Job abzulehnen, statt dessen lieber zu hause zu bleiben und ohne einen Finger krumm zu machen Unterstützung zu erhalten.

ws
 

Lazarus

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Nunja - ich kenne jemanden der HartzIV bezieht und einen gemütlichen Eurojob hat - der hat Monatlich etwas über 500€ um seine Telefon/Internet Flat (25€) und seine Verpflegung zu organisieren.....

Die Leiharbeiter die ich kenn haben im Monat oft nicht viel mehr als 800€ um Miete, Nebenkosten, Verpflegung usw zu bestreiten..... :gruebel: Eigentlich hätten sie letztlich mehr wenn sie HartzIV ohne Eurojob beziehen würden.... aber die schaffen das auch....

Nicht das ich das - grad letzteres - für gut befinde: es ist eine RIESEN SCHWEINEREI!!!

Aber diese Menschen strampeln wie blöde um der Gemeinsschaft so wenig wie Möglich zu schaden während die anderen sich noch darüber beschweren das sie das billige Toilettenpapier kaufen müssen! :lazpaper:
 

HunabKu

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nein nein, so wie ich HunabKu verstehe sieht er es als die Pflicht der Gesellschaft an auch den letzten noch durch zu füttern ganz egal was da los ist.
Es geht mir nicht darum, jeden bedingungslos durchzufüttern. Ich finde nur 1-Euro-Jobs meschenunwürdig. Ist es wirklich so vollkommen unmöglich, den Menschen für ihre Arbeit auch ordentliches Geld zu bezahlen?
Und Hartz IV ist (wie Götz Werner so schön sagt) offener Strafvollzug in gesellschaftlicher
Isolation. wie gesagt, allein, dass ein raffgieriger Betrüger etwas entwickelt, wonach sich anschließend alle richten ohne zu hinterfragen, ist komplett krank.

Es ist einfach völlig verqueer, die Ideen von jemandem, der selber nichts Positives zu unserer Gesellshaft beiträgt, kriminell ist und der noch dazu absolut keinen Bezug zur Realität hat, zu verwenden, um Millionen von Menschen in finanzieller Abhängigkeit und totaler Kontrolle zu unterwerfen.

Ich bin übrigens überhaupt nicht der Ansicht, dass, den Arbeitsplatz zu verlieren, grundsätzlich an der Unfähigkeit eines jeden selbst liegt. Wie entstehen blos solche Ideen in den Köpfen der Leute.... ?

Aber wie schon gesagt, das System ist völlig am Ende und es ist mir mehr als rätselhaft, dass es immernoch Menschen gibt, die das ganze Gegenteil behaupten und immernoch denken, wir könnten alles "reparieren" und hinterher so weitermachen wir bisher. Wie, bitte sehr, soll das funktionieren, wie soll man sich das vorstellen?

HunabKu
 

Winston_Smith

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Ist es wirklich so vollkommen unmöglich, den Menschen für ihre Arbeit auch ordentliches Geld zu bezahlen?

Sie bekommen doch ordentliches Geld! Regelsatz, Wohngeld usw., Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Warum also nicht dafür arbeiten und sich damit sogar noch "etwas dazu" verdienen? Was spricht dagegen?

ws
 

Malakim

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HunabKu schrieb:
Ich bin übrigens überhaupt nicht der Ansicht, dass, den Arbeitsplatz zu verlieren, grundsätzlich an der Unfähigkeit eines jeden selbst liegt. Wie entstehen blos solche Ideen in den Köpfen der Leute.... ?

Du das habe ich auch nicht geschrieben. Hast Du generell Probleme Geschriebens zu verstehen oder bist Du böswillig?

Ich habe geschrieben das Ich mich selber in der Verantwortung sehen mich und meine Familie ernähren zu können. Es ist unerheblich ob ich durch ein Erdbeben oder meine persönliche Unfähigkeit arbeitslos geworden bin, es ist niemand ausser mir dafür zuständig diese Situation zu ändern. Es ist allerhöchstens sehr schön das ich nicht verhungern muß und mir von der Gesellschaft geholfen wird, VERLANGEN kann ich da nichts.

Das siehst Du anders, zumindest nach Deiner nörgelei zu urteilen.

Es wäre sicherlich schöner wenn niemand arbeiten müsste und alle einfach Heititeiti leben könnten aber bis jetzt geht das nicht und erwarten oder gar verlangen kann man das nicht.
 

Lazarus

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kann man natürlich schon verlangen - aber man sollte sich halt nicht wundern wenns abgelehnt wird! :lol:
 

dkR

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HunabKu schrieb:
Das heißt schlussendlich, wollen sie sich zum "Peter IV" etwas dazu verdienen, müssen sie für einen Euro pro Stunde arbeiten gehen.

HunabKu
Das heißt schlußendlich, wenn sie mehr Geld wollen, müssen sie sich halt nen Job suchen :egal:
Was ja irgendwo Sinn der Sache ist.
 

HunabKu

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Hallo Malakim
natürlich bin ich nicht böswillig. Ich habe mich nur auf folgendes, von dir geschriebene bezogen:
Zunächst ist es MEIN persönliches Versagen das ich arbeitslos bin.
klingt wie "Es ist meine Schuld, dass ich entlassen wurde"
....worauf ich dies hier antwortete:
Ich bin übrigens überhaupt nicht der Ansicht, dass, den Arbeitsplatz zu verlieren, grundsätzlich an der Unfähigkeit eines jeden selbst liegt.
Kannst du erkennen,dass es da einen Zusammenhang und keine Böswilligkeit gibt? Sehr wahrscheinlichhabe ich dich aber auch nur falsch verstanden....? Es scheint so.

Wenn du anschließend schreibst, dass es in der Verantwortung eines jeden selbst liegt seine Familie zu ernähren (also sich wieder um neue Arbeit zu bemühen) hast du selbstverständlich recht.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass wir ohne zu arbeiten leben und auf Heititeiti machen sollten. Woher stammt diese Unterstellung, habe das nie geschrieben, sorry.
Was ich möchte ist, dass jemand der einen Job hat angemessen dafür entlohnt wird und ich finde es unmöglich, die (Peter IV) Lage der Menschen, die in diesem Kreislauf drin stecken derartig auszunutzen, dass man sie 8 Stunden für 1 Euro/h arbeiten schickt (und das auch noch sehr oft körperlich schwer) und sie das tun, weil ihnen gar keine Wahl bleibt, wenn sie ihre Familie ernähren wollen. (für mehr als einen großen Wochenend-Einkauf reicht das "Dazuverdiente" eh nicht). Ein solcher Job ist ein Tropfen auf dem heißen Stein und bringt diese Leute nicht wirklich weiter. (Die, welche durch deren Arbeitkraft aber gut verdienen finden das selbstverständlich klasse. Billige Arbeitskraft eben.). 90 % der Leute die "Betrüger IV" bekommen sind gezwungen einen 1 Euro-Job zu machen wenn sie einen ergattern können lieber dkR. Wäre es leicht einen zu finden, müssten sie ja nicht von diesen Almosen (denn mehr ist das nicht) leben. Wir sollten also nicht so hochmütig sein und dahin sagen: "Sollen die sich doch einen vernünftigen Job suchen" So kann man nur reden, wenn man selbst nicht ineiner solchen Lage ist. Ich selbst bin und war, wie schon gesagt, auch nicht in einer solchen Lage, kann das Ganze aber trotzdem nachvollziehen und verstehe diese menschen, welche all zu oft von der Gesellschaft in eine bestimmte Schublade gesteckt werden, weil dieses Schubladendenken für die Öffentlichkeit geprägt wurde. Wie wäre es denn mal mit diesen Leuten zu reden und sie zu fragen wie sie das sehen und inwelcher Situation sie sich gerade befinden? Die Frage nach dem Warum ist dabei besonders wichtig. Wie wäre es also mal mit eigener Meinungsbildung nicht mit einer vorgefertigten...? Das ist nämlich der Grund, warum ich diese Leute nachvollziehen kann obwohl es mich selbst nicht betrifft. Wäre das ein Problem?

HunabKu
 

Malakim

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HunabKu schrieb:
Hallo Malakim
natürlich bin ich nicht böswillig. Ich habe mich nur auf folgendes, von dir geschriebene bezogen:
Zunächst ist es MEIN persönliches Versagen das ich arbeitslos bin.
...worauf ich dies hier antwortete:
Ich bin übrigens überhaupt nicht der Ansicht, dass, den Arbeitsplatz zu verlieren, grundsätzlich an der Unfähigkeit eines jeden selbst liegt.
Kannst du erkennen,dass es da einen Zusammenhang und keine Böswilligkeit gibt?

Nein. Ich sprach von MIR und MEINEM empfinden nicht von etwas Grundsätzlichem oder allgemeinem. Ich lege an MIR den Anspruch an, das ich mich soweit bilde und ausbilde, das ich auch durch die Stürme des Lebens hindurch mich und meine Familie versorgen kann. Verliere ich meinen Arbeitsplatz und finde keinen neuen, so konnte ICH diesem MEINEM Anspruch nicht genügen.
Nirgendwo habe ich geschrieben das ich der Meinung bin das dieser Anspruch an jedem angelegt werden kann oder auch nur soll.

AN Deinen Beiträge erkenne ich das Du den inhaltlichen und sprachlichen Unterschied nicht ausmachen kannst, aber es gibt eben einen gewaltigen Unterschied.


HunabKu schrieb:
Ich bin auch nicht der Meinung, dass wir ohne zu arbeiten leben und auf Heititeiti machen sollten. Woher stammt diese Unterstellung, habe das nie geschrieben, sorry.
Was ich möchte ist, dass jemand der einen Job hat angemessen dafür entlohnt wird und ich finde es unmöglich, die (Peter IV) Lage der Menschen, die in diesem Kreislauf drin stecken derartig auszunutzen, dass man sie 8 Stunden für 1 Euro/h arbeiten schickt (und das auch noch sehr oft körperlich schwer) und sie das tun, weil ihnen gar keine Wahl bleibt, wenn sie ihre Familie ernähren wollen.

Also doch Heititeiti? Würden sie nicht Hilfe von der Gesellschaft bekommen (H4) würden sie schlicht verhungern, müssten betteln oder gar nur fürs essen den ganzen Tag arbeiten. Sie verdienen nicht "nur" 1€ die Stunde sondern den 1€ verdienen sie dazu!
Das damit natürlich auch Schindluder getrieben wird ist schon klar aber das Konzept an und für sich ist nicht Menschen unwürdig. Warum sollte man nicht z.B. auch verlangen das jeder der Hilfe vom Staat bezieht dafür seine Straße/Haus sauber hält oder sonstwie an die Gemeinschaft zurück zahlt?

HunabKu schrieb:
Wäre es leicht einen zu finden, müssten sie ja nicht von diesen Almosen (denn mehr ist das nicht) leben.

BINGO. Almosen. Wenn man Hilfe bekommt muß man der Sache ins Auge blicken, man ist dann (aus welchen Gründen auch immer) nicht in der Lage sich selber zu versorgen. Man steht nicht mehr auf eigenen Füssen, man wird von anderen getragen, man ist abhängig, man ist nicht mehr in der Situation Forderungen stellen zu können. Scheiß Lage. Ganz genau.

Meiner Meinung nach also sollte man mal aufhören an der "zu wenigen" Hilfe rumzumosern, sich freuen das wir sowas haben und seine Energie lieber darauf verwenden wie man die Menschen wieder in Lohn und Brot bekommt. Es ist ein Gesellschaftliches Problem das es eine ganze Menge Leute gibt die (vermeindlich) nichts können was man gebrauchen kann. Was für ein Verlust für alle beteiligten.

HunabKu schrieb:
Wie wäre es denn mal mit diesen Leuten zu reden und sie zu fragen wie sie das sehen und inwelcher Situation sie sich gerade befinden?

Das kommt darauf an mit wem Du sprichst, aber meist hört man nur genörgele das die Hilfe nicht ausreicht. Wie gesagt mein Vater war über 15 Jahre arbeitslos und ich habe NIE einen Mucks gehört darüber das er zuwenig HILFE bekommen würde, weil er HILFE garnicht wollte.

Merkst Du eigentlich nicht das Deine ganze Kritik aus einer übersteigerten Erwartungshaltung heraus entsteht? Jemand böses ist verantwortlich für die eigene Situation (die aber erwartungsgemäß gut sein soll), jemand böses verlangt Arbeit für Hungerlohn (der nach der Erwartung hoch sein soll), jemand böses zahlt nicht genug Hilfe (die nach der Erwartung höher sein soll), ...

Da gibt es aber kein RECHT auf Hilfe, wenn ein Löwe keine Zähne mehr hat dann geht er ein. Das wir Menschen uns gegenseitig helfen und einen Sozialstaat aufgebaut haben ist TOLL, aber ein natürliches RECHT darauf das die anderen Dich mit durchfüttern gibt es meiner Meinung nach NICHT.

Aber was hat das alles noch mit Köhler zu tun? (Trennen?)
 

HunabKu

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Aber was hat das alles noch mit Köhler zu tun? (Trennen?)
Ja, gern. Das Thema Köhler müsste auch durch sein, denn so viel gbt es dazu auch nicht zu sagen da kein ausreichendes Potenzial da ist.

Also, Malakim, dann haben wir uns wohl einfach nur missverstanden was den persönlichen Anspruch angeht. Thema abgehakt?
Ich kann übrigens sehr wohl sprachliche und Inhaltliche Unterschiede ausmachen. Manchmal liegt es einfach nur an einer nicht vollständig verständlichen Ausdrucksweise des Gegenüber, ist aber nicht weiter schlimm, wir können ja nachfragen und solche Dinge leicht klären, was wir ja nun gatan haben.

Mal etwas Grundsätzliches zu meinen Ansichten.
Ich halte "Peter IV" nach wie vor für völlig daneben, vordergründig auch wegen der "Quelle" der diese Idee entsprang. Dieser Mann ist nun mal nicht ernst zu nehmen und von daher auch seine Ansichten nicht. Leider sahen das unsere Volksvertreter anders. (..oder sollte ich lieber fragen: "Ist nun zu erkennen, wer wem digtiert was zu tun ist?")

Warum tun wir uns nur so schwer, soetwas wie den 1Euro-Job losgelöst von Hartz IV zu betrachten? Leute, das ist ein ganz normaler Job der auch (wie jeder andere) an einen Arbeitsvertrag gebunden ist. Dass sich manche Leute zu ihrer Stütze damit etwas dazu verdienen ist ja richtig aber ebenso viele Leute machen einen solchen Job obwohl sie (oder garade weil sie) KEIN Hartz IV bekommen. Du glaubst garnicht, wieviele Menschen es gibt, die überhaupt nicht beim AA oder der ARGE gemeldet sind weil sie das einfach nicht möchten. Würden wir diese Leute zu den AL-Zahzlen dazu rechnen, würden wir wohl einen Schreck bekommen nehme ich an. Aber ohne abschweifen zu wollen, ein 1Euro-Job ist ganz einfach ein Job dessen "Entlohnung" schon fast eine Bösartigkeit darstellt
Merkst Du eigentlich nicht das Deine ganze Kritik aus einer übersteigerten Erwartungshaltung heraus entsteht?
Wie schon gesagt, ich habe keine Erwartungshaltung. Mich selbst betrifft das nicht. Ich lege eben nur kein Schubladendenken an den Tag, welches so schön durch Meinungsbildung geprägt und welches quasi von den Leuten "erwartet" wird. Es ist doch gewollt, dass wir uns über die Menschen aufregen die sich wagen, etwas an diesen Frechheiten die sich Hartz IV oder 1Euro-Job nennen zu kritisieren. So sorgt man nebenbei gleich für das Wachstum unserer 2-Klassen Gesellschaft, welche immer weiter auseinander klafft.
Menschen die in dieser scheiß Lage (wie du sie richtig nennst) sind, wird jedes Recht auf eine Meinung abgesprochen indem man ihenen ein schlechtes gewissen einredet, sie bevormundet und mit Ängsten vollpumt, so dass sie letztlich auch kaum noch Selbstwertgefühl haben (was sie auch nicht haben sollen!) Haben sie nämlich erst resigniert, machen sie auch den Mund nicht mehr auf und werden auch nicht mehr aufsässig. Das ist nach meinem Empfinden der Plan der dahinter steckt
Unsere Volksvertreter haben einfach keine Ahnung, wmit welchem Geld die Menschen künftig ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen, während die Arbeitslosenzahlen ständig steigen, Tendenz: weiter steigend. Sie geben ihnen also ein Minimum und schaffen es durch schüren von Angst sie ruhig zu halten.

Die Würde des Menschen ist unantastbar So steht es als erstes im Grundgesetz. Last uns einfach mal genau über diesen Satz nachdenken.

Es ist an der Zeit, sich von diesem System zu verabschieden denn lange wird das Gerüst nicht mehr stehen, denn es ist vollkommen marode und wird immer instabiler. Wir müssen es nicht mal selber einreißen. Das tut es bereits seit einiger Zeit von selbst.
So, wie wir momentan noch leben, werden wir bald nicht mehr leben können. Am meisten wundert mich, dass es immernoch Leute gibt die denken das sei nicht so, es sogar abstreiten und die denken, es würde alles wieder gut und so wie früher werden. Weit gefehlt. Ich vermute fast, diese Leute wissen das alles auch, wollen es nur nicht sehen weil es einfach weh tut. Ich kann das sogar irgendwie verstehen.

HunabKu
 

Winston_Smith

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Warum tun wir uns nur so schwer, soetwas wie den 1Euro-Job losgelöst von Hartz IV zu betrachten? Leute, das ist ein ganz normaler Job der auch (wie jeder andere) an einen Arbeitsvertrag gebunden ist. Dass sich manche Leute zu ihrer Stütze damit etwas dazu verdienen ist ja richtig aber ebenso viele Leute machen einen solchen Job obwohl sie (oder garade weil sie) KEIN Hartz IV bekommen. Du glaubst garnicht, wieviele Menschen es gibt, die überhaupt nicht beim AA oder der ARGE gemeldet sind weil sie das einfach nicht möchten. Würden wir diese Leute zu den AL-Zahzlen dazu rechnen, würden wir wohl einen Schreck bekommen nehme ich an. Aber ohne abschweifen zu wollen, ein 1Euro-Job ist ganz einfach ein Job dessen "Entlohnung" schon fast eine Bösartigkeit darstellt

Sorry, aber den Absatz verstehe ich nicht. Der "1Euro"-Job ist doch an Hartz IV gekoppelt. Wer Hartz IV bezieht, kann sich etwas dazu verdienen und außerdem etwas für seine "Stütze" tun. Ganz platt gesagt: Jemand bekommt xy EURO an Stütze und zusätzlich noch xy EURO durch seinen "1Euro" Job. (Was übrigens bedeutet, dass er einen höheren Stundenlohn als nur den einen Euro hat.)

Und was meinst Du mit den Leuten, die ohne Hartz IV einen "1Euro"-Job machen? Geht das überhaupt? :O_O:

ws
 

HunabKu

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OK folgendes habe ich zum 1Euro-Job gefunden:
"Von Nicht-Beziehern von Arbeitslosengeld II kann die Zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung nicht verlangt werden" Was aber nicht eindeutig so zu verstehen ist, dass es nicht doch möglich ist. Es kann nur nicht verlangt werden....? Ich würde das so verstehen. Ich kenne nämlich Leute, die durch einen privaten Arbeitsvermittler 1Euro-Jobs bekommen haben. Schon möglich, dass dies über die Arge nur im Zusammenhang mit HartzIV möglich ist. Sollte ich mich, was diesen Punkt angeht geirrt haben, so nehme ich das gern zurück. Ich disanziere mich aber nicht vom Rest dieses Zitats welcher lautet:
Du glaubst garnicht, wieviele Menschen es gibt, die überhaupt nicht beim AA oder der ARGE gemeldet sind weil sie das einfach nicht möchten. Würden wir diese Leute zu den AL-Zahzlen dazu rechnen, würden wir wohl einen Schreck bekommen nehme ich an. Aber ohne abschweifen zu wollen, ein 1Euro-Job ist ganz einfach ein Job dessen "Entlohnung" schon fast eine Bösartigkeit darstellt
und alles was ich sonst noch schrieb ist nach wie vor meine Überzeugung

HunabKu
[/u]
 

Winston_Smith

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"Von Nicht-Beziehern von Arbeitslosengeld II kann die Zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung nicht verlangt werden" Was aber nicht eindeutig so zu verstehen ist, dass es nicht doch möglich ist. Es kann nur nicht verlangt werden....?

Entschuldigung. Aber das halte ich für ziemlichen Blödsinn. Die Sache ist klar: Wer kein ALG II bezieht, muß keinen "1Euro-Job" annehmen. Ganz einfach.

Ich kenne nämlich Leute, die durch einen privaten Arbeitsvermittler 1Euro-Jobs bekommen haben. Schon möglich, dass dies über die Arge nur im Zusammenhang mit HartzIV möglich ist.

Vielleicht fragst Du mal die "Leute" (gleich in der Mehrzahl?!), ob sie ALG II bezogen haben. Dann ist nämlich alles rechtens.

Aber ohne abschweifen zu wollen, ein 1Euro-Job ist ganz einfach ein Job dessen "Entlohnung" schon fast eine Bösartigkeit darstellt

Wieso Bösartig? Eine Person bekommt vom Staat monatlich Unterstützung für Miete, Klamotten, etc. Dafür verlangt der Staat, dass die Person einer Beschäftigung nachgeht, um etwas für das monatliche Geld "zu tun". Für diese Beschäftigung erhält die Person sogar noch extra Geld.

Was genau ist daran "bösartig", wenn man für monatliche staatliche Unterstützung z.B. ne Runde Müllsammeln geht?

ws
 

dkR

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HunabKu schrieb:
Dieser Mann ist nun mal nicht ernst zu nehmen und von daher auch seine Ansichten nicht. Leider sahen das unsere Volksvertreter anders. (..oder sollte ich lieber fragen: "Ist nun zu erkennen, wer wem digtiert was zu tun ist?")

HunabKu
"Peter" wollte doch IIRC sogar klagem damit dieses Machwerk - das so überhaupt nichts mehr mit seinem ursprünglichen Vorschlag gemein hatte - nicht seinen Namen trägt, oder?

Die Würde des Menschen ist unantastbar
Interessante Interpretation, wenn es gegen die Menschenwürde verstößt, für seinen Lebenunterhalt arbeiten zu sollen.

So, wie wir momentan noch leben, werden wir bald nicht mehr leben können.
Stimmt. Die Sozialkosten werden unbezahlbar.

Wieso wird bei solchen Diskussionen immer so getan, als seien Arbeitslose und H4ler das Maß aller Dinge und der Normalfall? Sind sie nicht. Sie sind eine kleine Minderheit mit großer Klappe.
 
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