AfD bei der nächsten Wahl - Weimar reloaded?

gaia

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Thema NGOs. Wow, ich komme im Traum nicht auf die Idee das die "Retter" im Mittelmeer unpolitisch sein könnten. Die Personen die dort tätig sind, da kann ich mir vorstellen das diese tatsächlich retten und helfen wollen, ja. Aber die Geldquellen, die Lenker und Leiter verfolgen in meinen Augen klar und deutlich politische Ziele.
Die Diskussion darüber ist auch sehr vergiftet und wird auf "Du willst die armen Menschen ertrinken lassen" reduziert.
Lenker und Leiter?
Was für Lenker und Leiter denn und warum die ""? Ich vermute du trennst NGO's in die, die du gut findest und verurteilst die NGO's auf dem Mittlmeer, die aber zB auch die Unterstützung von Ärzte ohne Grenzen hat. Sicher wie all die Retterei, Veränderungen zu Folge haben könnte, die du nicht mitmachen möchtest.
Geldquellen: dir ist aber nicht entgangen, das man ständig um Spenden bittet und man oft auch mitverfolgen kann was damit passiert?
Das sind zB die Unterstützer der Sea eye:
https://sea-eye.org/informieren#supporter

Was ich schrieb ist, dass NGO's auf sich aufmerksam machen und Dinge fordern die manche Parteien mitmachen oder auf das Parteien eingehen, weil die NGO's vor Ort sind.
Ich hab zB noch nie in meinem Leben Die Linke gewählt.
Menschen ertrinken lassen ist für mich aber tatsächlich nicht diskutabel, was die meisten Menschen auch genauso sehen. Daran ist nichts vergiftet.
Wir sind ja auch nicht gegen eine Bergwacht, weil Wanderer obwohl Wanderer immer blöder werden oder gegen eine Wasserwacht( innerhalb Deutschands) obwohl die Meisten ertrinkenden selber schuld sind.
Das Bsp Friesland hinkt. Man kann die Herkunftsländer der Flüchtlinge kaum mit Finnland vergleichen.
Verbote sind halt immer blöd, wenn man selbst einschränkungen auferlegt bekommt. Daher ist es schade, dass Menschen nicht von alleine Rücksicht auf andere nehmen- oder ihr eigenes Verhalten überdenken.
Wären Menschen weniger egoistisch, wären wir nicht da wo wir gerade sind.
 

Malakim

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Lenker und Leiter?
Was für Lenker und Leiter denn und warum die ""? Ich vermute du trennst NGO's in die, die du gut findest und verurteilst die NGO's auf dem Mittlmeer, die aber zB auch die Unterstützung von Ärzte ohne Grenzen hat. Sicher wie all die Retterei, Veränderungen zu Folge haben könnte, die du nicht mitmachen möchtest.
Nein das ist es nicht. Ich definiere Retten als "Aus Lebensgefahr bringen". Die tätigen Organisationen über die wir hier sprechen wollen aber viel mehr und da wird es dann politisch und ignoriert sogar geltendes Recht. Damit habe ich ein Problem.

Geldquellen: dir ist aber nicht entgangen, das man ständig um Spenden bittet und man oft auch mitverfolgen kann was damit passiert?
Das sind zB die Unterstützer der Sea eye:
https://sea-eye.org/informieren#supporter
https://sea-eye.org/informieren#supporter

Ja weiß ich.

Was ich schrieb ist, dass NGO's auf sich aufmerksam machen und Dinge fordern die manche Parteien mitmachen oder auf das Parteien eingehen, weil die NGO's vor Ort sind.
Ich hab zB noch nie in meinem Leben Die Linke gewählt.
Menschen ertrinken lassen ist für mich aber tatsächlich nicht diskutabel, was die meisten Menschen auch genauso sehen. Daran ist nichts vergiftet.
Nun vergiftet ist es wenn unterstellt wird man wolle die Menschen ertrinken lassen wenn die Diskussion sich eigentlich um die Einwanderung der Geretteten (Vergangenheit) in die EU dreht. Darüber kann man kaum diskutieren ohne auf die Strohmann diskussion man wolle die Menschen ertrinken lassen geführt zu werden.
Es gibt sicherlich einen verschwindenden Teil von Menschen die auch das Ertrinken billigen würden, alle anderen Kritiker haben viel eher nur was dagegen das die Geretteten in die EU Gebracht werden.

Wir sind ja auch nicht gegen eine Bergwacht, weil Wanderer obwohl Wanderer immer blöder werden oder gegen eine Wasserwacht( innerhalb Deutschands) obwohl die Meisten ertrinkenden selber schuld sind.
Natürlich, aber da spielt sich alles innerhalb der Gesetze ab und Du wirst Dich wundern wie hoch so eine Rechnung wird wenn man Dir Vorsatz nachweist. Da ist die Gesellschaft einig das man Menschen immer retten muß nur eben nicht auf Kosten der Allgemeinheit. Auch fehlt hier die illegale Einwanderung in die EU.


Das Bsp Friesland hinkt. Man kann die Herkunftsländer der Flüchtlinge kaum mit Finnland vergleichen.
Das tut mein Vergleich auch nicht. Der Vergleich zielt darauf ab was "Retten" ist und das die Überfahrt zur EU eben mehr ist als nur "Rettung". Das ist nämlich ein politischer Akt.


Verbote sind halt immer blöd, wenn man selbst einschränkungen auferlegt bekommt. Daher ist es schade, dass Menschen nicht von alleine Rücksicht auf andere nehmen- oder ihr eigenes Verhalten überdenken.
Wären Menschen weniger egoistisch, wären wir nicht da wo wir gerade sind.
Tja, aber so ist der Mensch und wenn man was ändern möchte sollte man den Faktor Mensch in die Gleichung einbeziehen.
Führen die Veränderungen in massive Freiheitsverluste, so wie es im Augenblick aussieht, dann geht das meiner Meinung nach ins Auge. Insbesondere da zu erwarten ist das die Freiheitsverluste vor allem die einfachen Leute treffen werden und nur wenig diejenigen die schon heute priviligiert sind.
 

gaia

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Nein das ist es nicht. Ich definiere Retten als "Aus Lebensgefahr bringen". Die tätigen Organisationen über die wir hier sprechen wollen aber viel mehr und da wird es dann politisch und ignoriert sogar geltendes Recht. Damit habe ich ein Problem.
In dem Moment wenn man jemanden vor dem ertrinken rettet, hat man aber Verantwortung für denjenigen. Und da kann man ihn eben nicht dahin zurück bringen wo sein Leben und seine Gesundheit, oder seine Menschenrechte bedroht sind. Rettung hört ja nicht bei Rettung vor direkter Bedrohung durch Tod auf.
Für mich ist das soziales/ menschliches Handeln. Die Berichte der Ärzte ohne Grenzen über Libyen kennst du ja sicher. Die stehen auch nicht umsonst hinter den NGOs auf dem Mittelmeer.
Das ist nicht politisch motiviert, sondern eine Gewissensentscheidung.
Da werden wir unterschiedlicher Meinung bleiben.
Nun vergiftet ist es wenn unterstellt wird man wolle die Menschen ertrinken lassen wenn die Diskussion sich eigentlich um die Einwanderung der Geretteten (Vergangenheit) in die EU dreht. Darüber kann man kaum diskutieren ohne auf die Strohmann diskussion man wolle die Menschen ertrinken lassen geführt zu werden.
Es gibt sicherlich einen verschwindenden Teil von Menschen die auch das Ertrinken billigen würden, alle anderen Kritiker haben viel eher nur was dagegen das die Geretteten in die EU Gebracht werden.
Dann sollte man klar stellen, dass es nicht darum geht. Und doch lese ich das immer wieder.
Wir sollten schon längst soweit sein uns über ein einwanderungsgesetz zu unterhalten, stimmt- über Trennung von Asyl und Migration, anstelle über düstere Legenden rund um Flüchtlinge.
Man hat aber laufend mit Hassverbreitern zu tun und Menschen die gerne Furcht verbreiten.
Von der AFD befeuert, um die es ja hier eigentlich geht. Denn die AFD trägt eben nicht dazu bei, dass man solche Dialog führen kann.
Tja, aber so ist der Mensch und wenn man was ändern möchte sollte man den Faktor Mensch in die Gleichung einbeziehen.
Führen die Veränderungen in massive Freiheitsverluste, so wie es im Augenblick aussieht, dann geht das meiner Meinung nach ins Auge. Insbesondere da zu erwarten ist das die Freiheitsverluste vor allem die einfachen Leute treffen werden und nur wenig diejenigen die schon heute priviligiert sind.
So wie es jetzt ist? Ja.
Daher darf eine Steuererhöhung auch nicht einseitig sein, es braucht auch den sozialen Ausgleich. ZB : energiegeld pro Person, was kinderreichen Familien zu Gute käme, Ausbau und Vergünstigung der Öffentlichen die auch spürbar sind, Sonderregelungen da, wo das Auto gebraucht wird, bzw das Nutzen Öffntlicher nicht möglich. Keine Mwst für Strom usw.... Ich will damit sagen, dass die momentanen Maßnahmen halt schon nichts davon bieten.
Da muss noch viel passieren.*
Augsburg versucht es zB so: https://www.tagesschau.de/inland/mobilitaet-flatrate-augsburg-101.html?utm_source=pocket-newtab
(und ja genau, auch die Landbevölkerung darf nicht zu kurz kommen)
Was die Union angeht, so stimme ich dir teilweise zu. Die verbiegen sich zu offensichtlich. Sieht man ja jetzt nach der Wahl in Thüringen. Ich denke auch, dass es die AFD schwächen würde, würde die Union nicht auf grün machen.
( anderseits wollen das auch die Wähler, die sie noch wählen, bzw weicht man in Bayern auf die freien Wähler aus)
* und das nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch, weil wir zB mit Autos langsam vollkommen überlastet sind.
 
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Malakim

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In dem Moment wenn man jemanden vor dem ertrinken rettet, hat man aber Verantwortung für denjenigen. Und da kann man ihn eben nicht dahin zurück bringen wo sein Leben und seine Gesundheit, oder seine Menschenrechte bedroht sind. Rettung hört ja nicht bei Rettung vor direkter Bedrohung durch Tod auf.
Für mich ist das soziales/ menschliches Handeln. Die Berichte der Ärzte ohne Grenzen über Libyen kennst du ja sicher. Die stehen auch nicht umsonst hinter den NGOs auf dem Mittelmeer.
Das ist nicht politisch motiviert, sondern eine Gewissensentscheidung.
Da werden wir unterschiedlicher Meinung bleiben.
Nö. Ich bin ganz Deiner Meinung und ganz genau an der Stelle offenbart sich die politische Seite der betreffenden NGOs. Als Frau Rakete die Einfahrt in einen Italienischen Hafen erzwungen hat, gab es sichere Ausweichhäfen auf dem Afrikanischen Kontinent. Diese waren schneller zu erreichen als jeder Europäische Hafen. Das hätte im Sinne der Menschenrettung mehrere Vorteile gehabt, es wäre nämlich die katastrophalen Umstände an Bord durch das warten auf die Einfahrgenehmigung weggefallen. Auch hätte man schneller wieder vor die Lybische Küste fahren und weitere Flüchtlinge aufnehmen können. Es wurde aber dennoch die Überfahrt nach Europa gewählt. Gründe dafür dürften wohl politischer Natur sein, mir fallen keine menschlichen, netten oder humanistischen Gründe ein. Die Geretteten wurden benutzt.

Wir sollten schon längst soweit sein uns über ein einwanderungsgesetz zu unterhalten, stimmt- über Trennung von Asyl und Migration, anstelle über düstere Legenden rund um Flüchtlinge.
Ganz genau. Das Hauptinteresse sollte doch wohl da liegen das kein Mensch in ein Schlauchboot steigen muß. Es muß geregelt werde. Warum passiert das nicht und warum wird da eigentlich kein Druck ausgeübt sondern nur beim erzwingen der Einfahrt in Europäische Häfen?
Auch dafür fallen mir nur politische Gründe ein. Es sollte den "Rettern" wohl am meisten am Herzen liegen das der Strom an zu rettenden Schlauchbooten versiegt, doch dahin macht niemand auch nur eine Bewegung.

Man hat aber laufend mit Hassverbreitern zu tun und Menschen die gerne Furcht verbreiten.
Von der AFD befeuert, um die es ja hier eigentlich geht. Denn die AFD trägt eben nicht dazu bei, dass man solche Dialog führen kann.
Wie tut die AFD das denn? In meiner Wahrnehmung kann man Dialoge in der Regel nicht führen weil alle Argumente die auf eine von Links unerwünschte Lösung zu laufen niedergebrüllt werden und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Das die AFD alleine Schuld daran sein soll das keine Dialoge geführt werden können ist objektiv Unfug und das kann man sehr schön an der Vorgängen an der Uni Hamburg sehen.

So wie es jetzt ist? Ja.
Daher darf eine Steuererhöhung auch nicht einseitig sein, es braucht auch den sozialen Ausgleich. ZB : energiegeld pro Person, was kinderreichen Familien zu Gute käme, Ausbau und Vergünstigung der Öffentlichen die auch spürbar sind, Sonderregelungen da, wo das Auto gebraucht wird, bzw das Nutzen Öffntlicher nicht möglich. Keine Mwst für Strom usw.... Ich will damit sagen, dass die momentanen Maßnahmen halt schon nichts davon bieten.
Ach das Finanzielle bekommen wir in den Griff, mir bereitet Sorge das es technisch so nicht gehen kann, die Forderungen die gemacht werden und die von den meisten Parteien bereits angestrebt werden sind in keiner Form (technisch) tragfähig. Mit Windkraft und Solar kann unser Stromnetz technisch nicht betrieben werden, egal wieviele Windmühlen wir aufstellen. Es fehlt der Energiespeicher, es fehlen die großen Kapazitäten. Das gleichzeitige Zurückfahren der großen Kapazitäten (AKW und Kohle) ohne auch nur eine Idee zu haben wie man das ersetzen soll ist mehr als nur ein wenig fahrlässig. Die Netzbetreiber haben da ganz sachlich darauf hingewiesen das die Versorgung des Landes mehr als nur ein wenig gefährdet ist.
Die schwankende Versorgung durch Sonne und Wind bringen weitere sehr sehr schwer zu lösende technische Probleme mit sich.
Wir schalten schon jetzt regelmäßig Industriebetriebe vom Netz weil wir sie nicht versorgen können. Was glaubst Du was das für den Standort Deutschland und Investitionen bedeutet?

Wärend wir also die Versorgung sehr instabil werden lassen rampen wir den Verbrauch unendlich in die Höhe. Elektromobilität soll es sein, alle sollen E-Auto, E-Roller und E-Fahrrad fahren.
Nur um Dir da mal ein paar Zahlen an die Hand zu geben:
Wölttest Du Deinen Tesla in 15 Minuten Voll tanken, so würde ein Kupferkabel 65Kg pro Meter wiegen nur damit es nicht verglüht beim befüllen.
Die Ladestationen und Kabel werden aktiv gekühlt.
In einem in Hamburg neuen (3 Jahre alt) Industriegebiet mit einer Amazon Niederlassung geben die Leitungen in der Erde EINE Schnelladestation her. Wir wollten eine Ladestation an unserer Firma aufbauen, das gibt die derzeitige Infrastruktur nicht her, es gibt in der Straße schon eine.
Die derzeit hinter den Kulissen angestrebte Lösung ist die Ladekapazitäten der Säulen zu drosseln je mehr Fahrzeuge laden. Dann dauert es eben deutlich länger bis ein Auto geladen ist. Schön wenn man Morgens zur Arbeit muß und das Auto leer ist, oder?
Ein LKW könnte man mit Akku, beim besten technischen Willen etwa 4 Stunden fahren und müsste dann viele Stunden Laden. Schaust Du mal auf Autobahnraststätten so wirst Du da viele viele LKWs stehen sehen die dann alle geladen werden wollen. Da muß dann ein Umspannwerk größeren Ausmaßes entstehen damit das überhaupt möglich ist, das wir den Strom überhaupt nicht haben kommt noch oben drauf.
Da kann die Lösung dann im Wasserstoff liegen aber auch das können wir noch nicht recht industrialisieren. Versuche mit Bussen sind da schon mehrfach gescheitert, um die Brennstoffzelle nicht zu beschädigen muß der Wasserstoff eine Reinheit aufweisen die in Feld Wald und Wiese schwer erreichbar ist.

Doch trotz all solcher, realen und sachlichen Einwände soll das ganze erzwungen werden. Man darf gespannt sein wann es an den Baum fährt und wie doll es dann kracht. Aber bei einem bin ich ziemlich Sicher, es wird vor allem die Schwachen treffen und zwar hart und ich fürchte das Thema Klimawandel und Umweltschutz wird dann gestrichen denn wenn es darum geht was bringe ich Morgen auf den Tisch, dann kümmert das keinen mehr.

Um den Bogen zu schließen, mich wundert nicht das die Wähler der AFD mehr werden denn das ist leider(!) derzeit die einzige Partei die gegen diese Situation aktiv anstreitet. Naja von der FDP kommen zögerlich und leise ab und zu stimmen das es wohl nicht gehen wird, dafür wurde Herr Lindner an der Uni Hamburg am reden gehindert und zwar ... von den Linken.
 

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Malakim

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gaia

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Ich bin ganz Deiner Meinung und ganz genau an der Stelle offenbart sich die politische Seite der betreffenden NGOs. Als Frau Rakete die Einfahrt in einen Italienischen Hafen erzwungen hat, gab es sichere Ausweichhäfen auf dem Afrikanischen Kontinent. Diese waren schneller zu erreichen als jeder Europäische Hafen. Das hätte im Sinne der Menschenrettung mehrere Vorteile gehabt, es wäre nämlich die katastrophalen Umstände an Bord durch das warten auf die Einfahrgenehmigung weggefallen. Auch hätte man schneller wieder vor die Lybische Küste fahren und weitere Flüchtlinge aufnehmen können. Es wurde aber dennoch die Überfahrt nach Europa gewählt. Gründe dafür dürften wohl politischer Natur sein, mir fallen keine menschlichen, netten oder humanistischen Gründe ein. Die Geretteten wurden benutzt.
Sie war bereits vor Lampedusa, als sie letztlich eingefahren ist.
Was du erwartest ist, dass sie die Flüchtlinge nicht nach europa bringt( bzw die NGO' das nicht tun), was aus den von mir erklärten Gründen nicht geschieht. Da wurden doch die Gerettten nicht benutzt.
(https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/presse/seenotrettung-entsetzliche-bilanz)
In dem verlinkten Interview wird klar, dass sie von der Politik"handeln" fordert.
Um Lampedusa gehts etwa bei 6:40
https://www.n-tv.de/mediathek/sendu...k9Sw1VkVhu9fEIYzi6N_gwa0ac#Echobox=1572969906
Wobei Carola Rackete jetzt nicht direkt für eine NGO spricht, sondern für sich selbst. Also sie vertritt eine politische Meinung, ihr ist zB nicht wirklich eine Partei gut genug, ich halte sie insgesamt teilweise für zu radikal.
Zurück zu den NGO's. Das diskussionswürdige ist für mich nicht, dass man Menschen nicht nach europa bringt, sondern das was geschieht wenn sie da sind. Da geht dann die Politik los.( btw kommt auch Carola Rackete darauf, wenn sie Verständnis für Italien zeigt)
Das Hauptinteresse sollte doch wohl da liegen das kein Mensch in ein Schlauchboot steigen muß. Es muß geregelt werde. Warum passiert das nicht und warum wird da eigentlich kein Druck ausgeübt sondern nur beim erzwingen der Einfahrt in Europäische Häfen?
Wie soll man denn Druck ausüben der bewirkt, das Fluchtursachen bekämft werden?*
Der Druck wird ja dadurch ausgeübt das man rettet, weil dadurch nicht übersehen werden kann, wie viele Menschen fliehen. Und mich stören die Migranten und Flüchtlinge hier nicht.
Die AFD ist numal ein von Rechtsextremen durchzogen Partei. Da muss ich nur Höcke lesen. Ich verfolge das jetzt seit Jahren, da werden Fakebilder und Meldungen verbreitet überall Bemerkungen gemacht um Fremdenhass zu schüren. Sobald man auf die AFD kommt, wird auch nur zu gern nach links gedeutet. Manch einer sollte langsam zusehen, das er auf dem rechten Auge nicht blind wird. Bitte nicht angsprochen fühlen.
Meine Meinung ist aus erfahrungen gebildet- wer wählt die AFD, was schreiben diese Leute und leider sind das imo viel zu viele
Ich hatte übers Wochenende konservativen Besuch. Jemand der die FW gewählt hat und Söder mag.
Der findet die AFD rechtsradikal und meint sogar man sollte gar nicht mit denen diskutieren.
Lucke. Naja. Zu Meinungsfreiheit gehört auch Widerspruchsmöglichkeit.
Wobei ich es nun aber trotzdem toll finde, dass sich Höcke nicht nach Regensburg getraut hat. ( die Linke hat bei der letzten Wahl aber kaum einer gewähl, ich glaube die haben nichtmal 5% geknackt)
Da hat übrigns dr AFD Kandidat mit Schrckschuß auf Demostranten geschossen. ( das innerhalb der AFD Jugend Schießübungen stattfinden, weißt du bestimmt) Also bitter :-(!
Zu e- Mobilität antworte ich morgen oder so.
Was die Position der Union angeht, bin ich wohl so ziemlich deiner Meinung.
 
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Aufhören nur wieder gewählt werden zu wollen und wirklich ernsthaft über mögliche Lösungen nachdenken.
Das könnte auch mal parteiübergreifend geschehen. Die Lösung der einen redet die andere schlecht und dreht möglicherweise den Kurs in der nächsten Legislaturperiode. Das bedeutet möglicherweise (in manchen Fragen) ein stückweit eine Änderung politischer Entscheidungskultur.
 

gaia

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Das könnte auch mal parteiübergreifend geschehen. Die Lösung der einen redet die andere schlecht und dreht möglicherweise den Kurs in der nächsten Legislaturperiode. Das bedeutet möglicherweise (in manchen Fragen) ein stückweit eine Änderung politischer Entscheidungskultur.
Das Problem dabei ist imo, dass Menschen Parteien schon bewusst wählen möchten. Also wegen der Positionen.
Also einem Teil der Wähler und Wählerinnen ist Klimaschutz/ Tierschutz/ Umweltschutz wurscht.
Und die wissen nicht mehr, wen sie wählen sollen.
Dann wären noch die , die nichts gegen Umwltschutz perse haben( nur die grünen zu heftig finden)er ein Problem mit starker Migration haben, di habn auch ein Problem, weil sie eher keine Partei wie die Freien wähler zur Verfügung haben.
Oder die, die jetzt nicht so direkt Russland toll finden, aber sich ansonsten als Arbeiter gern mal wiedr vertreten gefühlt hätten, ohne gleich grün zu werden- und links ja schon gar nicht. Die sind von der SPD schon lang nicht mehr vertreten.
 
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mir geht es vor allem um Extremismus und die generell zu erwartende Entwicklung in der westlichen Welt.
Okay. Die Entwicklungen in den letzten Dekaden, sagen wir mal nach der Wende, sind in der zweiten Hälfte durchaus besorgniserregend - da pflichte ich dir auch bei. Es wirkt so, als wären wir in der westlichen Welt zwei Schritte nach vorn gegangen und hätten einige Länder aus dem ehemaligen Ostblock mitgerissen, und befänden wir uns gerade auf dem einen Schritt zurück. Nun folgt seit einigen Jahren die Reaktion, denn wie es so typisch ist, will Demokratie, Rechtsstaat, Gewaltenteilung, etc. erstmal gelernt werden. Und freilich werden dann auch Stimmen laut, die zum Beispiel sagen, dass früher alles besser gewesen sei, nicht zuletzt auch Anhänger des alten Systems. Nehmen wir die DDR: die hat in Westdeutschland vor der Wende ganz fleißig den Linksextremismus unterstützt und selbst Entführungen vorgenommen. Was war das für ein extremer Staat mit seinem Spitzelapparat von mehr als 200.000 Personen! Dann kam die Wende - und auf einmal war Demokratie. Wen wundert es, dass die politische Landschaft nach drei Jahrzehnten in den neuen Bundesländern eine recht andere ist als in den alten Bundesländern. Und der Rückfall in noch extremere Ausrichtungen ist dort ebenso freilich größer. Die Frage ist, ob das nicht von vornherein abzusehen war, dass dies die Gefahr werden würde. Polen - hat nun ebenfalls von der Demokratie gekostet. Nun beginnt scheinbar ein hartes Ringen um das politische System. Brexit: hier sieht man das alte Streben nach Selbstbestimmung, und Großbritannien braucht sich nicht wundern, dass die Schotten sich möglicherweise auch gerne trennen würde. Das sind ganz alte Kamellen, die aufkochen, die aber vielleicht auch zeigen, wie langwierig gesellschaftliche und politische systemische Entwicklungen wirklich sein können.
Rassismus in den USA? Und man findet ihn immer noch. Gerade im Hintergrund dessen, dass sich die Bevölkerungsstruktur bis 2050 gehörig verändern wird - die weiße Bevölkerung könnte dann die Minderheit sein - ist das Thema brisant, wie auch das Ringen der beiden großen Parteien. Aber man vergleiche mal die Situation mit 1950 und mit 1850.
Religiöser Fanatismus: Da hat sich im Westen wirklich etwas geändert. Und damit meine ich auch, dass es längst nicht mehr so leicht ist, Anhänger des Christentums durch Bibelverse aufzuhetzen. Das kriegen noch extreme Freikirchen hin. Aber die Großkirchen in den westlichen Ländern: die wollen das gar nicht mehr. Interreligiöser Dialog ist die Devise.

Naja, man kann spekulieren, dass sie irgendwann mal auf irgendeinem Level abnehmen werden, aber das wäre imho an ganz andere Voraussetzungen gebunden und es scheint bisher nichts darauf hinzudeuten.
Es hängt auch mit der Lebenszufriedenheit zusammen. Wie zufrieden ist man mit dem, was man hat, welche Möglichkeiten man hat. Vielleicht wird es schwieriger, Zufriedenheit zu finden, wenn ständig suggeriert wird, dass man eigentlich noch etwas braucht, und man dafür rackert, statt sich vielleicht auch mal mehr Muße hinzugeben.
 

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Das Problem dabei ist imo, dass Menschen Parteien schon bewusst wählen möchten. Also wegen der Positionen.
Also einem Teil der Wähler und Wählerinnen ist Klimaschutz/ Tierschutz/ Umweltschutz wurscht.
Das stimmt durchaus. Allerdings habe ich hier mal eine Veranstaltung erlebt, bei der es um die Einbindung der Zivilgesellschaft ging. Man suchte wirklich gemeinsam Ideen für die Stadt. Es waren Stadtratvertreter verschiedener Parteien da, die allerdings ganz bewusst nicht auf Konfrontation miteinander gegangen sind, weil es eben auch nicht die Devise war. Eigentlich suchte jeder von ihnen das Gespräch und war zum Beispiel in Arbeitsgruppen schlicht und einfach als "normale Teilnehmer" dabei. Sie haben gesagt, aus welcher Partei sie sind - das war es dann auch schon. Es ging um Zusammenarbeit. Sicher: auch das setzt wieder einen Grundkonsens voraus...
 

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Das stimmt durchaus. Allerdings habe ich hier mal eine Veranstaltung erlebt, bei der es um die Einbindung der Zivilgesellschaft ging. Man suchte wirklich gemeinsam Ideen für die Stadt. Es waren Stadtratvertreter verschiedener Parteien da, die allerdings ganz bewusst nicht auf Konfrontation miteinander gegangen sind, weil es eben auch nicht die Devise war. Eigentlich suchte jeder von ihnen das Gespräch und war zum Beispiel in Arbeitsgruppen schlicht und einfach als "normale Teilnehmer" dabei. Sie haben gesagt, aus welcher Partei sie sind - das war es dann auch schon. Es ging um Zusammenarbeit. Sicher: auch das setzt wieder einen Grundkonsens voraus...
Der Grundkonsenz wird das Problem sein.
Ich fände aber dann Gedanken einer expertenbildung gut, die dann von allen anerkannt werden.
Da wird aber nichts draus. Sieht man aktuell ja wieder sehr gut in Thüringen.
 

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Sie war bereits vor Lampedusa, als sie letztlich eingefahren ist.
Was du erwartest ist, dass sie die Flüchtlinge nicht nach europa bringt( bzw die NGO' das nicht tun), was aus den von mir erklärten Gründen nicht geschieht. Da wurden doch die Gerettten nicht benutzt.
Meiner Wahrnehmung nach eben schon. Es gab möglichkeiten sichere Häfen in Afrika anzulaufen, die gibt es eigentlich immer und es wird eben immer die Fahrt in die EU gewählt. WIr brauchen dieses Thema aber eigentlich nicht auswalzen da es mich, egal welche Lösung gerade aktuell ist, nicht sonderlich anhebt.
Wir sind einig: Niemand soll im Mittelmeer ertrinken. Es muß eine Lösung her die nicht erzwingt das irgendwelche Organisationen retten gehen müssen. Die Gesetzeslage muß so geändert werden das diese ganzen Themen aus der illegalität heraus kommen usw. usw.
Das ganze Flüchtlingsthema würde mich nicht zur AFD treiben und ich kenne eigentlich keinen AFD WÄhler der deswegen AFD wählt (und da ich in Brandenburg wohne kenne ich mehrere AFD Wähler).

Wie soll man denn Druck ausüben der bewirkt, das Fluchtursachen bekämft werden?*
? Nein es soll Druck ausgeübt werden das eine geregelte und gesetzlich eindeutige Einwanderung ermöglicht. Das muß dann auch durchgesetzt werden. Derzeit ist das doch alles eine Grauzone und es ist diese Grauzone die zu Schlauchbooten auf dem Mittelmeer führt.

Der Druck wird ja dadurch ausgeübt das man rettet, weil dadurch nicht übersehen werden kann, wie viele Menschen fliehen.
Der Druck geht in die Richtung das man alle so wie sie kommen aufnehmen muß. Es wurde eine höchst verlogene Diskussion über eine Obergrenze geführt. Selbstverständlich gibt es eine Obergrenze zumindest wenn wir unsere Sozialsysteme, Medizinische Versorgung etc. in dieser Qualität aufrecht erhalten wollen. Ein ungeregleter und ungebremster Zuszug in diese Systeme wird diese notgedrungen zum Scheitern bringen denn Geld muß tatsächlich erwirtschaftet werden und ist irgendwann alle.

Die AFD ist numal ein von Rechtsextremen durchzogen Partei. Da muss ich nur Höcke lesen. Ich verfolge das jetzt seit Jahren, da werden Fakebilder und Meldungen verbreitet überall Bemerkungen gemacht um Fremdenhass zu schüren. Sobald man auf die AFD kommt, wird auch nur zu gern nach links gedeutet. Manch einer sollte langsam zusehen, das er auf dem rechten Auge nicht blind wird. Bitte nicht angsprochen fühlen.
Warum kommt man auf Links wenn man von Rechts spricht?
Das liegt in meinen Augen daran das sich etwas in unserem Land gegenseitig hochschaukelt, genau wie in der Weimarer Republik. Die beiden Extreme gehören zusammen, bedingen sich, beschleunigen sich gegenseitig.
Zu glauben das die Menschen nur aus Fremdenhass AFD wählen ist sehr kurz gegriffen.
Leider kann man auch schön beobachten wie das mit den Fakebildern nicht nur von der AFD betrieben wird. Es gibt Ausschreitunegn in Chemnitz? Da werden noch einige Nazis dazugeschnitten weil es so schön ins Bild passt. Reporter veröffentlichen erfundene Geschichten weil sie so schön dem gewünschten Narrativ folgen usw. usw. es läuft eine Propaganda von beiden Extremen und wir sitzen dazwischen.
Mir ist unklar wie man das eine sehen und bemängeln kann ohne das andere auch zu sehen, ganz egal welches Du zuerst bemerken möchtest.

Meine Meinung ist aus erfahrungen gebildet- wer wählt die AFD, was schreiben diese Leute und leider sind das imo viel zu viele
Ich wohne in Brandenburg, mein Team kommt überwiegend von der TU Dresden und ich kenne tatsächlich einige AFD Wähler. Keiner von denen ist Rassist oder wählt die AFD wegen der Flüchtlingskrise. Die wählen die AFD weil:

* die Maßnahmen der Regierung zum Thema Klima gemeingefährlich blöd sind und alle Parteien mitmachen. Protest geht nur über die AFD
* Sie merken das es stark in Richtung DDR2.0 geht mit aufgezwungenem Gendersprech, es immer weiter auf eine einzige "moralisch richtige Meinung" zu läuft, Broschüren zum erschnüffeln von anders denkenden in Kindergärten herausgegeben werden (auch noch von Ex Stasi Funktionären), Enteignungen voll Knorke sind, Block Partei Bildung (um die richtige TM Meinung an der Regierung zu halten koaliert eben CDU mit Links was solls) ... die ehemaligen DDR Bürger kennen das alles noch und wissen auch wie sich das real manifestiert

Das alles auf Rassismus zu reduzieren ist ein politischer Propagandakniff um die eigentlich diskutierbaren Themen nicht wahrnehmen zu müssen. Der Kniff funktioniert selbstverständlich deswegen so super weil es zweifelsfrei zu viele Rassisten und sonstwas für abzulehnende Leute in der AFD gibt. Leider gibt es aber sonst keine Möglichkeit Protest zu wählen da wir ja eine Blockparteien Bildung sehen.
Oder meinst Du es ist die Richtige Reaktion auf eine Wahl mit deutlichem Rechtsruck und über 50% Wählern rechts von der Mitte eine Regierung zu bilden die noch weiter links steht?
Ich glaube das beschleunigt die AFD und ich hoffe das wir nicht eines Tages ein Wahlergebnis sehen bei der die Regierungsbildung eindeutig der AFD zufällt.

Ich hatte übers Wochenende konservativen Besuch. Jemand der die FW gewählt hat und Söder mag.
Der findet die AFD rechtsradikal und meint sogar man sollte gar nicht mit denen diskutieren.
Was willst Du mir nun damit sagen? So lautet der Konsens.

Lucke. Naja. Zu Meinungsfreiheit gehört auch Widerspruchsmöglichkeit.
Niederschreien ohne anhören ist doch kein sinnvoller Widerspruch? Das ist was die Schlägertrupps in der Weimarer Republik getan haben. Wo das dann alles mündet wissen wir schon.

Wobei ich es nun aber trotzdem toll finde, dass sich Höcke nicht nach Regensburg getraut hat. ( die Linke hat bei der letzten Wahl aber kaum einer gewähl, ich glaube die haben nichtmal 5% geknackt)
Da hat übrigns dr AFD Kandidat mit Schrckschuß auf Demostranten geschossen. ( das innerhalb der AFD Jugend Schießübungen stattfinden, weißt du bestimmt) Also bitter :-(!
Was soll ich sagen, die gehen garnicht. Ändert aber nichts.

Zu e- Mobilität antworte ich morgen oder so.
In meinen Augen ist das Thema Klima, Dieselfahrverbote und all sowas ein mindestens ebenso großer Motor für die AFD wie Flüchtlinge.
 

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Zur energiewende...
Ich finde ganz grundsätzlich, dass es ohne Verzicht nicht geht. Alle Autos durch e- Autos ersetzen zu wollen ist imo Quatsch. Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer muss sich ändern und dafür braucht es Anreize. Di Autos müssen weniger werden. Hier in R merkt man schon Veränderungen, es gibt immer mehr Radfahrer. Hier gehts gerade um Fahrradstraßen und Fahrradbrücken und Möglichkeiten das Rad abzustellen usw. Befreiung von Autos verbunden damit, dass man es nicht braucht. Im Gewerbegebiet soll jetzt tatsächlich eine Art Minibus fahren, der einen an die richtige ecke bringt. e- busse fahren durch die innere Altstadt und vermutlich werden wir wieder eine Straßenbahn haben.
es geht also darum, die vorhandene energie effizienz zu nutzen, was dann natürlich eine Umstellung* für den einen oder anderen ist/ wäre.
Was die Herkunft des Stroms angeht, so hast du Biomasse und Wasserkraft vergessen. Ich beziehe meinen Strom zb von den Stadtwerken. Aktuell zu ca 60% erneuerbar, das steigt ständig an. Der grüne Anteil daran ist größtenteils aus Wasserkraft. Bzw kann man das komplett so haben.
Wir brauchen also nicht überall massenhaft Windräder oder Solaranlagen.
Dazu kommt, dass ich durchaus die Meinung vertrete, man könne Strom durch AKW's abdecken- bis die Versorgung ausgebaut ist und man bsw was Wasserstoff angeht, aufgeholt hat.
Von abgestellten Industrieanlagen, aufgrund Strommangel habe ich noch nichts gehört, hättest du da nen link- das interessiert mich?
Aber mal davon abgesehen, könnte man Industrie durchaus in die Sahelzone auslagern- da ist Solar kein Problem und es wäre Fluchtursachen Bekämpfung.( Simple hat dazu was im chat verlinkt)
https://www.nzz.ch/meinung/in-den-s...-wuestenstaaten-zu-europas-vietnam-ld.1514197
Was die Ladesäulen angeht, so sind ja bereits Stromtrassen geplant.
Bzw gibts auch was die Battrieen angeht, bereits Fortschritte, wir hinken da aber nur überall hinterher.
Allen voran gesetzt ist aber die Reduzierung des Verkehrs, durch den Ausbau der Öffentlichen. Car sharing, Park and ride....
* Umstellung auch insgesamt, in Streichers blog schreiben wir ja darüber.
 
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Was willst Du mir nun damit sagen? So lautet der Konsens
Ich will damit sagen, dass man das immer wieder klar machen muss. Auch wenn das für einen selbstverständlich ist. In dieser Zeit wird/ ist das sehr wichtig. Auch um klar zu machn worüber wir diskustiern sollten.
Den Nationalsozialismus hatten wir ja nicht wegen des Widerstands. Das Niederschreien im Fall von Lucke geschah ja, wegen dem was er ist. Wir haben halt Demostrationsrecht. Und deswegen auch Naziaufmärsche.
Das die Vorlesung jetzt aber mit Hilfe der Polizei gehalten werden soll, finde ich gut.
Was soll ich sagen, die gehen garnicht. Ändert aber nichts.
Doch wenn ausreichend Menschen das vermitteln, denkt der eine oder andere viell nach wen er da wählen möchte.
Ich habe zwei Bekannte mit denen ich noch via FB Kontakt hatte inzwischen aus meinen Kontakten entfernt.
Die eine nicht, weil die ständig AFD Parolen von sich gegeben hat(Flüchtlingsfeindlich ohne ende), da dachte ich mir, dsas sie Ängste hat und man ja nicht weiß warum und diese abbauen muss. erst als sie sich zu NeoNazis bekannt hat wars das für mich.( verbunden mit ihrer Aufforderung, wem das nicht gefällt, soll verschwinden), der andere hat zuletzt NPD Slogans gepostet.
Damit will ich sagen, dass man manchmal klare Kante zeigen muss. Solche Leute müssen eben merken, dass ihr Minug nicht einfach so hingenommen wird.
In meinen Augen ist das Thema Klima, Dieselfahrverbote und all sowas ein mindestens ebenso großer Motor für die AFD wie Flüchtlinge.
Ja klar, die AFD wirbt ja mit dem Dieselfahrvrbot und dem für sie nicht vorhandenen Klima- Problem. Bei ersteren kann sich eine andere Partei ebnfalls dagegen stellen. Beim Thema Klimawandel nicht- da kanns nur um das wie gehen nicht ums ob.
Nachtrag:
Lange galt Deutschland als Vorreiter und Musterschüler der Energiewende. Beim Ausbau von Solar-, Wind- und Wasserstrom überholen uns tatsächlich längst andere Länder. Deutschland fällt auf Platz sechs im internationalen Vergleich hinter China, den USA, Indien, Russland und Japan zurück, wie der BP Statistical Review zeigt. Erste Industriechefs fordern nun von der Politik: Macht jetzt endlich ernst mit der Energiewende und startet eine grüne nachhaltige Revolution!
 
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Malakim

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Von abgestellten Industrieanlagen, aufgrund Strommangel habe ich noch nichts gehört, hättest du da nen link- das interessiert mich?
Erster Link.
https://www.waz.de/wirtschaft/zu-we...-fuer-eine-stunde-abgeschaltet-id9106790.html
Gibt aber noch weitere Beispiele und diverse schöne Studien:
https://www.mckinsey.de/news/presse/2019-09-05-energiewende-index

Aber wozu Beispiele schauen wir auf die Leistungsbilanz der Netzbetreiber, dort wurden Wasserekraft etc nicht "vergessen":
https://www.netztransparenz.de/port...ichungen/Bericht_zur_Leistungsbilanz_2017.pdf

Aber mal davon abgesehen, könnte man Industrie durchaus in die Sahelzone auslagern- da ist Solar kein Problem und es wäre Fluchtursachen Bekämpfung.( Simple hat dazu was im chat verlinkt)
Super Idee. Wir schneiden uns dann gegenseitig die Haare und wundern uns wenn kein Geld mehr da ist. Im ernst, es gibt einen zusammenhang von Geld, Wohlstand und erzeugtem Mehrwert.

Es ist schön wenn man meint man brauche keine Industrie oder industrielle Landwirtschaft, nur kommt dann leider nicht das erträumte Bullerbüh dabei heraus sondern Arbeitslosigkeit und Hungesnot.


Bzw gibts auch was die Battrieen angeht, bereits Fortschritte, wir hinken da aber nur überall hinterher.
Das hat doch nichts mit Deutschland zu tun, es gibt global keine Batterien die eine industrielisierbare Leistungsdichte haben.
Hier ganz nüchtern:
https://www.tagesspiegel.de/wirtsch...-nicht/24359432.html?utm_source=pocket-newtab

Man kann das alles ganz romantisch sehen und viel Hoffen, aber Physik ist keine Meinung.
 

gaia

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Naja, also das erste Beispiel ist von 2014 zusammengefasst mit dem zweiten gehts ja darum Versorgungsengpässe zu vermeiden, indem man rechtzeitig erneuerbare energien ausbaut.
ebenso vermeiden lassen sie sich durch Strom sparen, indem man ein Bus fährt, statt viele Autos.
Mit Leistungsbilanz meinst du die Zusammenstzung des Stroms?
https://www.bayern.de/wp-content/uploads/2017/03/Leistungsbilanz_Oberpfalz_2017_BF.pdf
Der besteht hier in R inzwischen zu ca 60% aus erneurerbaren energie.(tendenz steigend) Wie schon geschrieben mit Möglichkeit 100% aus Wasserkraft abzudecken, dh man ist sehr wohl auf dem Weg sich von Kohle zu verabschieden. Die Frage ist nur, wie schnell man das hinbekommen kann. Vor allen weil es hierbei auch um Verzicht geht.
Es ist schön wenn man meint man brauche keine Industrie oder industrielle Landwirtschaft, nur kommt dann leider nicht das erträumte Bullerbüh dabei heraus sondern Arbeitslosigkeit und Hungesnot.
Wer sagt das man die komplette Industrie auslagern soll? Man könnte das mit Teilen tun und damit ernsthaft Fluchtursachen bekämpfen. Alternativ könnte man dafür Solarzellen in Deutschland herstellen.
Herr Degenhard spricht ja über zukünftige Mobiltätskonzepte, nicht darüber, dass e- Autos Blödsinn wären und natürlich hat er seine eigenen Interessen im Sinn.
Und was das nachdenken über Mobilitätskonzept angeht, sehe ich das ja ebenso.
Das hat doch nichts mit Deutschland zu tun, es gibt global keine Batterien die eine industrielisierbare Leistungsdichte haben.
Wer Elektroauto fährt, kennt das Reichweitenproblem und plant mit langen Ladezeiten für die Batterie. Doch nun gelang einer US-Forschungsgruppe der Durchbruch, wie Elektroautos schneller geladen werden können!
https://www.autozeitung.de/neue-elektroauto-batterie-197383.html
Toyota bietet inzwischen Wassrstoffautos in Serie an.
https://www.toyota.de/automobile/mirai/index.json
Während wir jetzt mal langsam darüber nachdenken.
Die Automobilbranche scheint generell Probleme zu haben, aber eben auch in Deutschand.
ein Auszug:
Nun scheint der Umstieg auf die Elektromobilität das Thema des Tages zu sein. Ist es tatsächlich dieser Punkt, der die Autoindustrie am meisten umtreibt?
Ja. Wenn wir tatsächlich in die Zukunft schauen, uns die Transformation anschauen, dann ist das Thema der Elektromobilität sicherlich das, was mich am meisten umtreibt, was auch am meisten Geld kostet und wo sich Konzerne in ihrer Performance stark unterscheiden. BMW hatte ja tatsächlich zumindest unter den deutschen Herstellern einen Vorsprung beim Thema Elektromobilität. Aber man muss klar sagen: Das wurde in den letzten Jahren verspielt, weil es eine gewisse zögerliche Haltung bei BMW gab, wie man da weiter vorankommen wollte. Dadurch ist BMW zurückgefallen. Andere deutsche Hersteller wie Volkswagen, aber auch Daimler, sind mittlerweile mindestens mit BMW gleichgezogen.
 

Malakim

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Wenn heute jemand eine Batterie im Labor erfindet dann dauert es noch eine ganze Weile bis das Ding in einem Auto steckt.

Ich habe eigentlich sehr wenig Zweifel das wir gute und sinnvolle Alternativen zu Kohle und Atom entwickeln können. Ich zweifel daran das technikferne Politiker die richtigen sind zu entscheiden welche Alternativen das sind und wie die einzusetzen sind. Auch zweifel ich an einer solchen Planwirtschaft wie Du sie vorschlägst "wir verlagern das hierhin und das da hin und machen das so und so". Das hat noch nie gefunzt aber man kann ja hoffen das diese Generation der 5 Jahrespläne besser wird als die der letzten Regierung die sowas gemacht hat.

Ich glaube wir werden da nicht auf einen grünen Zweig kommen, es freut mich das Dein Glaube an die Ingenieure so ungetrübt ist!
 

gaia

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Wenn heute jemand eine Batterie im Labor erfindet dann dauert es noch eine ganze Weile bis das Ding in einem Auto steckt.
Ja klar.
Worauf ich hinaus will ist ja das verpennen dieses Markts, weil man sich lieber um anderen Kram gekümmert hat.
Ich zweifel daran das technikferne Politiker die richtigen sind zu entscheiden welche Alternativen das sind und wie die einzusetzen sind.
Ja das stimmt. Da frag ich mich wer die ganzen letzten Jahre "an der Macht" war.
Auch zweifel ich an einer solchen Planwirtschaft wie Du sie vorschlägst "wir verlagern das hierhin und das da hin und machen das so und so".
Hat für mich weniger mit Planwirtschaft zu tun, als mit Handel und Förderung sehr armer Länder.
Ist ja auch nicht so, dass wir nicht in anderen Ländern produzieren würden.
 
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hives

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Es ist schön wenn man meint man brauche keine Industrie oder industrielle Landwirtschaft, nur kommt dann leider nicht das erträumte Bullerbüh dabei heraus sondern Arbeitslosigkeit und Hungesnot.
Wer sagt das man die komplette Industrie auslagern soll? Man könnte das mit Teilen tun und damit ernsthaft Fluchtursachen bekämpfen.
Das ist für mich eines der zentralen Probleme, um die von beiden Seiten (also generell links/rechts, nicht ihr beide ;) ) nur herumgeredet wird. Auch im Rahmen der herrschenden Wachstumsideologie versucht man teilweise, den Gedanken an Nullsummenspiele zu verhindern. Wachstum für Konzerne bedeutet Wachstum für alle, "trickle-down effect" u.ä. legimierende Mythen - aber realpolitisch gibt es eben häufig Effekte, die Nullsummenspielen zumindest ähnlich sind: wenn viel Kapital auf der einen Seite akkumuliert wird, ist es an anderer Stelle relativ betrachtet weniger, auch wenn ein paar Brotkrumen abfallen. Wenn wenige Einheiten alles akkumulieren, können andere nichts ausgeben usw. usf.

Was machen wir nun, auch vor dem historischen Hintergrund von Kolonialerfahrungen u.ä., die natürlich in aktuellen Wohlstandsverteilungen und Wirtschaftsbeziehungen nachwirken?

1) Wir schauen weiterhin auf unseren eigenen wirtschaftlichen Vorteil in Wirtschaftsbeziehungen und bei internationalen Regelungen, während wir große weltbürgerliche Reden schwingen und ein paar Flüchtlinge aufnehmen, die es aufgrund vergleichsweise guter physiologischer und finanzieller Ausstattung bis ins Mittelmeer geschafft haben. Das hat vermutlich zur Folge, dass die Situation in den Ländern weiterhin massiv hinter unserer eigenen Situation in industrialisierten Ländern hinterherhinkt, unsere Konzerne weiterhin großzügige internationale Regelungen in Anspruch nehmen können, selektiv Einfluss auf Länder nehmen u.ä., sich für die Länder bzw. die Verantwortlichen dort weiterhin vor allem Extraktion und Rohstofflieferung lohnt usw...

2) Wir sehen die Verbesserung von Zuständen in anderen Weltregionen als wichtiges Ziel, das auch wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen kann. Das hat vermutlich und absehbar zur Folge, dass die wirtschaftliche Situation vor Ort relativ betrachtet Vorteile verliert, wie auch Malakim beschreibt bzw. befürchtet, auch wenn die Hoffnung natürlich ist, dass sich die massive Ungleichheit zwischen Regionen auf einem vergleichsweisen hohen Level ausgleichen könnte, da ja (wenn alles optimal läuft) die Nachfrage auf der ganzen Welt angehoben wird. Die Frage ist (wenn es so optimal läuft) nur: was geschieht mit der Nachfrage hier - folgt wirklich Armut, wie von Malakim befürchtet, oder pendelt es sich auf einem "guten" Level ein, evtl. mit etwas gleichartiger Verteilung bezüglich den absoluten Top- und Geringverdienern?

Bei beiden Alternativen gibt es massive Probleme und zahlreiche Ansatzpunkte für populistisch-extremistischen Stimmengewinn....
 
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