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Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Simple Man, 15. November 2007.

  1. streicher

    streicher Ehrenmitglied

    Beiträge:
    4.615
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    15. April 2002
    Ort:
    middleearth in otherland
    Bei Einstein wirkt es. Bohr und Planck haben es interessanterweise nie zu dieser populären Anerkennung geschafft, obwohl sie Herrn Einstein auch schon eines Besseren belehrt haben. Aber mit Bohr + Tafel hätte es nicht halb so viel Wirkung. Warum eigentlich? Hat er sich einfach besser verkauft? Oder hat man später aus ihm einfach mehr gemacht?
     
  2. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

    Beiträge:
    2.781
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    Ort:
    München
    Auch Bohr und Planck haben für ihre Arbeiten den Nobelpreis erhalten.

    Zur Popularisierung Albert Einsteins hat sicher sein unkonventionelles Auftreten (Professor im Pullover, isst Eis am Stil auf dem Campus? Nicht standesgemäß. Streckt die Zunge raus? Unverschämt.) beigetragen, sein politisches Wirken (Pazifismus), sowie sein Bestreben, seine zweifellos schwer verständlichen Theorien auch weniger physikalisch Gebildeten zugänglich zu machen.

    Allerdings gilt Einstein als einer der zwei bedeutendsten Wissenschaftler der Menschheit überhaupt (der andere ist Isaac Newton). Warum nicht Bohr, warum nicht Planck?

    Das Bohrsche Atommodell konnte zwar einige Eigenschaften des Atoms erklären, galt aber bereits bei zum Zeitpunkt seines Erscheinens als "widerlegt", zumindest aber als unvollständig.
    Max Planck wird heute als Begründer der Quantentheorie benannt, allerdings war die Begründung einer neuen Theorie nicht Plancks Absicht und er hat zunächst auch die Bedeutung seiner Arbeit überhaupt nicht erkannt. Plancks Ergebnisse sind zwar nach wie vor gültig, er wollte aber eigentlich "nur" eine Erklärung für die Eigenschaften des Schwarzen Strahlers liefern. Es war dann Albert Einstein, der das Plancksche Wirkungsquantum auf den Lichtelektrischen Effekt anwandte und damit erstmalig die Bedeutung dieser Erkenntnisse zeigte (Nobelpreis 1921. Für den Lichtelektrischen Effekt, nicht für die Relativitätstheorie. Aber der Nobelpreis wird ja nur einmal verliehen.).

    Einsteins Werk ist bis heute gültig, bis heute hat ihn kein einziges Experiment widerlegen können. Im Gegenteil: Alle durchgeführten Experimente haben Einsteins Arbeiten in einer hohen Genauigkeit, bis auf "viele Stellen hinter dem Komma" bestätigt. Selbst Einsteins Fehler haben in unseren Jahren eine gewisse Wendung erfahren (Kosmologische Konstante - dunkle Energie). Auch die Fußnoten seines Wirkens haben noch Jahrzehnte nach seinem Tod eine gewisse Pikanterie: So soll es führenden amerikanischen Militärs überhaupt nicht geschmeckt haben, als ihnen ihre Wissenschaftler versicherten, nur über die Berücksichtigung der Einsteinschen Gleichungen würde das GPS die gewünschte Genauigkeit erreichen.

    Welcher Wissenschaftler kann sich schon 100 Jahre nach seiner Voraussage, viele Jahrzehnte nach seinem Tod, durch Messergebnisse erneut bestätigt sehen? Sicher: Wir neigen dazu, große Menschen auf das Podest eines Denkmals zu stellen und ihre (großen?) Fehler geflissentlich zu übersehen.
    Aber selbst der größte aller Wissenschaftler ist nur: Ein Mensch. Und Isaac Newtons Fehler übersehen wir ja meist auch.
     
  3. AleishaAl

    AleishaAl Anwärter

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  4. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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