Die Seinsfrage

the_midget

Erleuchteter
Mitglied seit
28. Juni 2004
Beiträge
1.878
WolArn schrieb:
Und das dieses "Sein" weiter besteht, wenn man stirbt, kann man eigendlich nur glauben.
Wenn der Satz jetzt nicht so gemeint ist, dass man keine andere Wahl hat als an das Weiterbestehen zu glauben, also es quasi glauben muss weil es nunmal so sei, sondern viel mehr eben nur daran glauben kann oder auch nicht, dann sind wir uns einig.

Dieser Glaube wird dann aber auch bekräftigt, wenn man z.B. von all diesen Nahtoderlebnissen, Astralreisen (OBE), oder von sogenannten "Sehern" die aus dem Jenseits berichten, liest; und/oder duch Drogenerfahrungen.
Wie Shishachilla ja schon deutlich gemacht hat, kann man diese Phänomene auch sehr leicht in meine Sichtweise integrieren und diese damit bestätigen.

Das Problem mit meiner Position ist: Du magst zwar ein tiefes Gefühl empfinden und daran Glauben das dieses Sein ewig ist. Aus meiner Sicht fühlt sich das aber möglicherweise nur deshalb so an, weil das Bewusstsein sich zwar daran erinnert, dass es einmal nicht war, gleichzeitig aber auch nicht weiss, dass es (eventuell) auch irgendwann nicht mehr sein wird.

Wobei ich jetzt tatsächlich denke, dass unsere beiden Ansichten letztendlich auf das gleiche hinauslaufen. Denn was aus deiner Sicht Bewusstsein (bzw. Sein) ist, ist aus meiner Sicht Nichtsein, und was aus meiner Sicht Nichtsein ist, ist aus deiner Sicht Bewusstsein. Oder anders ausgedrückt: Ewige Existenz und Nichtexistenz ist letztlich ein und dasselbe.

Peace. ;-)


midget
 

holo

Ehrenmitglied
Mitglied seit
27. August 2005
Beiträge
3.857
the_midget schrieb:
Das Problem mit meiner Position ist: Du magst zwar ein tiefes Gefühl empfinden und daran Glauben das dieses Sein ewig ist. Aus meiner Sicht fühlt sich das aber möglicherweise nur deshalb so an, weil das Bewusstsein sich zwar daran erinnert, dass es einmal nicht war, gleichzeitig aber auch nicht weiss, dass es (eventuell) auch irgendwann nicht mehr sein wird.
Ohne am Glauben rütteln zu wollen: Wenn das Sein eine individuelle Definition ist, passt es sehr gut.
Es ist sicher schwer zu begreifen, dass alles was wir sind; alles, was uns ausmacht - eines Tages einfach weg ist. Es verfault, reagiert vor sich hin, wird von Insekten verdaut.
Wer kann sich schon wohlwollend mit solch einer Vorstellung vom Ende seines Seins anfreunden?
Wo wir wieder beim individuellen Bewusstsein sind:
Hat ein niedliches Reh ein Bewusstsein? Begreift es sein Sein? Akzeptiert es den Tod leichter, weil ihm sein anders empfundenes Sein nicht im Wege steht?
Ist es am Ende ein Mangel an Akzeptanz? Eine Verweigerung, sich mit dem Unabwendbaren auseinanderzusetzen? Der Preis einer gewissen Komplexizität, die mit dem Hilfsmittel der Phantasie zu viele positive Optionen bilden lässt?

Gruß
Holo
 

Shishachilla

Ehrenmitglied
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
4.309
Hey ganz nebenbei: Lest euch mal die letzten Seiten durch. Ist euch aufgefallen, dass, wenn wir die einzelnen Meinungen, die ja hier nun recht breit gefächert sind, zusammenfassen, haben wir die Antwort auf die Frage
dragomuseveni schrieb:
Was ist sein?
Was ist der sinn von Sein?
Kamm das Sein aus den Nichts?,denn würde es sich wieder ins Nichts verflüchtigen!
Oder Gab es das Sein schon ewig?Dann kann man sich vorstellen dass das Sein ewig wärt und sich in laufe der Zeit(früher oder Später )
Alles wiederholt.
ganz gut zusammengefasst. Jeder erlebt für sich eine Art persönliches Sein. Jeder hat eine ähnliche Auffassung, was es ausmacht, aber die Meinungen, wie lange es anhält/woher es kommt, gehen doch in entgegengesetzte Richtungen. Für die einen gibt es eine Art Vorgabe dafür aus einer der vielen Religionen (Leben nach dem Tod etc...), für die anderen ist es eine Frage des wissenschaftlichen Fortschritts. Durch diesen haben wir eine Art Wissen, die uns davon überzeugt, dass es beispielsweise allein durch Zellaktivitäten des Gehirns ausgemacht wird, dass dadurch der sog. "Geist" gebildet wird.

Ich finde auch, dass ist eine gute Antwort, jeder definiert sie anders und genau das ist es doch, was das Sein ausmacht. Über das Seiende wurde auch viel geredet, von wegen der Körper/Hülle vergammelt nach dem Tod usw. darüber sind sich denk ich mal auch alle einig, aber das, was uns ausmacht, das Sein, der Geist, muss jeder für sich selbst finden. Daher ist es, denke ich mal, auch so schwierig eine genaue Definition zu finden. Selbst wenn man alle Beiträge/Meinungen zusammen fassen würde, man könnte keine genaue Definition finden.
Find es ja übrigens geil, dass, selbst bei einer so relativ weit vom religiösen Glauben entfernten Frage, die Antworten sich wieder so splitten, in Gläubige und "Atheisten". :wink:
 

WolArn

Großmeister
Mitglied seit
17. September 2005
Beiträge
710
Das ihr Euch alle mit den paar Erdenjahre zufrieden gebt, kann ich einfach nicht begreifen.
Wenn man wrklich bewiesen würde, daß es kein weiterleben mehr gibt, könnte ich mich ja auch direkt umbringen, und würde mir somit einiges Leid ersparen. :O_O:
 

Shishachilla

Ehrenmitglied
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
4.309
Ist nicht eher das Gegenteil der Fall?? Wenn du kein Leben nach dem Tod erwarten kannst versuchst du doch so viel wie möglich von diesem Leben mitzunehmen, aber eben keine guten Erfahrungen ohne Ab und An mal eine Schlechte. Wenn ich aber nach dem Tod ein weiteres (vllt besseres?) Leben erwarte, dann kann ich mich, wie du so schön sagst, gleich umbringen...
 

the_midget

Erleuchteter
Mitglied seit
28. Juni 2004
Beiträge
1.878
WolArn schrieb:
Das ihr Euch alle mit den paar Erdenjahre zufrieden gebt, kann ich einfach nicht begreifen.
Wenn man wrklich bewiesen würde, daß es kein weiterleben mehr gibt, könnte ich mich ja auch direkt umbringen, und würde mir somit einiges Leid ersparen. :O_O:
Was heisst denn hier zufriedengeben? Ich sag ja nicht, dass ich nicht gern ewig leben würde, ich sag nur, dass es gut möglich und für mich vorstellbar ist, dass es keine unsterbliche Seele gibt.

Und wenn du wirklich nur deshalb lebst, weil du glaubst nach diesem Leben kommt ein besseres find ich das auch ein bisschen mitleiderregenswert.

Ich meine, wenn du an ein ewiges Leben glaubst, was hält dich davon ab dich umzubringen, und es gleich zu führen?


Ist doch gar nicht so ein Riesenunterschied.


gruß

midget
 

holo

Ehrenmitglied
Mitglied seit
27. August 2005
Beiträge
3.857
WolArn schrieb:
Das ihr Euch alle mit den paar Erdenjahre zufrieden gebt, kann ich einfach nicht begreifen.
Wenn man wrklich bewiesen würde, daß es kein weiterleben mehr gibt, könnte ich mich ja auch direkt umbringen, und würde mir somit einiges Leid ersparen. :O_O:
Von Zufriedenheit kann in meinem Fall keine Rede sein - andererseits akzeptiere ich den Tod.
Wenn du dich dann umbringst, dann wohl eher, weil du hoffnungslos bist und im Leben keinen Sinn findest.
Aber auch das fände ich Schwachsinn. Wieso finde ich nicht den Sinn im Leben, indem ich mich über das, was ich habe einfach freue? Weil ich den Tod partout nicht akzeptieren will?
Wieso redest du von "Leid" ersparen? Wer macht sowas? Ein Pessimist?
;-)
Können wir nicht auch aus den negativen Erfahrungen positive Schlüsse ziehen.
Hat das Leben einen Sinn? Nö, hat es nicht. Kein Schwein interessiert sich für unsere kleine Kugel im weiten Universum (oder etwa doch :O_O: ?) - von uns einmal abgesehen.
Aber woran hakt es dann? Es hakt daran, dass wir mit Werten, wie Sinn, Aufbau, Schaffen, usw konfrontiert sind ... und dann die Frage stellen, wozu wir das machen?
Einfache Antwort: Für unsere Kinder - nicht für das Leben selbst. Das Sein muss keinen Sinn haben. Es sind wir, die für alles eine Begründung, einen Sinn suchen.

Ich las gestern von der Geburt unseres Universums und der Erkenntnis, dass sich der Raum schneller ausweitet als das Licht.
Wenn nun das Szenario eintritt, in dem alles wieder zusammenfällt: Was werden wir versuchen wollen?
Werden wir versuchen, die "Grenze" des Raums zu überwinden wie bei einer Arche Noah?
Und stellt euch vor, einer Delegation gelingt es, diese Grenze zu überwinden während die Menschheit mit allem um sie herum gen Zentrum zur großen Fusion in den Tod driftet: Ich musste bei der Vorstellung grinsen, wenn diese Delegation nach Passieren der Grenze unseres Raumes lobotomisiert, atomisiert oder sonstwas wird - und alles vergebens war.
Warum auch nicht? Hauptsache, es hat Spaß gemacht, oder ;-) ?

Gruß
Holo
 

holo

Ehrenmitglied
Mitglied seit
27. August 2005
Beiträge
3.857
Lies es dir nochmal in Ruhe durch: Es geht um den Sinn des Seins - zugegeben etwas sehr im Freistil geschrieben ;-)

Gruß
Holo
 

WolArn

Großmeister
Mitglied seit
17. September 2005
Beiträge
710
the_midget schrieb:
WolArn schrieb:
Das ihr Euch alle mit den paar Erdenjahre zufrieden gebt, kann ich einfach nicht begreifen.
Wenn man wrklich bewiesen würde, daß es kein weiterleben mehr gibt, könnte ich mich ja auch direkt umbringen, und würde mir somit einiges Leid ersparen. :O_O:
Ich meine, wenn du an ein ewiges Leben glaubst, was hält dich davon ab dich umzubringen, und es gleich zu führen?
Ich habe einen Glauben, und der mir verbietet mich umzubringen, nur weil ich ein ewiges Leben leben möchte. Wo ich noch nicht mal weiß, was auf mich zukommt, wenn ich mich selber umbringe, oder was auf mich zukommt, wenn ich dieses Leben gerne lebe, und sehr alt werden möchte, und in Frieden mit mir und dieser Welt sterben möchte, und deshalb den Tod als das wichtigste Ereignis in meinem Leben betrachte. Und zumindest ich auch weiß bei wem ich mich für dieses Leben zu bedanken habe.

holo schrieb:
Hat das Leben einen Sinn? Nö, hat es nicht. Kein Schwein interessiert sich für unsere kleine Kugel im weiten Universum (oder etwa doch :O_O: ?) - von uns einmal abgesehen.
Weil ich einen Glauben habe, hat mein "Leben" und mein "Sein" für mich auch einen Sinn, und wer weiß schon, ob sich andere "fühlende" Wesen im Universum für unsere Erde interessieren, und vielleicht eh wissen, daß wir sehr kriegerische Wesen sind, und hoffen, daß wir unseren wunderschönen Planeten, nicht vollkommen zerstören und unwohnbar machen?

holo schrieb:
Aber woran hakt es dann? Es hakt daran, dass wir mit Werten, wie Sinn, Aufbau, Schaffen, usw konfrontiert sind ... und dann die Frage stellen, wozu wir das machen?
Einfache Antwort: Für unsere Kinder - nicht für das Leben selbst.
Wobei ich mich frage, ob es überhaupt Sinn macht, Kinder in dieser verfluchten und ausgebeuteten Welt zu setzen. Denn wie sieht diese Welt in 10, 20, 50 oder 100 Jahren aus? Geht's unseren Kindern dann auch so gut wie es uns heutzutage geht? Wobei wir anscheinend ja noch das Glück haben, in einem friedlichen Land "frei" leben zu dürfen, und andere Menschen woanders sehr viel schlechter dran sind als wir.
Oder müssen wir einfach nur an die Wissendschaft und an die Politik glauben, und diese anbeten, um auch unseren Kindern in Zukunft ein schönes und friedliches Leben gewährleisten zu können? :O_O:
 

Woppadaq

Erleuchteter
Mitglied seit
2. August 2003
Beiträge
1.413
holo schrieb:
Aber woran hakt es dann? Es hakt daran, dass wir mit Werten, wie Sinn, Aufbau, Schaffen, usw konfrontiert sind ... und dann die Frage stellen, wozu wir das machen?
Es kann ja auch was mit Gewissen zu tun haben.

Seien wir ehrlich: wenn eine Ameisenkolonie sich schädlich auf unseren Garten auswirkt, holen wir irgeldwelches Pulver oder Spray und dann gehts ran an die Vernichtung. Wenn irgendeine Tierart in unsren Wäldern so häufig auftritt, daß sie "das natürlichen Gleichgewicht" durcheinander bringt, geht die Jagdsaison los usw.

Was nun, wenn es ein höheres Wesen gibt, welches auf diese Art und Weise nun auf unser Leben schaut ? Bringen wir Nutzen, schützt man uns, schaden wir, gibts Insektenspray ?

Ich denke schon, daß jeder Mensch ein Teil der Menschheit ist, und die Menschheit muß jetzt beweisen, daß sie fähig ist, sich und den Planeten, auf dem sie lebt, im Gleichgewicht zu halten.

Wobei ich mich frage, ob es überhaupt Sinn macht, Kinder in dieser verfluchten und ausgebeuteten Welt zu setzen.
Ich unterstütze jeden, der es nicht tut. Es macht einfach Sinn.

Was jetzt nicht heißen soll, daß ich Leute, die Kinder haben oder kriegen wollen, hasse oder verachte. Wer Kinder will, soll sie auch kriegen. Wer für sie sorgen kann, hat meinen Respekt. Man sollte aber immer wissen und bedenken, was für eine Investition das ist. Kinder kriegen zu müssen aufgrund gesellschaftlicher Akzeptanz - das ist einfach nicht mehr zeitgemäß !
 

the_midget

Erleuchteter
Mitglied seit
28. Juni 2004
Beiträge
1.878
WolArn schrieb:
Wobei ich mich frage, ob es überhaupt Sinn macht, Kinder in dieser verfluchten und ausgebeuteten Welt zu setzen. Denn wie sieht diese Welt in 10, 20, 50 oder 100 Jahren aus? Geht's unseren Kindern dann auch so gut wie es uns heutzutage geht?
Das kann niemand sagen. Aber wie soll aus diesem Planeten mal ein annehmbarer Ort werden, wenn diejenigen, die Missstände erkennen sich weigern Kinder zu haben? Wenn ich gläubig wäre, würde ich einfach Gott vertrauen und den Dingen ihren Lauf lassen. Also auch Kinder bekommen.

Oder müssen wir einfach nur an die Wissendschaft und an die Politik glauben, und diese anbeten, um auch unseren Kindern in Zukunft ein schönes und friedliches Leben gewährleisten zu können? :O_O:
Nein du musst nicht Wissenschaft und Politik anbeten. Es reicht sich über diese Themen grob auf dem laufenden zu halten und zu versuchen etwas dafür zu tun, dass das hier ein besserer Ort wird.

Weil man gläubig ist, heißt das ja nicht, dass man sich einfach zurücklehnen kann und den Dingen seinen Lauf lässt, so nach dem Motto:
Gott wird es schon richten!

gruß

midget
 

Shishachilla

Ehrenmitglied
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
4.309
wolarn schrieb:
Weil ich einen Glauben habe, hat mein "Leben" und mein "Sein" für mich auch einen Sinn, und wer weiß schon, ob sich andere "fühlende" Wesen im Universum für unsere Erde interessieren, und vielleicht eh wissen, daß wir sehr kriegerische Wesen sind, und hoffen, daß wir unseren wunderschönen Planeten, nicht vollkommen zerstören und unwohnbar machen?
Oh Mann, wenn man schon so weit greift, dann aber wirklich ganz, und nicht immer nur soweit wie es einem passt. Dass es andere Wesen da draußen gibt die uns beobachten und den Kopf schütteln ist eine Möglichkeit, die relativ unwahrscheinlich ist, außer unserer eingeschränkten Sichtweise. Genauso unwahrscheinlich ist es, falls es sie gibt, dass sie dann gerade genau die gleichen Vorraussetzungen zum Überleben brauchen wie wir. Also sollten wir den Planeten nicht retten um irgendwelchen unwahrscheinlichen Wesen einen Gefallen zu tun, sondern um unseren Kindern, für die die welche wollen, eine Zukunft zu bieten.
 

Woppadaq

Erleuchteter
Mitglied seit
2. August 2003
Beiträge
1.413
the_midget schrieb:
Aber wie soll aus diesem Planeten mal ein annehmbarer Ort werden, wenn diejenigen, die Missstände erkennen sich weigern Kinder zu haben?
Kinder kriegen ist nicht die Lösung des Problems, genaugenommen kann es sogar das genaue Gegenteil sein.

Es wäre doch ziemlich schwachsinnig, wenn wir jetzt wie verrückt das Kinderkriegen propagieren, fördern, pushen etc. und dann letztendlich durch Bevölkerungsüberschuß einen Zustand schaffen, der dann gezwungenermaßen zu Gesetzen a la Geburtserlaubnis bzw. Abtreibungszwang führt. Dann doch lieber klar das Kinderkriegen als persönliche Entscheidung lassen und das Keine-Kinder-kriegen-Wollen gesellschaftlich akzeptieren.
 

WolArn

Großmeister
Mitglied seit
17. September 2005
Beiträge
710
the_midget schrieb:
WolArn schrieb:
Wobei ich mich frage, ob es überhaupt Sinn macht, Kinder in dieser verfluchten und ausgebeuteten Welt zu setzen. Denn wie sieht diese Welt in 10, 20, 50 oder 100 Jahren aus? Geht's unseren Kindern dann auch so gut wie es uns heutzutage geht?
Das kann niemand sagen. Aber wie soll aus diesem Planeten mal ein annehmbarer Ort werden, wenn diejenigen, die Missstände erkennen sich weigern Kinder zu haben? Wenn ich gläubig wäre, würde ich einfach Gott vertrauen und den Dingen ihren Lauf lassen. Also auch Kinder bekommen.
...und das habe ich auch gemacht. Darf es aber auch mal hinterfragen, oder nicht? :O_O:

the_midget schrieb:
Nein du musst nicht Wissenschaft und Politik anbeten. Es reicht sich über diese Themen grob auf dem laufenden zu halten und zu versuchen etwas dafür zu tun, dass das hier ein besserer Ort wird.

Weil man gläubig ist, heißt das ja nicht, dass man sich einfach zurücklehnen kann und den Dingen seinen Lauf lässt, so nach dem Motto:
Gott wird es schon richten!
Wüßte ich jetzt nicht, wo ich das behauptet habe, daß Gott es schon richten wird. :O_O:

Und mir graults, wenn ich mich nur mal grob über die Politik auf dem laufenden halte. Denn im Grunde ist jeder Politiker mehr oder weniger korrupt geldgierig und machtbesessen, und wollen uns den Glauben lassen, daß Reichtum das einzigste ist, was ihrem Land also uns Menschen zufrieden und glücklich macht. Und deshalb müssen zum wohle der Menschen, mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, es also jetzt auch verkaufsoffene Adventssonntage gibt, wo wir im Rausche Weihnachtsgeschenke einkaufen können; je teurer um so besser für die Wirtschaft. Aber wer bei solchen Aktionen am meisten verdient, sagen die uns nicht, und das je reicher die Reichen (Politiker und Wirtschaftbosse) werden, um so mehr der Mensch und die Erde ausgebeutet wird, wird auch verschwiegen. Und schlimm finde ich, daß sich diese Politiker und Wirtschaftbosse auch noch als Christen bezeichnen. Die ja nur durch Jesus, aber bestimmt nicht mit ihrem Geld und ihrer Macht, in den Himmel kommen. :gruebel:

the_midget schrieb:
Aber wie soll aus diesem Planeten mal ein annehmbarer Ort werden,
Also ich glaube nicht, daß dieser Planet mal ein annehmbarer Ort wird, und das würde auch meinen Glauben widersprechen. Denn erstmal ist unser Planet eh so ziehmlich am Ende, und dann will obendrein jeder Mensch erst einmal reich werden, um sich den Luxus, von dem er immer schon geträumt hat, endlich auch leisten kann und sich dann erst zufrieden fühlt. Aber zu welchem Preis, und wie lange hält diese Zufriedenheit an? Und was ist, wenn Lohnerhöhungen ausfallen, die man ja braucht, um sich den immer teurer werdenden Luxus leisten zu können, oder noch schlimmer, sein Arbeitsplatz weg rationalisiert wird? :O_O:

Aber jeder kann sich das Leben hier auf der Erde annehmbar machen, so gut wie es ihm möglich ist, also ohne teure Weihnachtsgeschenke, und ohne jeden anderen Luxus, wenn er denn auch will. Und so seinen Beitrag zu einem annehmbareren Leben auf diesen Planeten leisten. Oder gibt es aus dem Teufelskreis kein entrinnen mehr? :O_O:

Aktuell: Lehrer besorgt über zu viele dicke Schüler Wieso sind die zu dick? Geht's denen schon zu "gut"? Ist "fressen" der Sinn des Seins? :O_O:

...sorry, wenn's nur noch OT ist, was ich hier geschrieben habe; passt aber irgendwie zum grauen und nasskaltem Novembetag.
 

Woppadaq

Erleuchteter
Mitglied seit
2. August 2003
Beiträge
1.413
WolArn schrieb:
Also ich glaube nicht, daß dieser Planet mal ein annehmbarer Ort wird, und das würde auch meinen Glauben widersprechen.
Thats the problem mit den (meisten) Gottesgläubigen - Gott ist so wichtig, daß man sich nicht wohlfühlen darf, weil man dann, ojeminee, vielleicht Gott aus den Augen verliert, auweia, also muß Leid und Schmerz auf der Erde walten, Opfer müssen gebracht werden, damit unser lieber Gott weiterhin eventuell vielleicht zufrieden mit uns ist....

...(oder weil Leute wie du sich dann vielleicht nicht wohl, aber innerlich sicher, inspirativer oder so fühlen)....;)


und dann will obendrein jeder Mensch erst einmal reich werden, um sich den Luxus, von dem er immer schon geträumt hat, endlich auch leisten kann und sich dann erst zufrieden fühlt.
Du hältst dich selbst ja für recht außergewöhnlich, ja einzigartig.......

Und was ist, wenn Lohnerhöhungen ausfallen, die man ja braucht, um sich den immer teurer werdenden Luxus leisten zu können, oder noch schlimmer, sein Arbeitsplatz weg rationalisiert wird? :O_O:
Tja, das haben die Hartz-4-Bezieher nun davon, daß sie so habgierig und materiell ausgerichtet sind.

Solln sie doch einfach allem Luxus entsagen, dann hätten wir alle keine Probleme mehr...

Aber jeder kann sich das Leben hier auf der Erde annehmbar machen, so gut wie es ihm möglich ist, also ohne teure Weihnachtsgeschenke, und ohne jeden anderen Luxus, wenn er denn auch will. Und so seinen Beitrag zu einem annehmbareren Leben auf diesen Planeten leisten.
Für wen annehmbar ???

Ja, jeder kann sich das Leben hier auf der Erde annehmbar machen, so gut wie es ihm möglich ist, und gleichzeitig seinen Beitrag zu einem annehmbareren Leben auf diesen Planeten leisten. Luxus und Verantwortungsbewußtsein für diesen Planeten stehen keinesfalls im Widerspruch.
 
Oben