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Die Nutzlosigkeit von DMT-Spiritualität

Dieses Thema im Forum "Religion und Glauben" wurde erstellt von Telepathetic, 25. März 2020.

Schlagworte:
  1. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister

    Beiträge:
    763
    Registriert seit:
    16. Oktober 2010
    Die Corona-Virus-Pandemie hat auch ihre gute Seite, denn sie zeigt auf, was wirklich nützlich und notwendig, was wünschenswert ist und was nicht. Und sie zeigt, wie Menschen wirklich sind, was sie wirklich wollen.

    Anekdote: ich habe mir vor ein paar Wochen, kurz bevor die Alarmglocke wegen des Virus geschlagen wurde, Erfahrungsvideos von DMT-Usern auf YouTube angeschaut. Da berichten dann einige davon,
    - dass sie durchgebrochen sind,
    - dass ihr Ego gestorben ist,
    - dass sie sich eins gefühlt haben mit der DMT-Welt,
    - dass sie wohlgesonnenen DMT-Wesen begegnet sind, die an den DMT-Usern irgendetwas zum Guten verändert haben, irgendwas an der Person selbst, was den Trip überdauert,
    - dass ihnen die DMT-Welt als realer erschienen ist als die Welt, aus der sie gestartet sind,
    - dass sie denken, dass die DMT-Welt das Jenseits oder Teil des Jenseits ist, etwas worauf man sich freuen kann,
    - dass diese unsere Alltagswelt eine Illusion ist, was bedeutet, dass auch die Schrecken unserer Welt eine Illusion sind, und damit eben nicht wirklich, bzw. wirksam.

    Ich habe dann einen Kanal gefunden, dessen Betreiber erleuchten will, und unter anderem Religionen aus der Perspektive des DMT-Erlebnisses erklärt. Weisheit pur über das tatsächliche, wahrhaftige, wirkliche Leben voller Licht und Glückseligkeit. Und jetzt zur Pointe: kurz nachdem die Alarmglocke wegen des Virus geschlagen worden war, Grenzen geschlossen wurden, und die internationale Lieferkette getrennt, kam genau von diesem Kanalbetreiber ein Hilferuf an seine YT-Abonnenten weil er Engpässe in seinem eigenen Leben befürchtet hat. Und ich dachte mir, jep, kenne ich von der Beschäftigung mit Religion, all diese Einsichten in die angeblich wahre Natur unserer Leben hier auf der Erde und wie Gott angeblich so ist, sind sofort wie weggeblasen, sobald das Hirn eine Gefahr erkennt, und in Abwehrbereitschaft, bzw. in Fluchtmodus übergeht. Das Ego übernimmt die Kontrolle, Furcht vor Krankheit und Leiden, Tod oder zumindest vor dem Sterben schiebt sich in den Vordergrund. Man möchte doch meinen, dass ein DMT-User sich auf die Möglichkeit bald zu sterben freuen müßte, wo doch die jenseitige Welt so viel besser, realer und wünschenswerter ist.

    Wozu also spirituelle Erfahrungen dieser Art suchen, wenn eine Krise wie die Pandemie aufzeigt, dass die jenseitige Welt eine Illusion ist, oder zumindest nichts zum Leben in dieser Welt beiträgt.

    Mir scheint, dass die Corona-Krise aufzeigt, dass jenseits-gewandte Spiritualität nichts taugt. Mein Eindruck ist noch verstärkt worden durch eine andere Aussage des von DMT und heiligen Texten Erleuchteten, als er meinte, dass Gott die Flüsse in China rot hat werden lassen, weil die Chinesen die Muslime schlecht behandeln. Also wie in der Bibel, die Sache mit den 7 Plagen. Er wurde in Kommentaren darauf hingewiesen, dass das Bild, dass er zum Beweis hochgeladen hatte, schon ein paar Jahre alt ist, dass die wahrscheinlichere Erklärung für das rote Wasser Umweltverschmutzung ist, und dass man Gott nicht kennen kann, und somit auch nicht weiß, welche Motivation Gott hat. Kurz darauf kam dann ein Video heraus, in dem der Erleuchtete erklärt hat, dass Logik die Welt nicht erfassen kann, dass da mehr ist, als der Mensch wissen kann.

    Ja, mag sein, aber all das oben Beschriebene ist mir Beweis, dass DMT-Spiritualität ebenso wie die tradierten religiösen Ansichten über Gott, seinen Willen und seine Motivationen im Endeffekt nutzlos sind. Anstatt ein Verständnis für die Realität zu bekommen, soweit das für Menschen möglich ist, entfernt diese Art von Spiritualität von der Realität in irgendeinen Glauben über die Welt. Da lobe ich mir die Leute, die in der Krise wissen, was zu tun ist.

    Meinungen?
     
  2. gaia

    gaia Meister

    Beiträge:
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    Mein Problem ist, dass ich keine Ahnung von der DMT Welt habe. Ich wusste nicht einmal dass es sowas gibt und habe DMT googlen müssen. Also Nutzer von Betäubungsmitteln( achso, ja klar)- Hatte keine Ahnung dass die sich über YT austauschen.
    Ich seh das so:
    Erstens hat das Nutzen von DMT weniger was mit Glauben zu tun, sondern mehr mit Sucht. Da ist natürlich die wichtigste Frage, wie man an Nachschub kommt.
    Und zweitens, geht immer auch um die Art des Sterbens. Und in dem Zusammenhang der Gedanke, es stünde für einen selbst kein Beatmungsgerät zur Verfügung. Also man würde nicht "hinüber" dämmern.
    Das erklärt vielleicht auch die Begeisterung der Bevölkerung über Strafen und Verbote. Nicht dass ich Einschränkungen nicht richtig finden würde, aber freuen werde ich mich darüber nicht. Vor allen deswegen nicht, weil ich mich frage unter welchen Bedingungen man die wieder lockern kann. Das wird also wohl noch länger so weiter gehen.
    Und wenn da jemand, der in der DTM Welt lebt, Sorge um seine Welt hat, ist das gedanklich nachvollziehbar.
    In diesem Ganzen Zusammenhang stelle ich auch fest, dass Menschen schon helfen wollen- aber auch um ein gutes Gefühl zu bekommen. Aktuell werden deswegen gerade Mundschutzmasken für Krankenhäuser genäht, was lieb ist, obs aber sinnvoll ist und genutzt werden kann, ist eine andere Frage.
    Jetzt bin ich vom Thema abgekommen, sorry.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2020
  3. Rivale-von-Nogar

    Rivale-von-Nogar Großmeister

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    Was ist DMT?
     
  4. gaia

    gaia Meister

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  5. hives

    hives Ehrenmitglied

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    Oder das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Algenblüte


    Die andere Seite ist eben, das Religiosität oder Spiritualität für Menschen in Krisensituationen eine große Stütze sein kann. Ich vermute nicht wenige der Menschen, die auch in wirklich schlimmen oder aussichtslosen Situationen helfen und sich aufopfern, haben eine gewisse Form von Gläubigkeit. Bei einem Spinner, der sich für den Erleuchteten hält, oder auch bei einem Betrüger, der das Ganze nur vorgibt, liegt imho eine ganz andere Form von Geistehaltung vor als bei einem - ich sag mal - demütigen Gläubigen, der auch in Krisensituationen das beste für seine Mitmenschen tun möchte, weil er davon überzeugt ist, dass es etwas Göttliches und Gutes gibt, für das man sich in jedem Fall einsetzen kann und sollte. Verständnis ist nicht das gleiche wie die Motivation, zu helfen.
     
  6. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister

    Beiträge:
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    16. Oktober 2010
    Ja, man findet einiges über das Thema auf YouTube. DMT und Ayahuasca scheinen mittlerweile zu einer Art von Modedrogen zu werden, zumindest in den Staaten, weil die Nutzer wohl tatsächlich einen psychotherapeutischen Nutzen aus den Erfahrungen mitnehmen. Aber auch ich kann das nicht beurteilen, weil ich keine Ahnung habe, die über das hinausgeht, was ich aus den Erfahrungsberichten weiß. Ich finde das durchaus interessant, was die Nutzer so erzählen, es sind auch ganz unterschiedliche Charaktere, zumeist ernste Leute, allerdings teile ich dennoch nicht die Ansicht, dass mit DMT und Ayahuasca psychotherapeutische Wundermittel für die Heilung von Volksseelen, gar der ganzen Welt, zur Verfügung stehen. Die Menschenwelt scheint mir viel komplexer zu sein, als dass sie allein von ungelösten psychischen Konflikten beherrscht würde, so dass man lediglich diese Konflikte lösen müßte, um die Welt in ein Paradies zu verwandeln. Oder sowas in der Art.

    Vielleicht hat die Erforschung der DMT-Welt auch was mit Eskapismus zu tun. Eskapismus, der psychisch süchtig machen kann. Diese Welt hier scheint so beschaffen zu sein, dass man unheimlich ackern muß, um sie einigermaßen angenehm zu machen. Sie scheint ganz von allein, automatisch, schlecht und immer schlechter zu werden, wenn man nichts tut. Das scheint für alle Lebewesen zu gelten. Es scheint leichter zu sein, in die Hölle auf Erden zu kommen, als in den Himmel auf Erden. Naja, jedenfalls ist die DMT-Welt wundervoll, laut den Erfahrungsberichten, und ich gebe zu, allein vom Zuhören, würde ich auch lieber ewig in einer buntgefärbten, lichten Welt voller Liebe und Frieden schwerelos sein und fliegen, als ständig mit dem Müll in dieser Welt konfrontiert zu sein. Aber das ist nur ein schöner Traum.

    Kein Thema, ich denke auch viel an Corona und wie sich Corona auswirken kann.

    Ha, interessant.

    Ja, das denke ich auch. Gründe, warum ich mich ein paar Jahre lang mit dem Judentum beschäftigt habe, waren das grundsätzlich gute Welt- und Menschenbild und der Fokus auf ein gelingendes Zusammenleben, ein Zusammenhalt, in dem jedes Individuum zählt und etwas beitragen kann. Das habe ich nirgendwo in unserer Politik und den Medien oder sonstwo gefunden. Alles nur zerrissen und feindselig. Ich habe dann zwar aufgehört, mich weiter mit dem Judentum zu beschäftigen, nicht zuletzt auch, weil ich den Eindruck bekommen habe, dass auch im Judentum Theorie und Praxis auseinandergehen können, teils erheblich, z. B. wenn ein enormer Gruppendruck auf Individuen ausgeübt wird, sich genau dem traditionellen Schema der Lebensführung unterwerfen zu sollen. Nichtsdestotrotz ist einiges bei mir hängengeblieben, von dem ich denke, dass es sich in meinem Leben als nützlich erweist. Ich hege den Gedanken, dass einiges aus den Religionen bewahrt werden sollte, wenn es um Weisheit der Lebensführung geht. Ich glaube mittlerweile auch, dass der Atheismus eine wichtige Rolle hat, nämlich den Aberglauben und falschverstandene Gottesbilder zu korrigieren. Übrig bleiben würden dann Anleitungen oder Anregungen zum Leben als Mensch unter Menschen. Zu idealistisch? Möglich.
     
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  7. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

    Beiträge:
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    13. August 2003
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    München
    Zwar habe ich noch nie DMT genommen, wohl aber andere Halluzinogene (hauptsächlich LSD, eine chemisch sehr nah verwandte Droge). Der folgende Text handelt über LSD, weil ich Erfahrungen mit dieser Substanz habe, das aber natürlich nicht dasselbe ist, wie DMT. Ich halte die zugrunde leigenden Aspekte jedoch für vergleichbar.
    Ich will's nicht schönreden, schon gar nicht propagieren, aber der Begriff Sucht ist zumindest bei LSD eher unpassend.
    Der Grund:
    Eine körperliche Sucht stellt sich nicht ein. Es bleibt eine ggf. psychische Sucht - nur hat LSD merkwürdige pharmakologische Eigenschaften. Möchte man z.B. am Folgetag eines Trips die Reise wiederholen, so muss man schon das Doppelte der Dosis nehmen, um etwa die Hälfte des Rauschs zu erzielen. Am 3. Tag stellt sich dann überhaupt keine Wirkung mehr ein, egal wieviel man einnimmt.
    Die Folge: Man lässt es dann einfach. Erfahrungsgemäß muss man mindestens 2 Wochen pausieren, wenn nicht länger, um eine vergleichbare Wirkung des ersten Rausches zu erzielen. LSD ist, was den Begriff Sucht betrifft, eher eine Art Droge mit Suchtverfallsdatum.
    Alle User, die ich kennengelernt habe, nehmen diese Droge bestenfalls 1-2 Mal im Jahr. Bei den meisten liegen sogar Jahre dazwischen. Nach dem Rausch reicht's einem dann einfach, es ist genug. Außerdem kann man diese Droge nicht einfach mal so nehmen, wie man sich mal so besäuft. Es bedarf der Vorbereitung, psychisch, physisch, mental und sozial. Das stemmt man nicht mal eben so.
    Tatsächlich ist man sich der Droge während des Rausches immer bewusst. Man kann einen Horrortrip durchlaufen, weiß aber jederzeit, dass es die Droge ist, die die Halluzinationen auslöst und das es solche sind.
    LSD gilt als der pharmakologisch stärkste Wirkstoff überhaupt (= keine bekannte Substanz ist in noch kleinerer Dosis wirksam), eine starke Dosis liegt bei nur 200 Mikrogramm. Zudem hat sie eine sehr große therapeutische Breite, die bei mindestens 1:10.000 liegen muss. Genau weiß das niemand, denn in der ganzen Geschichte der Droge seit ihrer ersten Synthese hat es nicht einen einzigen Todesfall durch eine Vergiftung mit LSD gegeben (wohl aber starke Überdosierungen), nicht einmal nachweisbare physiologische Schäden.
    Absurderweise hat der Körper nach nur 3 Std. bereits 80% der Droge bereits wieder ausgeschieden. Das ist skurril, denn nach 3 Std. erreicht dann die Wirkung überhaupt erst ihren Höhepunkt (Wirkdauer ca. 8 Std.). Offenbar setzt LSD irgendeinen Mechanismus in Gang, der dann von selbst weiter- und schließlich ausläuft.
    Harmlos ist sie aber keineswegs, für manche Menschen ist sie sehr gefährlich (Psychosen, psychische Krankheit, Epilepsie).

    Auch dem LSD hat man spirituelle Wirkungen nachgesagt, von Anfang an und vor allem in den 60er und 70er Jahren, auf dem Höhepunkt seiner Verbreitung. Aber auch schon damals hat man in den eigenen Reihen diesen Aspekt bereits kritisiert, z.B. durch den Underground-Autor Hunter S. Thompson (Fear and Loathing in Las Vegas). Thompson mahnte, das man wohl kaum durch einen 1-Dollar-Trip das erreichen könne, wozu andere ihr Leben lang meditieren.
    Das ist auch meine Meinung. Für mich gleicht es dem Versuch, durch das Anschauen des Films Das Leben des Brian etwa christliche Mystik am eigenen Leib erfahren zu wollen. Denn genau das ist ein LSD-Rausch: Ein zuweilen lustiger Spielfilm, nicht mehr und nicht weniger. Nur mit dem Unterschied, dass der Spielfilm im eigenen Kopf stattfindet und nicht auf der Leinwand.
    Überhaupt ist der Erkenntnisgewinn dieses Kopfkinos unbedeutend. Es entsteht durchaus die eine oder andere neue Idee, viele sogar. Meistens kann man aber keine davon festhalten, im Kopf nicht, aber auch nicht manuell. Entweder ist man dazu im Rausch schlicht nicht in der Lage, oder hat gerade keinen Bock darauf. Schafft man letzteres mit viel Disziplin dennoch, so stellt man, wieder nüchtern, fest: Alles Schnapsideen, völlig wertloser Schrott.
    Es mag Künstler gegeben haben, die diese Droge inspiriert hat. Aber die waren auch ohne die Droge bereits herausragend und meistens ohne sie besser.
    Die einzige Erkenntnis, die man aus LSD gewinnen kann, ist die, das die Wahrnehmung der Realität durch unsere Sinne passiert - und diese masssiv manipuliert werden können. Aber das ist ja wohl banal und jedem von uns auch so schon klar gewesen.
    Genauso ist Das Leben des Brian ein lustiger Spielfilm, einen Erkenntnisgewinn verschafft er uns aber nicht. Oder allenfalls den, dass man Jesusfilme (nicht: Jesus selbst) auch parodieren kann.
    Zugegebenermaßen stehe ich dem Begriff der Spiritualität grundsätzlich sehr kritisch gegenüber. Für mich sind die meisten, die diesen Begriff benutzen, oberflächlich und oft auch ungebildet. Sie lehnen die materielle Welt meist ab, genauso wie den Erkenntnisgewinn der realen Welt und deren Modelle und Methoden (die Naturwisssenschaften und die Mathematik). Ihre Unkenntnis dieser Wissenschaften und der Mathematik kaschieren sie dann mit ihrem dummen Geplapper und ihren "spirituellen" Allgemeinplätzen, die alles und nichts bedeuten können.
    Selbst die (z.T. historischen) erfolgreichsten "Gurus" erweisen sich bei näherer Betrachtung allesamt als Scharlatane. Sie predigen anderen, was sie selbst nicht einhalten (Enthaltsamkeit, Bescheidenheit, Toleranz) und verbieten ihren Jüngern dann, was sie sich selbst genehmigen, und zwar im großen Stil (Sex, Kohle, Engstirnigkeit). Sie beuten andere auf das Ärgste aus, machen sie zu Arbeits- und Sexsklaven, schrecken oft nicht einmal vor Kindesmissbrauch zurück und geben sich selbst als Heilige. Ein größeres Arschloch kann man kaum sein, da sind ja viele gewöhnliche Kriminelle noch ehrlicher.
    Interessanterweise hört man ausgerechnet von denjenigen, die göttlicher Weisheit oder dem Universum m.E. vielleicht ein winziges Zipfelchen abgewinnen können, den Begriff Spiritualität eher gar nicht: Von den abendländischen Philosophen, den theoretischen Physikern, vor allem aber von den Mathematikern.
    Sie sind diejenigen, die da am nahesten dran am Thema sind. Und meistens sind sie auch noch das, was wir von den anderen erwarten: Bescheiden.
     
  8. gaia

    gaia Meister

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    Also selbst wenn es darum ginge innere Konflikte lösen zu müssen um die Welt zu heilen, so denk ich nicht, dass man das durch Substanzen irgendeiner Art erreichen kann. Oder zumindest nicht bei jedem. Das Grundproblem(also der Auslöser) bleibt ja.
    Ich hab mich mal mit Leuten ausgetauscht, die einen heftigen Burnout hatten. Denen hätte ein Trip oder spirituelles Erlebnis gar nichts geholfen, dazu sitzt das Problem ( sich ständig gebraucht zu fühlen, sich nicht ausklinken zu können) zu tief, denke ich. Die nehmen dann höchstens was zur Leistungssteigerung. Man muss meiner Meinung nach, bewusst an den Wurzeln eines Problems arbeite, anstelle auf eine "andere Welt" ( ich formulier das mal so) zu verweisen.

    Allerdings spielt Glauben aktuell wohl wieder eine größere Rolle. Also man sucht auch gerade in Krisen nach irgend etwas was einem Kraft gibt.
     
  9. gaia

    gaia Meister

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    20. Mai 2010
    Ich hab da wirklich keine persönlichen Erfahrungen, kannte aber jemanden der meinte, LSD nehmen ist wie Pink Floyd hören. Kenn mich da aber echt nicht aus. Ich finds eher eine schreckliche Vorstellung die Kontrolle über mich sozusagen abzugeben.
    So im Kollegenkreis, kenne ich mindestens eine Person, die sich mit Tabletten und etwas Alk einen billigen Rausch verschafft, was ich auch nicht verstehe, denn einen Rausch will ich nicht. Mir schmeckt nur mancher Alkohol :) .
    Jobtechnisch gehts( gings) schon immer wieder mal um mögliche Sucht und ob oder ab wann man das hinnimmt. Zum Beispiel bei Opiaten wie Tillidin. Daher bin ich aufs aufpassen gepolt. Leute die Entzugserscheinungen hatten hab ich auch erlebt.
    Über LSD weiß ich gar nichts, stelle ich also fest.
    Und auch nicht, wie das bei den Betäubungsmitteln ist, von denen Tele schreibt. Ich glaub auch, mich würde es meistens nicht interessieren, was jemand auf der Reise so erlebt, weil ich das als Reaktion des Gehinrs auf eine Substanz berachte und nicht als "sprituelles Erlebnis".
    Aber man hat keinen Einfluss auf die Art des Trips. Oder doch?
    Wie meinst Du das?
    Daher denke ich ja, dass Pillen keine inneren Konflikte lösen können und deswegen auch kein "Heilmittel für Probleme der Welt" sein können. So wie Tele das auch kritisiert.