Akademie und Realität

antimagnet

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Wäre unsere Welt nicht extrem armselig, würde nur das exisiteren, was logisch beweisbar wäre?
du verwechselst logisch mit empirisch. der logik ist es total wurscht, ob es telepathie, telepothie oder telehypertokinetismus gibt. die logik kümmert sich darum, ob deine schlüsse aus deinen prämissen korrekt gezogen wurden. der logik ist es dann auch piepegal, ob dein schluss in der wirklichkeit zutrifft. das kümmert dann die empiriker.

empiriker allerdings wissen, dass ein nicht gelungener existenzbeweis kein nichtexistenzbeweis ist. allerdings wird ihnen das von unkundigen gerne mal vorgeworfen.

ach ja, und:

Ändert für mich nichts an der Tatsache, dass Logik erst nach der reinen Empirie...
äbäbäbäp - was bitteschön soll denn reine empirie sein?

gruß,
anti :wink:
 

Aphorismus

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@ r2-d2:

Sorry, das ist mir zu anstrenged, ich klinke mich an dieser Stelle aus der Debatte aus. Vielleicht verstehst du antimagnets Einwände gegen deine Kritik besser als meine (der anti formuliert eh besser), vielleicht auch nicht. Jedenfalls ist es nicht mein Job dir, der du sowieso schon weißt, was du von Logik hälst, während du noch nicht einmal korrekt wiedergeben kannst, was Logik überhaupt ist, das ganze zu erklären. Das, was du kritisierst, hat nichts mit philosophischer Logik zu tun. So wie der Begriff Philosophie wissenschaftlich anders besetzt ist als im Alltag, so gilt das auch für die Logik. Nur weil du die Worte "logisch" und "unlogisch" kennst heißt das noch lange nicht, dass du auch weißt, was formale Logik ist.

Wikipedia: Logik schrieb:
Unter der Logik (griechisch: λογική [τέχνη] - die denkende [Kunst, Vorgehensweise]) wird heute im Allgemeinen eine, teils in der Philosophie, teils in der Mathematik und in der Informatik angesiedelte Theorie verstanden, die sich primär mit den Normen des korrekten Folgerns beschäftigt.

In der Philosophie hatte allerdings die Logik nicht immer die Struktur, wie man sie heute in der Aussagenlogik und in den formalen Systemen findet.
Hier in diesem Thread ist mit Logik genau diese "teils in der Philosophie, teils in der Mathematik und in der Informatik angesiedelte Theorie" gemeint, "die sich primär mit den Normen des korrekten Folgerns beschäftigt." Und für die ist Empirie tatsächlich egal. Aber jetzt erkläre ich doch schon wieder, dabei wollte ich es ja lassen. Also - salut! :wink:
 

polylux

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Jeder kann Philosophie »erlernen«. Ein Studium hat natürlich eine wesentlich höhere Qualität, da ja ein permanenter Diskurs zwischen den Studenten und den Lehrenden entsteht und einfach mehr Zeit vorhanden ist, sich dem Thema zu widmen.

Zudem lernt man ja im Studium fürs Leben nicht für das Philosophiefach. :)

Es gibt viel einfache Lektüre um in das gigantische Thema einzusteigen.
Man muss ja nicht gleich mit Horkheimer / Marcuse oder Adorno anfangen. Ich verschenke gerne das Buch »99 moralische Zwickmühlen« das sehr einfach geschrieben ist und 99 Situationen mit einer anschliessenden Bewertung darstellt. Die Bewertung soll jedoch nur als Anregung verstanden werden. ;) Ich hoffe immer so jemanden zum Nachdenken anzuregen ...

KnoffHoff*

Gruss . Polylux
 

DragoMuseveni

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ich denke auch das muss man nicht studieren!
z.b. Nietzsche (ok er war schon hochgebildet!) hat nie Philosopjie studiert und ist einer der Größten dieses faches!
Ich denke mit der nötigen grundwissen(das kann man sich anlesen)
Muss man das nicht mehr extra studieren!
 

Aphorismus

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polylux schrieb:
Man muss ja nicht gleich mit Horkheimer / Marcuse oder Adorno anfangen.
Ist auch zum Großteil eher was für Soziologen. Im Philosophie-Studium muss man sich mit denen jedenfalls überhaupt nicht auseinandersetzen. Ich habe nur mal drei Semester Soziologie studiert und die Kombination Frankfurter Schule plus Statistik hat mich dazu bewogen, das doch lieber zu lassen.

DragoMuseveni schrieb:
ich denke auch das muss man nicht studieren!
z.b. Nietzsche (ok er war schon hochgebildet!) hat nie Philosopjie studiert und ist einer der Größten dieses faches!
Ich denke mit der nötigen grundwissen(das kann man sich anlesen)
Muss man das nicht mehr extra studieren!
Das kommt hauptsächlich darauf an, was man damit will. Wenn du dich so ausdrücken können willst, dass dich auch Wissenschaftler ernst nehmen, dann musst du wissenschaftlich arbeiten können. Und das lernt man nun einmal am besten durch ein Studium. Nietzsche ist deswegen ein schlechtes Beispiel, weil gerade während und nach Nietzsche die Philosophische Logik immer stärker von Bedeutung geworden ist. Nietzsche neigt ja zu einem prosaischen Stil, der zwar deutliche Positionen erkennbar werden lässt, jedoch nicht konsequent strukturiert formuliert ist. Ausserdem hinkt das Beispiel alleine schon deshalb, weil Neitzsche Philologie studiert hat und sogar als Professor unterrichtet hat, was zeigt, dass er sich - wenn auch nicht im Fach Philosophie - durchaus mit der wissenschaftlichen Methode beschäftigt hat. Dass sie dennoch bei ihm nicht immer Anwendung findet, steht auf einem anderen Blatt mit der Überschrift 'Inhalt'.
 

Kynokrates

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Ist die heutige Schulphilosophie tatsächlich eine Wissenschaft? Welches Wissen schafft sie? Was weiß ich beispielsweise mehr, nachdem ich Kant gelesen hab?

Also im Fall von Kant, das einzige, worum ich Nachhinein wusste, ist die Existenz einer definitiv zu adulten bzw. endkindlichten Ausdrucksweise. Philosophie als Wissenschaft würde erst da ansetzen, indem man sich nämlich selbst fragt, worin diese merkwürdig verschachtelte Ausdrucksweise wurzelt, da kann man dann Kant als Beispiel nehmen, oder auch Hegel oder wen auch immer von den Overhypten.

:mrgreen:
 

polylux

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Kynokrates schrieb:
Ist die heutige Schulphilosophie tatsächlich eine Wissenschaft?
Nö. :D (Wenn Du mit Schule auch Schule meinst ...)

Das wurzelt darin, dass Kant & Co.schon damals keine Lust hatten auf BILD Niveau zu schreiben. Das schützt auch ;)

Schnapp Dir mal Adorno. Kant ist dagegen Sonntagsliteratur :p

BTW: Mit dem hätte ich gerne mal LSD genommen um danach einen Jazz Club zu besuchen ... Höhö*

Gruss . Polylux
 

Kynokrates

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polylux schrieb:
Kynokrates schrieb:
Ist die heutige Schulphilosophie tatsächlich eine Wissenschaft?
Nö. :D (Wenn Du mit Schule auch Schule meinst ...)

Das wurzelt darin, dass Kant & Co.schon damals keine Lust hatten auf BILD Niveau zu schreiben. Das schützt auch ;)

Schnapp Dir mal Adorno. Kant ist dagegen Sonntagsliteratur :p

BTW: Mit dem hätte ich gerne mal LSD genommen um danach einen Jazz Club zu besuchen ... Höhö*

Gruss . Polylux
Adorno is scho ok, des is scho psychedelic, aber die Hauptstrategen, auf denen diese ganze Wissenschaft aufbaut, eher weniger, wie ich es in meinem eigenen Philosophiestudium erfahren hab, eher net, weswegen ich es auch abgebrochen hab...

:mrgreen:
 

polylux

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Kynokrates schrieb:
polylux schrieb:
Kynokrates schrieb:
Ist die heutige Schulphilosophie tatsächlich eine Wissenschaft?
Nö. :D (Wenn Du mit Schule auch Schule meinst ...)

Das wurzelt darin, dass Kant & Co.schon damals keine Lust hatten auf BILD Niveau zu schreiben. Das schützt auch ;)

Schnapp Dir mal Adorno. Kant ist dagegen Sonntagsliteratur :p

BTW: Mit dem hätte ich gerne mal LSD genommen um danach einen Jazz Club zu besuchen ... Höhö*

Gruss . Polylux
Adorno is scho ok, des is scho psychedelic, aber die Hauptstrategen, auf denen diese ganze Wissenschaft aufbaut, eher weniger, wie ich es in meinem eigenen Philosophiestudium erfahren hab, eher net, weswegen ich es auch abgebrochen hab...

:mrgreen:
Herrjeh*

Adorno ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenso wenig psychedelisch gewesen wie Platon.

Was hat den Psychedelic mit Philosophie zu tun?

Und ich glaube Dir einfach nicht dass Du je auch nur eine Zeile Adorno gelesen hast.

Das Abbrechen des Philosophiestudiums wird wohl die beste Entscheidung Deines Lebens gewesen sein.

Polylux
 

polylux

Meister
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Kynokrates schrieb:
polylux schrieb:
Kynokrates schrieb:
Ist die heutige Schulphilosophie tatsächlich eine Wissenschaft?
Nö. :D (Wenn Du mit Schule auch Schule meinst ...)

Das wurzelt darin, dass Kant & Co.schon damals keine Lust hatten auf BILD Niveau zu schreiben. Das schützt auch ;)

Schnapp Dir mal Adorno. Kant ist dagegen Sonntagsliteratur :p

BTW: Mit dem hätte ich gerne mal LSD genommen um danach einen Jazz Club zu besuchen ... Höhö*

Gruss . Polylux
Adorno is scho ok, des is scho psychedelic, aber die Hauptstrategen, auf denen diese ganze Wissenschaft aufbaut, eher weniger, wie ich es in meinem eigenen Philosophiestudium erfahren hab, eher net, weswegen ich es auch abgebrochen hab...

:mrgreen:
Herrjeh*

Adorno ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenso wenig psychedelisch gewesen wie Platon.

Was hat den Psychedelik mit Philosophie zu tun?

Und ich glaube Dir einfach nicht dass Du je auch nur eine Zeile Adorno gelesen hast.

Das Abbrechen des Philosophiestudiums wird wohl die beste Entscheidung Deines Lebens gewesen sein.

Polylux
 

Kynokrates

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polylux schrieb:
Kynokrates schrieb:
polylux schrieb:
Kynokrates schrieb:
Ist die heutige Schulphilosophie tatsächlich eine Wissenschaft?
Nö. :D (Wenn Du mit Schule auch Schule meinst ...)

Das wurzelt darin, dass Kant & Co.schon damals keine Lust hatten auf BILD Niveau zu schreiben. Das schützt auch ;)

Schnapp Dir mal Adorno. Kant ist dagegen Sonntagsliteratur :p

BTW: Mit dem hätte ich gerne mal LSD genommen um danach einen Jazz Club zu besuchen ... Höhö*

Gruss . Polylux
Adorno is scho ok, des is scho psychedelic, aber die Hauptstrategen, auf denen diese ganze Wissenschaft aufbaut, eher weniger, wie ich es in meinem eigenen Philosophiestudium erfahren hab, eher net, weswegen ich es auch abgebrochen hab...

:mrgreen:
Herrjeh*

Adorno ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenso wenig psychedelisch gewesen wie Platon.

Was hat den Psychedelik mit Philosophie zu tun?

Und ich glaube Dir einfach nicht dass Du je auch nur eine Zeile Adorno gelesen hast.

Das Abbrechen des Philosophiestudiums wird wohl die beste Entscheidung Deines Lebens gewesen sein.

Polylux
Ok, ich nehm mal den zweiten deines Doubleposts :D

Psychedelisch von gr. psyche = Seele und deloun = offenbaren. Psychedelisch ist alles, was das Seelische offenbart, nicht zwingend das, was in den 70ern als psychedelisch bezeichnet wurde. Davon war vieles eher formell, also körperlich.

Philosophie = Liebe zur Weisheit, right?

Das Seelische nun ist das berühmte, viel zitierte, aber selten verstandene innere Kind. Das Kind allein ist weise, weil es noch rein ist, also noch nicht vom adulten Sabotagesystem verformt wurde. Es stellt Fragen bzw. hinterfragt, will wissen. Das Kind hört in dem Moment auf zu fragen, wenn irgendein Erwachsener, der in Wirklichkeit nur ein Ausgewachsener ist, ihm eintrichtert, dass dies so oder so sei. Aha, sagt das Kind, du bist ja älter, du musst es ja wissen, also werd ich dir mal glauben.

Derjenige jedoch, der sich von solchen Eintrichterungen nicht irritieren lässt, also das Kindliche in sich selbst am Leben hält, ist im ausgewachsenen Zustand nicht nur ein echter Erwachsener, sondern auch ein echter Philosoph, denn er hat ja nie aufgehört, zu hinterfragen.

Da nun die Offenbarung des Seelischen die Offenbarung bzw. Instandhaltung des Kindlichen ist, ist Psychedelik im Endeffekt das gleiche wie Philosophie. Im Endeffekt, aber auch im Anfangseffekt.

Bei Adorno hab ich mehr kindliche Aspekte wahrgenommen, zumindest was den Schreibstil angeht, daher sagte ich, is scho ok.

Und nein, der Abbruch des Philosophiestudiums war die zweitbeste Entscheidung meines Lebens. Die beste war der Abbruch meines Pädagogikstudiums.

:mrgreen:
 

hives

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:lol:



...um dieses spontane Lachen nicht ganz so allein da stehen zu lassen:
Den Begriff "psychedelic/ psychedelisch" würde ich persönlich eigentlich ganz anders gebrauchen, da ich ihn nicht zuletzt mit Leary, Weil & Co. in Verbindung bringe und zudem entsprechende Erfahrungen auf rein körperlicher Ebene ansetze. Doch deine Verwendung finde ich sehr interessant, und sie ist vielleicht gar nicht so weit von meiner bisherigen Auffassung entfernt...
Während sich "gewöhnliche" Eindrücke mehr oder weniger nahtlos in unsere Bewertungs- und Orientierungskategorien bzw. unsere "Realität" fügen, wirken psychedelische Erlebnisse in viel stärkerer Weise auf unsere eigenen Verarbeitungsmechanismen. Das kann wiederum zu einer alternativen Sichtweise, neuen Fragen oder einem erweiterten Horizont führen...

An dieser Stelle zitiere ich mal Leary ("The Psychedelic Eyperience"):

"A psychedelic experience is a journey to new realms of consciousness. The scope and content of the experience is limitless, but its characteristic features are the transcendence of verbal concepts, of space-time dimensions, and of the ego or identity. Such experiences of enlarged consciousness can occur in a variety of ways: sensory deprivation, yoga exercises, disciplined meditation, religious or aesthetic ecstasies, or spontaneously. Most recently they have become available to anyone through the ingestion of psychedelic drugs such as LSD, psilocybin, mescaline, DMT, etc. Of course, the drug does not produce the transcendent experience. It merely acts as a chemical key - it opens the mind, frees the nervous system of its ordinary patterns and structures."

Speziell was den letzten Punkt angeht, wird inzwischen häufig die spirituelle Nutzung von Drogen ("entheogen") von der Verwendung just-for-fun ("psychedelisch") unterschieden - vielleicht kann die erkennbare Pejoration des Begriffes "psychedelisch" als Symptom für eine Form des Wertewandels verstanden werden... aber momentan wage ich das zu bezeifeln ^^
Möglicherweise als Symptom für den materiellen Ausverkauf einer subkulturellen Bewegung...

Interessanter Beitrag, jedenfalls ;)
 

Kynokrates

Geselle
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hives schrieb:
:lol:



...um dieses spontane Lachen nicht ganz so allein da stehen zu lassen:
Den Begriff "psychedelic/ psychedelisch" würde ich persönlich eigentlich ganz anders gebrauchen, da ich ihn nicht zuletzt mit Leary, Weil & Co. in Verbindung bringe und zudem entsprechende Erfahrungen auf rein körperlicher Ebene ansetze. Doch deine Verwendung finde ich sehr interessant, und sie ist vielleicht gar nicht so weit von meiner bisherigen Auffassung entfernt...
Während sich "gewöhnliche" Eindrücke mehr oder weniger nahtlos in unsere Bewertungs- und Orientierungskategorien bzw. unsere "Realität" fügen, wirken psychedelische Erlebnisse in viel stärkerer Weise auf unsere eigenen Verarbeitungsmechanismen. Das kann wiederum zu einer alternativen Sichtweise, neuen Fragen oder einem erweiterten Horizont führen...

An dieser Stelle zitiere ich mal Leary ("The Psychedelic Eyperience"):

"A psychedelic experience is a journey to new realms of consciousness. The scope and content of the experience is limitless, but its characteristic features are the transcendence of verbal concepts, of space-time dimensions, and of the ego or identity. Such experiences of enlarged consciousness can occur in a variety of ways: sensory deprivation, yoga exercises, disciplined meditation, religious or aesthetic ecstasies, or spontaneously. Most recently they have become available to anyone through the ingestion of psychedelic drugs such as LSD, psilocybin, mescaline, DMT, etc. Of course, the drug does not produce the transcendent experience. It merely acts as a chemical key - it opens the mind, frees the nervous system of its ordinary patterns and structures."

Speziell was den letzten Punkt angeht, wird inzwischen häufig die spirituelle Nutzung von Drogen ("entheogen") von der Verwendung just-for-fun ("psychedelisch") unterschieden - vielleicht kann die erkennbare Pejoration des Begriffes "psychedelisch" als Symptom für eine Form des Wertewandels verstanden werden... aber momentan wage ich das zu bezeifeln ^^
Möglicherweise als Symptom für den materiellen Ausverkauf einer subkulturellen Bewegung...

Interessanter Beitrag, jedenfalls ;)

Ich sehe da auch eine Nähe unserer Auffassungen. Wenn sich das Seelische offenbart, dann durchaus im Korporalen. Doch muss dem ganzen schon ein gewisser Dreiklang innewohnen, damit es die Bezeichnung psychedelisch verdient. Die Pejoration des Begriffes würde ich eher als Symptom eines Werteverlustes deuten, der sogar höchstwahrscheinlich mit dem materiellen Ausverkauf in Zusammenhang steht.

Greetz

;)
 

holgercp

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ich denke das wesentliche am lernen von philosophie ist es zu lernen, sprache exakt zu gebrauchen und über diesen exakten gebrauch zu aussagen zu gelangen, daran ändert auch ein cultural turn nichts.
genausowenig der spätere Wittgenstein.

ich meine, dass das lernen exakten sprachgebrauchs viel übung verlangt und daher im studium am ehesten erlernt werden kann.

es spricht aber nichts gegen die möglichkeit sich auch vieles einfach anzuleen.

und das studium hat einen anderen wesentlichen nachteil: man wird im allerhöchsten maße von bestimmten vorstellungen der lehrpersonen indoktriniert.

das passiert allerdings beim lesen von büchern auch.

ein grund der dafür spricht, dass man da auch als autodidakt anfangen kann: die wirklich wichtigen fragen sind einfache fragen, das problem ist es, sie so zu fassen das argumentationen "abgesichert" werden

und das wiederum ist ein vorteil des studiums: man lernt schnell bestimmte "fallen" kennen.

gegen die ansicht weiter oben, dass man für logische fragen komplexe mathematik braucht erhebe ich im höchsten maße einspruch! vielleicht für bestimmte zusammenhänge aber nicht grundsätzlich, weder für aussagen-noch für prädikatenlogik. was man braucht ist eine gute erklärung der symbole und der hinten den argumentationen stehenden formalisierten denkweisen, dann kommt man da auch rein. lineare algebra is bestimmt schwieriger....

mein ratschlag: viel nachdenken und möglichst wenig lösungen lesen. einfach ein paar grundsätzliche fragestellungen vornehmen und sich damit beschäftigen. gute zugang: begriffsdefinitionen.
z.b. was ist "bedeutung".
oder sich paradoxien vornehmen und darüber nachdenken.

meine auffassung dazu: philosophie ist kein wisen (im alltagssprachlichen sinne) sondern eine fähigkeit seinen geist zu nutzen. und das muss man einfach trainieren

gut ist es auch wenn man jemanden hat mit dem man gedanken austauschen kann.

so und nu viel spass

holger
 
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