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Frau gegen ihren Willen in Psychatrie

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von JimmyBond, 3. Mai 2007.

  1. JimmyBond

    JimmyBond Ehrenmitglied

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    das traurige schicksal einer frau, die als unschuldiges maedchen durch ihre eltern und einer fehldiagnose der aerzte fuer die haelfte ihres lebens in mehren psychatrischen anstalten untergebracht war. mit tabletten vollgepumpt und schwarzer paedagogik unterzogen, wollte man ihren willen brechen und das unschuldige aus ihr herraus reissen.

    erst nach 20 jahren schaffte sie es frei zu kommen und klagte. durch diverese gerichte wuehlend, schaffte sie es endlich beim europaeischen gericht fuer menschenrechte, welches fuer das opfer entschied und ihr 75000 euro zu sprach.

    doch ihr kampf gegen diese menschenverachtende ungerechtigkeit und die frage nach dem "warum" geht weiter...

    weitere links:

    bremer regionalzeitung "weser kurier" aus dem jahre 1998
    der "fall vera stein" von helmut pollaehne

    also ich empfinde grosses mitgefuehl fuer diese frau und kann nicht verstehen, wie besonders die eltern das mit ihrer tochter anstellen konnten...unfassbar... :k_schuettel:
     
  2. ConspirIsee

    ConspirIsee Meister

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    was versteht man unter diesem begriff, mir sagt der gar nichts.

    Sowas passiert, wenn Eltern rein den Göttern in Weiss vertrauen. Dieses Schicksal der Frau ist eine schreckliche Vorstellung...
     
  3. JimmyBond

    JimmyBond Ehrenmitglied

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  4. InsularMind

    InsularMind Erleuchteter

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    Dazu kann ich wohl ohne allzuviel Mist zu verzapfen, frei heraus aufwerfen, dass ein solches Schicksal, wenn auch vielleicht nicht überall so extrem in den Ausmaßen und Folgen, Millionen von Menschen weltweit teilen dürften. Die Diskriminierungsfolgen für einmal von der Psychiatrie als "abweichend" oder "psychisch krank" eingeordneten Leute können ein ganzes Leben in Begrenzungen bis hin zu dauerhaft unwürdigem Umgang / nicht-ernstgenommen-Werden, Entfaltungsbehinderung ect. leiten.

    Die Einteilung von Menschen nach psychiatrischen Definitionen birgt wohl eine unrühmlich traurige Fehlverurteilungsquote in sich, wo der Mensch als Individuum in Persönlichkeit und Vereigenschaftung seines Selbst über allerlei undifferenzierte, öfter mal wenig belegwissenschaftlich untermauerte Kämme geschert wurde und wird.

    Sicher entwickeln sich auch Psychiater mit der Zeit weiter, oder müssen ihre Modelle vom "ordnungsgemäß gearteten" Menschen, bzw. Methode zur Bewertung abweichender Verhaltensweisen / Einteilung in Krankheiten regelmäßig überarbeiten, bzw. nach und nach auch beachten, dass man die Menschenwürde nicht anhand von Thesen ausklammern kann, die auf Annahmen und Folgegebäuden von Annahme-Clustern früherer Theoretiker aufbauen.
    Dass es instituitionell geschehen ist und sicher auch noch immer geschehen kann, Menschen systematisch oder auch medikamentös dauerwirksam kaputt zu machen, finde ich, ist schon ein Armutszeugnis für manche "Wissenschafts"-zweige.

    Zumindest sollten die betreffenden Stellen sich nicht scheuen, die Verantwortung für ihre Fehlerquoten und daraus folgende Einschränkungen an Lebensqualität / -entfaltung für die darunter zu Leiden gekommenen Menschen zu übernehmen. Dieser Aspekt wird doch sehr gern fachversiert verwischt, delogisiert oder sonstwie unter die Teppiche des Schweigens gekehrt, a'la -- Ärzte sind auch nur Menschen und Menschen machen nun einmal Fehler.

    Die psychiatrische "Göttergarde" bzw. auch verschiedene psychologischen Richtungen sollte man grundsätzlich nicht zu sehr so Ernst nehmen, wie sie in unserer Zeit hochgewertet wird. Schließlich scheinen sie auch die Belange der Menschen, bzw. deren individuelle Vereigenschaftung nicht so sehr ernstzunehmen, wie man denken würde, dass ein Mensch einen anderen Menschen eigentlich ernstnehmen sollte.
    Psychiater besitzen weder viel höhere Intelligenz als viele andere Leute auch, oder viele ihrer Beobachtungsobjekte, noch sind ihre Ideen darüber, weshalb Jemand so geartet ist und sich verhält, wie er das ist und tut, nur weil sie diese Fächer studiert haben, nicht notwendigerweise richtiger, als die des Gärtners.
    Die teilweise äußerst hochdestilierte Jargonsprache kann das auch nicht ändern -- man darf wohl grundsätzlich einfach nicht den Fehler begehen, hier dem weiterführend gepflegten Weißkittelcharme zu unterfallen. :wink:

    Ob man pschiatrische Lehren jeder halbwegs dressierten Ziege beibringen kann ( Gert Postel soll sowas mal gesagt haben ), weiß ich zwar nicht,aber man hat damit sicher kein Gebiet vor sich, für welches etwa nur sehr wenige Leute genug Grips besäßen, um sich darin zurechtfinden zu können.

    Vielleicht ist nicht alle unterste Psychiatriekritik immer so sorgfältig hinterforscht oder ausgeführt anwendbar, und die zwangsweise Entrechtung von Menschen, die aus psychischen Gründen auf andere losgehen, sich selbst schaden oder die Allgemeinheit bedrohen, dürfte ein Streitpunkt werden, an dem sich pro und contra Psychiatrie noch messen müssen.
    Auch wenn die psychiatrischen Lehren, bzw. die Psychologie gewissermaßen als Religionsersatz unserer Zeiten dient, und Medikamente, die in die Vorgänge und Abläufe unseres bewussten Seins direkt eingreifen, als Wundermittel angesehen werden,sollten wir ihre Verfechter nicht über unsere wahlfreie Selbstbestimmung maßlos hinwegschreiten lassen.
     
  5. Schattenspiegel

    Schattenspiegel Großmeister

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    Neubrandenburg
    Insular Mind ich stimme grundsätzlich zu.

    Nur würde ich es nicht verharmlosen,.
    Es sind immer "bedauernswerte einzelfälle" .

    Ja die zwei die in die presse kommen bzw überhaupt in der lage sind darüber zu reden.

    das sind die ausnahmen.
    arbeitest du oder sollte ich sie sagen , berichtige mich dann, in einer geschlossenen psychiatrie?

    es gibt viele unschöne dinge die vor der masse verschwiegen werden, haloperidol zb wird mal eben so iv gegeben...
    klarer verstoss gegen die menschenwürde
    wenn abschiessen gibt es anderes
    aber man muss ja testen.
    alte menschen werden gezielt von psychologen betreut :O)
    halolo!!! sie haben ihr leben gelebt lasst doch die alten in ruhe.....
    die werden teilweise derart weggeschossen mit psychopharmaka ....
    kann ich nicht verstehen

    diese sogenannten psychiatrischen lehren beruhen oft auf freud
    eigentlich sollte damit alles gesagt sein
    freudsche theorien sind selbst bei seinen psycho-kumpels umstritten, warum`?
    er war gestört
    ernsthaft kaputt

    kein wort von liebe zuneigung im positiven sinne.
    auf socl einem seelenkrüppel (darf man das hier schreiben) baut die "moderne psychiatrie " auf.


    was denkst du läuft da? immernoch?
    ja es gibt e-schocks für unanständige
    ja eine deutsche firma entwickeld diese geräte

    ich habe das elend gesehen der einzelfall ist schlimm, schlimmer ist was mit entmündigten(gibt es nach deutschem recht ja nicht mehr....)
    passiert.

    das sind nicht alles geisteskranke killer.

    das sind leute die anders ticken, sie gehören hinter gitter keine frage. aber bitte menschenwürdig.
    nicht so.

    es ist ebenso für mich nicht tolerierbar dass medikamente an diesen menschen getestet werden.

    mein bruder hat das auch durch und ich kann dir mit gutem gewissen sagen lieber tausend von denen wie er es ist als 100 fanatiker.

    ein tipp noch: rede auch über die schattenseiten.
    es ist bedauerlich und tut mir auch weh wenn ich höre was mit dieser frau getrieben wurde.

    ja es ist ein armutszeugnis für bestimmte wissenschaftszweige.

    einen menschen zerstören ist einfach, einen menschen zu heilen eine kunst.

    grüsse

    dein deutsch ist abartig gut;)
    leider bin ich selten in der lage mich derart gewählt ausdrücken zu können.
     
  6. Eskapismus

    Eskapismus Ehrenmitglied

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    Zürich
    wo ist denn die Fraktion der Leute, die ständig rumschreien, wenn ein falsches psychiatrisches Gutachten einem Triebtäter ermöglicht freizukommen um sich erneut an Kindern zu vergehen?

    sorry für die Polemik...

    ich finds nur ein wenig traurig wie ständig (meist unqualifiziert) über die Psychiatrie hergezogen wird.
     
  7. Komplize

    Komplize Meister

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    25. April 2007
    Zu den Lehren Freuds gibt es ja die interessante These, seine psychoanalytischen Grundsätze entspringen dem esoterischen Weltbild der Kabbalisten Jitzak Luria, Nathan von Gaza und Sabbatai Zwi. Man muss diese Auffassung nicht teilen, aber sie sofort als antisemitisch abzutun, ohne sich inhaltlich mit dem sabbatianischen Weltbild zu beschäftigen, ist oberflächlich. :roll:

     
  8. dkR

    dkR Forenlegende

    Beiträge:
    6.538
    Registriert seit:
    10. April 2002
    Um die Formen zu wahren:
    Was hätte Hitler für ein Gutachten bekommen?

    :roll:
     
  9. Aphorismus

    Aphorismus Ehrenmitglied

    Beiträge:
    3.701
    Registriert seit:
    22. Dezember 2004
    Ort:
    im moment in den neuronen deines kopfes
    Mit Verlaub, was da behauptet wird ist teilweise auch recht oberflächlich.

    Wie kann man so etwas schreiben, wenn man Freud gelesen hat? In "Totem und Tabu", "Die Zukunft einer Illusion" und dem genannten "Der Mann Moses und die monotheistischen Religionen" wird überdeutlich, wie wenig, nämlich gar nicht, sich Freud mit Moses identifiziert.

    Er lehnt die gesamte Idee der Annahme eines einzigen, gütigen und allmächtigen Gottes von Grund auf ab. Das hat natürlich auch Gründe, die in der persönlichen Geschichte Freuds zu suchen sind, aber diese Gründe haben mit der jüdisch-kabbalistischen Tradtition nichts zu tun. (Für eine Studie: "Why Did Freud Reject God? - A Psychodynamic Interpretation", Ana-Maria Rizzuto, 1998.)

    Auch das Sammeln von Statuen, zum allergrößten Teil aus dem ägyptischen Raum, hat andere Gründe, als in dem verlinkten Artikel angenommen werden. In diesen Statuen spiegelt sich die Sehnsucht Freuds nach der Geborgenheit, die genau ein solches Gottbild, das er für sich nicht zulassen kann, leistet. Die Statuen hatten große Ähnlichkeit mit den Illustrationen aus der Freudschen Familienbibel, in der er als Kind mit dem Vater gemeinsam gelesen hatte. Erst nach dem Tod seines Vaters begann Freud mit diesem "Tick", zwanghaft ägyptische Skulpturen zu kaufen und in seiner Wohnung und Praxis aufzustellen. Ich schreibe das nur, weil in dem Text auf Freuds Bewunderung einer Moses-Statue eingegangen wird.

    Gut, wahr ist, dass in Freuds Familie einige Gelehrte zu finden waren, die den Talmud und wahrscheinlich auch die Kabbalah studiert haben. Aber Freud selber? Da brauche ich schon etwas bessere Hinweise, um das anzunehmen, da diese Annahme - und besonders die behauptete Identifikation Freuds mit Moses - in einem starken Widerspruch zu seinen Werken steht.