Der Ursprung des Bösen und des Leides

Jiddu

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wie wollt ihr den ursprung des bösens herausfinden, wenn wir in einer unendlichkeit leben?

es gibt meiner meinung nach kein anfang und kein ende, also auch kein ursprung.

das leiden ist vermutlich die effizienteste art zu lernen, deshalb existiert es.
 

Shishachilla

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Jiddu schrieb:
wie wollt ihr den ursprung des bösens herausfinden, wenn wir in einer unendlichkeit leben?

es gibt meiner meinung nach kein anfang und kein ende, also auch kein ursprung.

das leiden ist vermutlich die effizienteste art zu lernen, deshalb existiert es.
unendlich bedeutet ursprungslos?? Coool, die Ansicht kann ich jetzt so gar nicht teilen! :wink:

Einen Ursprung gibt es nach der Urknall-Theorie sowie der der Kirche eigentlich schon.

Das Leiden existiert doch eher deshalb, damit wir erkennen, welche Dinge im Leben schön sind; wenn es keine schlechten gäbe, würden wir die Guten nicht erkennen.
 

WolArn

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Re: Unheilsame Sichtweisen bzg. Wiedergeburt

Benkei schrieb:
Stattdessen sollte man lieber Mitgefühl aufbringen und nach Möglichkeit versuchen für die Besserung ihrer Lebensumstände zu wirken.

Alles natürlich wesentlich leichter dahergesagt als getan :roll:
Z.B. einem bettelden Alkoholiker ein paar Cent in die Hand drücken.
 

Jiddu

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Shishachilla schrieb:
unendlich bedeutet ursprungslos?? Coool, die Ansicht kann ich jetzt so gar nicht teilen! :wink:

Einen Ursprung gibt es nach der Urknall-Theorie sowie der der Kirche eigentlich schon.
und was war vor dem urknall?
übrigens würde ich der kirche nicht trauen 8O
 

Booth

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arius schrieb:
wenn jemand angesichts des Leides in der Welt nicht an eine Wiedergutmachung und an das Gesetz von Ursache und Wirkung glaubt, ist das gane wirklich schwer verständlich.
Das wird nur dann schwer verständlich, wenn man eine absolute Gerechtigkeit glauben will.

Wenn man akzeptiert, daß Leben rein physikalisch gesehen nur auf Grund von Ungleichgewichten entstehen kann (physikalisch gesehen beinhaltet ein Lebewesen ein hohes Ungleichgewicht, da permanent Energie fließen muss, um dieses System aufrecht, also am Leben zu erhalten), und gleichzeitig akzeptiert, daß Ungerechtigkeiten im Prinzip nur negativ bewertete Ungleichheiten sind, dann ist das alles eigentlich problemlos verständlich. Ich habe jedenfalls kein großes Problem mit dem Verständnis.
Alte dogmenhafte Vorstellungen [...]belegen die Naivität menschlichen Denkens aufs eindruckvollste.
Und was ist mit neuen dogmenhaften Vorstellungen? (Sorry - konnt ich mir nicht verkneifen).

edit:
und was war vor dem urknall?
Es gibt möglicherweise kein "vor" dem Urknall, da die Zeit eventuell erst mit dem Urknall entstanden ist - zumindest in diesem Universum (und ob es andere gibt, darüber kann kein Physiker etwas aussagen).

gruß
Booth
 

Aphorismus

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und was war vor dem urknall?
Die Verwirrung kommt daher, dass wir oft vergessen, dass Zeit und Raum Konzepte sind, die wir erfunden haben um uns die Welt, die unsere Sinne wahrnehmen, zu erklaeren. Zu fragen was vor dem Urknall war ist wie zu fragen, was suedlich des Suedpols ist--nicht sinnvoll.
 

Benkei

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Nix absolutes / über bettelnde Spritter

Jiddu schrieb:
wie wollt ihr den ursprung des bösens herausfinden, wenn wir in einer unendlichkeit leben?

es gibt meiner meinung nach kein anfang und kein ende, also auch kein ursprung.

das leiden ist vermutlich die effizienteste art zu lernen, deshalb existiert es.
Den Ursprung "des Bösen" herauszufinden setzt voraus, dass es so etwas wie "das Böse" überhaupt gibt. Wie ja schon oft gesagt wurde sind "Gut" und "Böse" nur zwei Seiten einer Medaille, nur zwei sich gegenseitig bedingende Konzepte. "Das Böse" entstand damit in dem Augenblick, in dem "der Schmied" die "Gut-und-Böse-Münze" ins Wasser tauchte und sie so verhärtete.

Da, wo es nur die Konzeptionen "Gut und Böse" gibt und kein "absolutes Gutes" und kein "absolut Böses", dort ist die Suche zu Ende.


WolArn schrieb:
Benkei schrieb:
Stattdessen sollte man lieber Mitgefühl aufbringen und nach Möglichkeit versuchen für die Besserung ihrer Lebensumstände zu wirken.

Alles natürlich wesentlich leichter dahergesagt als getan :roll:
Z.B. einem bettelden Alkoholiker ein paar Cent in die Hand drücken.
Ja, genau!

Jetzt mögen vielleicht bei einigen die Alarmglocken nach dem Motto "Aber der wird sich davon doch Schnaps kaufen!" klingeln, aber geht es wirklich darum? Das ist doch nur eine Ausrede weshalb man lieber passiv bleibt. Was kann daran falsch sein, ihm Geld zu geben?

Offensichtliche Not - sofortige Hilfe;
Aktion (das Betteln) - Reaktion (das Geben).

Wenn der Geber einfach gibt, "aus dem Bauch heraus" ohne Hintergedanken, was kann daran falsch sein?
Wenn der Bettler andere Zwecke im Sinn hat als sich Nahrung zu kaufen (meistens übrigens der Zweck den der Geber in das Betteln hineininterpretiert!), wieso sollte es ein Problem des Gebers sein?
 

Shishachilla

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hmmm, wie wärs damit:

"für mich nicht offensichtlicheNot" - "kein Geld geben"
Aktion - Reaktion


jiddu schrieb:
und was war vor dem urknall?
übrigens würde ich der kirche nicht trauen Shocked
nunja, die wahrscheinlichste (und das sollte man dann doch auch so annehmen, wir haben schließlich die Wahrscheinlichkeitsrechnung erfunden, wenn wir uns nicht dran hielten wärs für die Katz) Theorie sagt eben, dass davor auch etwas war, man kann nur nicht sagen was und wieviel darum herum war. Wie unser Sonnensytem entstanden ist wissen wahrscheints die meisten, also brauche ich es ja nicht erörtern. Aber es war auf jeden Fall etwas da, nur hat unsere Geschichte wenn man es so will mit dem Urknall begonnen, natürlich eigentlich viel früher, aber dieser Urknall setzte eindeutig die Vorraussetzungen dafür, dass wir jetzt hier darüber debattieren können. Für die streng gläubigen Christen unter uns: Nein, es gab keinen Urknall, da kam einer und hat nen Planeten gebaut und zwei leutz drauf gesetzt, die sich dann vermehrt haben. Zum glück wurden genetische Defekte, die durch Inzucht verursacht werden erst später erfunden.... :gruebel:

zum thema kirche trauen oder nicht:
Die Menschen haben Angst vor dem was sie nicht kennen, also tischt man eine Story auf, ob die nun stimmt oder nicht hab ich nicht gesagt. Sie stimmt nicht (ohne jetzt jemanden enttäuschen zu wollen *gg*)!

in diesem sinnne
 

WolArn

Großmeister
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Re: Nix absolutes / über bettelnde Spritter

Benkei schrieb:
WolArn schrieb:
Benkei schrieb:
Stattdessen sollte man lieber Mitgefühl aufbringen und nach Möglichkeit versuchen für die Besserung ihrer Lebensumstände zu wirken.

Alles natürlich wesentlich leichter dahergesagt als getan :roll:
Z.B. einem bettelden Alkoholiker ein paar Cent in die Hand drücken.
Ja, genau!

Jetzt mögen vielleicht bei einigen die Alarmglocken nach dem Motto "Aber der wird sich davon doch Schnaps kaufen!" klingeln, aber geht es wirklich darum? Das ist doch nur eine Ausrede weshalb man lieber passiv bleibt. Was kann daran falsch sein, ihm Geld zu geben?

Offensichtliche Not - sofortige Hilfe;
Aktion (das Betteln) - Reaktion (das Geben).

Wenn der Geber einfach gibt, "aus dem Bauch heraus" ohne Hintergedanken, was kann daran falsch sein?
Wenn der Bettler andere Zwecke im Sinn hat als sich Nahrung zu kaufen (meistens übrigens der Zweck den der Geber in das Betteln hineininterpretiert!), wieso sollte es ein Problem des Gebers sein?
Shishachilla schrieb:
hmmm, wie wärs damit:

"für mich nicht offensichtlicheNot" - "kein Geld geben"
Aktion - Reaktion
Für mich ist geben ein "Gottesdienst".
Denn wenn es mir so dreckig wie einem Alkohliker ginge, wäre ich froh, wenn mir jemand ein paar Cent geben würde. Also gibt man, weil sich dann jemand freut, und wer sich da freut, ist niemand anderes als der liebe Gott, der ja in jedem von uns ist; und nicht in der "Kirche" ist, und ich deshalb der Kirche auch nicht vertraue.
 
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