Antibiotika i. d. Massentierhaltung

holo

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Shishachilla schrieb:
Und wenn es als Synonym benutzt wird ist es trotzdem falsch.
Du meintest damit die pathogenen Keime?
Keime sind nun mal Synonym für die schlechten Erreger ("Im Keim ersticken"). Das Problem beim Antibiotikum ist eben die Wirkweise und seine Wasserlöslichkeit. Das Zeug geht auch leicht auf die "Keime" im Boden - genau, wie nutzbringende Bakterien betoffen sind.

Dazu dieser Link (PDF-Dokument)

Übrigens hat es einen Sinn, wenn der Arzt meint, das Antibiotikum eine Woche lang zu nehmen.
Am Beispiel eines Patienten, der 24 Stunden nach Einnahme des Antibiotikums über eine mangelnde Wirkungsweise klagte sieht man, dass die Wirkungsweise von Antibiotika nicht gut genug verbreitet ist.
Das übliche Antibiotikum schlägt so richtig nach 48 Stunden an. Viele begehen den Fehler und setzen es gegen die ärztliche Verordnung frühzeitig ab - und genau damit riskieren diese Patienten eine Bildung resistenter Bakterien. Um genau das zu verhindern, soll das Antibiotikum so lange eingenommen werden, wie es vom Arzt verordnet wird.

Gruß
Holo
 

Themis

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holo schrieb:
Viele begehen den Fehler und setzen es gegen die ärztliche Verordnung frühzeitig ab - und genau damit riskieren diese Patienten eine Bildung resistenter Bakterien. Um genau das zu verhindern, soll das Antibiotikum so lange eingenommen werden, wie es vom Arzt verordnet wird.
Genau. Durch solch ein Verhalten wird die Entstehung der sog. sekundären Resistenz gefördert.
Bakterien tauschen nämlich auch untereinander genetisches Material aus,. V.a. extrachromosomale Plasmide stellen hauptsächlich den Resistenz-Transfer-Faktor dar.
Wenn man vorzeitig die Therapie abbricht, nimmt der prozentuale Anteil der resistenten Erreger in der Polulation zu.

Das hat allerdings nichts mit Massentierhaltung zu tun, will auch niemanden langweilen...

@Shishachilla
man... auf Deine Posts einzugehen wirkt auf mich irgendwie lebenszeitverschwenderisch.

@DrJones
Letztendlich geht es nur um die Gesetze der Marktwirtschaft.
In der Schule hatte man mir beigebracht, dass diese dem Gutdünken der Konsumenten unterliegen :wink:
 

Artaxerxes

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Hallo Themis,

ungeachtet der Tatsache, dass sich - außer den "Tierfabrikanten" - scheinbar nur die Schweine für die "Produktion" ihres Fleisches interessieren, sind doch die Horrormeldungen (in immer kleineren Zeitabständen) über Schweinepest, Vogelgrippe, BSE und andere nette Errungenschaften der "modernen" Tierhaltung immer nach nur wenigen Wochen verhallt - meint, auch die Medien zeigen kein Interesse mehr.

Und, obwohl es doch um unser aller Gesundheit geht, scheint sich nur eine kleine, überschaubare Zahl von Menschen dafür zu interessieren, was man ißt bzw. ob denn nicht ein kausaler Zusammenhang zwischen den stetig steigenden Gesundheits- (pardon) Krankheitskosten und der täglichen Ernährung besteht.

Auch die stetig steigende Zahl von Allergikern sollte einem doch zu denken geben zumal die "Artenvielfalt" der Allergene sich auch stetig vergrößert.

Deshalb sei die Frage gestattet: "Wer soll uns Verbraucher eigentlich vor Gammelfleisch, Junk-Food oder nutz- und nähstofflosem Chemie-Müll schützen, wenn die Lebensmittelüberwachung derart pennt?"

Gruss Artaxerxes
 

dkR

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Auch die stetig steigende Zahl von Allergikern sollte einem doch zu denken geben zumal die "Artenvielfalt" der Allergene sich auch stetig vergrößert.
"Allergien sind das Hobby eines gelangweilten Immunsystem"
 

Themis

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@Artaxerxes

.Und, obwohl es doch um unser aller Gesundheit geht, scheint sich nur eine kleine, überschaubare Zahl von Menschen dafür zu interessieren, was man ißt.

Als "Herr" meines Körpers bedarf es mir keiner immer wieder im Intervall ins Bewußtsein gerückter Erkenntnisse. Ich führe meinen Körper etwas zu, was es weiterverarbeitet - also achte ich darauf, was ich esse. So einfach ist das.
Das hat primär nichts mit den Gesundheitskosten, der Moral der Massentierhaltung, oder sonst etwas zu tun. Es ist quasi meine eigene Körperangelegenheit.

bzw. ob denn nicht ein kausaler Zusammenhang zwischen den stetig steigenden Gesundheits- (pardon) Krankheitskosten und der täglichen Ernährung besteht.
Wer bestreitet denn, das Gesundheit und Ernährung Hand in Hand gehen?

Deshalb sei die Frage gestattet: "Wer soll uns Verbraucher eigentlich vor Gammelfleisch, Junk-Food oder nutz- und nähstofflosem Chemie-Müll schützen, wenn die Lebensmittelüberwachung derart pennt?"
Die Chefs der Lebensmittelüberwachung?



EDIT:

Das alles hat aber eher sekundär mit dem Topic zu tun.
 

holo

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Artaxerxes schrieb:
Deshalb sei die Frage gestattet: "Wer soll uns Verbraucher eigentlich vor Gammelfleisch, Junk-Food oder nutz- und nähstofflosem Chemie-Müll schützen, wenn die Lebensmittelüberwachung derart pennt?"
Du selber. Die Lebensmittelüberwachung für Gammelfleisch ist das eine, aber niemand zwingt dich zu Junkfood. Und es sind nicht einige wenige, denen klar ist, dass man sich nicht nur von Burgern und Pommes ernährt - sie tun es dennoch.
Was die Chemie betrifft: Die Lebensmittelüberwachung weiß davon. Den feinsten Farbcocktail fand ich bisher in "Trolli Nr. 1" - lecker sind sie dennoch. Und das Brot mit der Propionsäure oder die Cola mit der Phosphorsäure, die gespritzten oder gewachsten Lebensmittel - das alles konnte mir bisher nichts anhaben - zumindest nicht aus allergokologischer Sicht. Einen Trost gibt es immerhin: Du hast einen Schuss zum Probieren frei - die allergische Reaktion tritt wenn, dann erst mit dem zweiten Kontakt ein. Früher hätte ich gesagt: Schlechte Gene. Heute sage ich: Hättste mal mehr im Dreck gespielt. ;-)

Gruß
Holo
 

Themis

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Mit den Chefs der Lebensmittelüberwachung war natürlich ´n Scherz...
Jeder kennt die Empfehlungen zu ausgewogener, gesunder Ernährung.

Wie effektiv Präventionen sind sieht man jedoch z.B. anhand der Tabakaufklärung.
 

Artaxerxes

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Hallo Themis,

Themis schrieb:
Artaxerxes schrieb:
.Und, obwohl es doch um unser aller Gesundheit geht, scheint sich nur eine kleine, überschaubare Zahl von Menschen dafür zu interessieren, was man ißt.

Als "Herr" meines Körpers bedarf es mir keiner immer wieder im Intervall ins Bewußtsein gerückter Erkenntnisse. Ich führe meinen Körper etwas zu, was es weiterverarbeitet - also achte ich darauf, was ich esse. So einfach ist das.
Das hat primär nichts mit den Gesundheitskosten, der Moral der Massentierhaltung, oder sonst etwas zu tun. Es ist quasi meine eigene Körperangelegenheit.

D'Accord - so sollte es sein, aber leider sind unsere Geschmacksnerven z. B. nicht auf Pestizide oder Herbizide geeicht. Grenpeace hat ja jetzt wieder die Discounter (u. a. Aldi, Edeka, Real und Tengelmann) im Visier, weil deren Obstangebot die Grenzwerte - teilweise erheblich - überschreitet.

Und wenn man dazu jetzt den Appellen der DGE folgt (Obst ist gesund - 5 x Obst am Tag) erreicht man eben nicht den gewünschten Effekt sondern der vermeindlich "gesunde" Lebenswandel ist in Wirklichkeit kontraproduktiv.


Themis schrieb:
bzw. ob denn nicht ein kausaler Zusammenhang zwischen den stetig steigenden Gesundheits- (pardon) Krankheitskosten und der täglichen Ernährung besteht.
Wer bestreitet denn, das Gesundheit und Ernährung Hand in Hand gehen?

u. a. das Lebensmittelgesetz, in dem das so festgeschrieben ist, dass z. B. verbietet, gesundheitsbezogene Aussagen zu Lebensmitteln zu machen - warum wohl?

Themis schrieb:
Deshalb sei die Frage gestattet: "Wer soll uns Verbraucher eigentlich vor Gammelfleisch, Junk-Food oder nutz- und nähstofflosem Chemie-Müll schützen, wenn die Lebensmittelüberwachung derart pennt?"
Die Chefs der Lebensmittelüberwachung?

EDIT:
Das alles hat aber eher sekundär mit dem Topic zu tun.

Letztere sind ja auch an die gesetzliche Grundlage gebunden. Es werden ja auch "Grenzwerte" festgelegt von denen keiner sagen kann, wofür sie denn eine Grenze darstellen. Das der menschliche Körper - als Endverbraucher - alle Substanzen der Nahrungskette aufnimmt (ergo auch viele verschiedene Produkte) ist Fakt. Grenzwerte gelten jedoch nur für das spezifische Produkt. In Addition kommt da einiges zusammen.

Und zum Topic, auch der Chemiecoctail, den die Schweine über ihr Fleisch weitergeben, subsummiert sich im menschlichen Körper.

Alles hängt eben zusammen.

Gruss Artaxerxes
 

Artaxerxes

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Hallo Holo,

holo schrieb:
Artaxerxes schrieb:
Deshalb sei die Frage gestattet: "Wer soll uns Verbraucher eigentlich vor Gammelfleisch, Junk-Food oder nutz- und nähstofflosem Chemie-Müll schützen, wenn die Lebensmittelüberwachung derart pennt?"
Du selber. Die Lebensmittelüberwachung für Gammelfleisch ist das eine, aber niemand zwingt dich zu Junkfood. Und es sind nicht einige wenige, denen klar ist, dass man sich nicht nur von Burgern und Pommes ernährt - sie tun es dennoch.
Was die Chemie betrifft: Die Lebensmittelüberwachung weiß davon. Den feinsten Farbcocktail fand ich bisher in "Trolli Nr. 1" - lecker sind sie dennoch. Und das Brot mit der Propionsäure oder die Cola mit der Phosphorsäure, die gespritzten oder gewachsten Lebensmittel - das alles konnte mir bisher nichts anhaben - zumindest nicht aus allergokologischer Sicht. Einen Trost gibt es immerhin: Du hast einen Schuss zum Probieren frei - die allergische Reaktion tritt wenn, dann erst mit dem zweiten Kontakt ein. Früher hätte ich gesagt: Schlechte Gene. Heute sage ich: Hättste mal mehr im Dreck gespielt. ;-)

Gruß
Holo

also zunächst mal, ich gehöre wohl zu der Kategorie "Dreckspatzen" die keine Probleme mit Allegien o. ä. haben. Dafür muss man allerdings auch nicht unbedingt im Dreck gespielt haben, sondern auch was tun.

Würden alle Menschen meinen Ernährungsgewohnheiten folgen, dann gäbe es in Deutschland z. B. kein Mc Donalds oder BurgerKing und auch keine Dönerbuden oder Pizza-Taxis.

Auf der anderen Seite kann ich mich aber auch nicht erinnern, wann ich das letzte Aspirin o. ä. eingeworfen habe - ergo verdient auch die chemische Industrie nur bedingt an mir - denn vor Pestiziden oder Herbiziden kann sich kein Mensch - nur durch vernünftige Ernährung - schützen.

Aber man kann natürlich im Körper angereicherte Schwermetalle und andere toxische Verbindungen ausschwemmen.

Und zu dem Trugschluss, das alles könne Dir nichts anhaben, sei nur erwähnt, dass die "Maladen" - die auf "Fehlernährung" zurückzuführen sind - sich ja auch erst in der "Blüte" der Arterienverkalkung bemerkbar machen, weil diese Entwicklung dahin eben schleichend ist. Ergo (wenn ich mich - hinsichtlich Deines Alters - nicht irre) fangen die Wehwehchen bei Dir erst richtig an, wenn die ersten Haare aus den Ohren zu sprießen beginnen.

Gruss Artaxerxes
 

Artaxerxes

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Hi Themis,

Themis schrieb:
Mit den Chefs der Lebensmittelüberwachung war natürlich ´n Scherz...
Jeder kennt die Empfehlungen zu ausgewogener, gesunder Ernährung.

Wie effektiv Präventionen sind sieht man jedoch z.B. anhand der Tabakaufklärung.

na klar - dazu habe ich oben ja meinen Kommentar abgegeben. Und hinsichtlich des Tabaks (Genussmittel) behaupte ich jetzt mal ketzerisch, dass viele andere - auch so genannte - Lebensmittel weit gefährlicher als Tabak sind.

Allerdings steht da nicht auf der Verpackung, dass bei Verzehr (Genuss) Gesundheitsschäden zu befürchten sind.

Gruss Artaxerxes
 

holo

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Artaxerxes schrieb:
also zunächst mal, ich gehöre wohl zu der Kategorie "Dreckspatzen" die keine Probleme mit Allegien o. ä. haben. Dafür muss man allerdings auch nicht unbedingt im Dreck gespielt haben, sondern auch was tun.
:D
Ich meinte damit die Kindheit. Schade, ich erinnere mich nicht mehr, aus welcher Lektüre ich das habe ... Kinder, die auf dem Land aufwuchsen, waren weniger anfällig für Allergien als Stadtkinder. Darauf wollte ich hinaus. Ich musste bisher eigentlich nichts tun, wobei ich seinerzeit im Umgang mit sensibilisierenden Konservierungsstoffen in jedem Fall vorsichtig umgegangen bin.

Artaxerxes schrieb:
Würden alle Menschen meinen Ernährungsgewohnheiten folgen, dann gäbe es in Deutschland z. B. kein Mc Donalds oder BurgerKing und auch keine Dönerbuden oder Pizza-Taxis.
Na, ja, so ein preisgekrönter, nahrhafter Cheeseburger von MacMacMac darf es doch ausnahmsweise sein, oder? Ich hatte diesen Monat einmal Döner zum Mittag - dafür gleich zwei. Naja, was du mit Burger King machst, ist mir wurscht ;-)

Artaxerxes schrieb:
Auf der anderen Seite kann ich mich aber auch nicht erinnern, wann ich das letzte Aspirin o. ä. eingeworfen habe - ergo verdient auch die chemische Industrie nur bedingt an mir - denn vor Pestiziden oder Herbiziden kann sich kein Mensch - nur durch vernünftige Ernährung - schützen.
Alles eine Frage der Dosis. Ein bisschen ASS schadet nicht - und Menschen, die das Blut dünn halten müssen, freuen sich über dieses Produkt. (Schade, dass Vioxx vom Markt ist ... das wäre aber eher ein Beispiel für Gefahren bei regelmäßiger Anwendung)

Artaxerxes schrieb:
Aber man kann natürlich im Körper angereicherte Schwermetalle und andere toxische Verbindungen ausschwemmen.
Boah, du machst aber auch ein paar Gedankensprünge hier ... ;-)
Mir kommt es so vor, als dass du von Chemie nicht viel verstehst und daher allem misstrauisch begegnest.
Toxische Verbindungen - ich schrieb das schon einmal: Arsen ist ungiftig, Kochsalz ist giftig - wenn die Dosis stimmt ;-)
Zuviel Vitamin K ist auch nicht gesund und künstlich gewonnenes Vitamin D ist auch nicht der Kracher bei Überdosierung.

Artaxerxes schrieb:
Und zu dem Trugschluss, das alles könne Dir nichts anhaben, sei nur erwähnt, dass die "Maladen" - die auf "Fehlernährung" zurückzuführen sind - sich ja auch erst in der "Blüte" der Arterienverkalkung bemerkbar machen, weil diese Entwicklung dahin eben schleichend ist. Ergo (wenn ich mich - hinsichtlich Deines Alters - nicht irre) fangen die Wehwehchen bei Dir erst richtig an, wenn die ersten Haare aus den Ohren zu sprießen beginnen.
OMH, mir sprießen schon die Haare aus den Ohren ... und aus der Nase ... und, und DA auch! Oje ... Nee, mal im Ernst: Ich schrieb schon bewusst "Bisher konnte es mir nichts anhaben". Da ich mich nicht einseitig mit "Trolli Nr.1" und Dönerburgern ernähre, erwarte ich auch nicht so schnell eine Verkalkung - meine Triglyceride waren insgesamt leicht erhöht, einzeln betrachtet waren die Werte allerdings noch im grünen Bereich.

Es gibt meiner Ansicht nach auch Beispiele, bei denen Zusatzstoffe nützen. Zur Haltbarmachung zum Beispiel. Oder bei Erdbeermarmelade einen Farbstoff verwenden, weil keiner eine graue, gezuckerte Brühe kaufen würde (dafür wurden doch mal diese kleinen Läuse zerrieben, die auf Kakteen leben). Ist also nicht alles schlecht, denke ich.

Gruß
Holo
 

Artaxerxes

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Hi holo,
holo schrieb:
Ich meinte damit die Kindheit. Schade, ich erinnere mich nicht mehr, aus welcher Lektüre ich das habe ... Kinder, die auf dem Land aufwuchsen, waren weniger anfällig für Allergien als Stadtkinder. Darauf wollte ich hinaus. Ich musste bisher eigentlich nichts tun, wobei ich seinerzeit im Umgang mit sensibilisierenden Konservierungsstoffen in jedem Fall vorsichtig umgegangen bin.

Landkinder/Stadtkinder......natürlich ist dem so, aber ich war immer schon ein Stadtkind, allerdings waren die "Freiflächen" damals um den Faktor 20 größer als heutzutage (also "landnäher")

holo schrieb:
Na, ja, so ein preisgekrönter, nahrhafter Cheeseburger von MacMacMac darf es doch ausnahmsweise sein, oder? Ich hatte diesen Monat einmal Döner zum Mittag - dafür gleich zwei. Naja, was du mit Burger King machst, ist mir wurscht ;-)

Hab ja gar nichts gegen Leute die "Burger" im Allgemeinen und "Döner" im Speziellen mögen - jedem das Seine. Hinzuweisen wäre nur auf die Entwicklung im Burger-Mutterland, mit all den "Nebeneffekten"

Und - ehrlich gesagt - eine "Zuchthauspraline" aus eigener Herstellung schmeckt mir eigentlich besser.

holo schrieb:
Alles eine Frage der Dosis. Ein bisschen ASS schadet nicht - und Menschen, die das Blut dünn halten müssen, freuen sich über dieses Produkt. (Schade, dass Vioxx vom Markt ist ... das wäre aber eher ein Beispiel für Gefahren bei regelmäßiger Anwendung)

Na klar ist alles eine Frage der Dosis, doch da ist ja der Haken. Grenzwerte berücksichtigen eben nicht die Subsummierung von Schadstoffen im Körper. Ein bisschen ASS schadet sicher nicht - aber was geschieht in Kombination mit anderen chemischen Substanzen?

Aber - wer das Blut "dünn" halten muss hat ja bereits einen "Defekt" - als reine Prophylaxe würde man Medikamente doch wohl eher nicht nehmen wollen. Aber leider werfen sich viele Leute - ohne Not - ja jede Menge Zeugs ein - keiner kann sagen, wie dieser Cocktail (zusammen mit den Zusatzstoffen in der Nahrung) wirkt.

holo schrieb:
Boah, du machst aber auch ein paar Gedankensprünge hier ... ;-)
Mir kommt es so vor, als dass du von Chemie nicht viel verstehst und daher allem misstrauisch begegnest.
Toxische Verbindungen - ich schrieb das schon einmal: Arsen ist ungiftig, Kochsalz ist giftig - wenn die Dosis stimmt ;-)
Zuviel Vitamin K ist auch nicht gesund und künstlich gewonnenes Vitamin D ist auch nicht der Kracher bei Überdosierung.

Bin zwar kein Chemiker aber - allein vom gesunden Menschenverstand
ausgehend - jedem leuchtet doch ein, dass natürliche Substanzen jeder künstlichen Substanz vorzuziehen ist. In so fern sind "Vitamine" aus organischen Substanzen immer den "künstlichen" vorzuziehen.

holo schrieb:
OMH, mir sprießen schon die Haare aus den Ohren ... und aus der Nase ... und, und DA auch! Oje ... Nee, mal im Ernst: Ich schrieb schon bewusst "Bisher konnte es mir nichts anhaben". Da ich mich nicht einseitig mit "Trolli Nr.1" und Dönerburgern ernähre, erwarte ich auch nicht so schnell eine Verkalkung - meine Triglyceride waren insgesamt leicht erhöht, einzeln betrachtet waren die Werte allerdings noch im grünen Bereich.

Tja, wie sagte der Kaiser: "Schau'n mer mal!"

holo schrieb:
Es gibt meiner Ansicht nach auch Beispiele, bei denen Zusatzstoffe nützen. Zur Haltbarmachung zum Beispiel. Oder bei Erdbeermarmelade einen Farbstoff verwenden, weil keiner eine graue, gezuckerte Brühe kaufen würde (dafür wurden doch mal diese kleinen Läuse zerrieben, die auf Kakteen leben). Ist also nicht alles schlecht, denke ich.

Gruß
Holo

Die Lebensmitteltechnik ist inzwischen so so weit, dass sie aus Sägespänen und künstlichen Geruchs- bzw. Geschmacksstoffen Erdbeermarmelade herstellen kann, die überaus exzellent mundet. :p

Warum dann noch mühsam konservieren? :roll:

Gruss Artaxerxes
 

holo

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Artaxerxes schrieb:
Na klar ist alles eine Frage der Dosis, doch da ist ja der Haken. Grenzwerte berücksichtigen eben nicht die Subsummierung von Schadstoffen im Körper. Ein bisschen ASS schadet sicher nicht - aber was geschieht in Kombination mit anderen chemischen Substanzen?
Dafür gibt es den Waschzettel. Ich bemerke allerdings, dass ich nicht so sehr zwischen "chemischen Substanzen" und "Naturprodukten" unterscheide.
Was läuft denn im Körper ab? Das sind unter anderem chemische Prozesse.
Da sehe ich erstmal keinen Unterschied. Chemie ist daher für mich nicht alles, das künstlich hergestellt wurde.
Aber natürlich hast du recht, wenn du sagst, dass nicht jede künstlich erzeugte Substanz der in der Natur gebildeten Substanz gleicht. Das Problem hast du oft in der organischen Chemie.
"Subsummierung" - wenn ein Stoff erst nach circa 6 Wochen abgebaut wurde, dann ist er danach abgebaut. Was lagert sich denn sonst so chemisches im Körper ab? Schwermetalle zum Beispiel. Aber - und das solltest du im Hinterkopf behalten - nicht jede Substanz wird vom Körper verwertet oder eingelagert - und das trifft sicher auch auf natürliche Produkte zu.

Artaxerxes schrieb:
Die Lebensmitteltechnik ist inzwischen so so weit, dass sie aus Sägespänen und künstlichen Geruchs- bzw. Geschmacksstoffen Erdbeermarmelade herstellen kann, die überaus exzellent mundet. :p
Warum dann noch mühsam konservieren?
Der Vergleich schmeckt mir nicht. Würde die Sägemehlmarmelade nicht schimmeln oder allmählich eine Zersetzung erfahren, würde kein Hersteller Konservierungsstoffe oder Antioxidantien einsetzen - wäre unwirtschaftlich.

Gruß
Holo
 

Artaxerxes

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Hi holo,
holo schrieb:
Dafür gibt es den Waschzettel. Ich bemerke allerdings, dass ich nicht so sehr zwischen "chemischen Substanzen" und "Naturprodukten" unterscheide.
Was läuft denn im Körper ab? Das sind unter anderem chemische Prozesse.
Da sehe ich erstmal keinen Unterschied. Chemie ist daher für mich nicht alles, das künstlich hergestellt wurde.
Aber natürlich hast du recht, wenn du sagst, dass nicht jede künstlich erzeugte Substanz der in der Natur gebildeten Substanz gleicht. Das Problem hast du oft in der organischen Chemie.
"Subsummierung" - wenn ein Stoff erst nach circa 6 Wochen abgebaut wurde, dann ist er danach abgebaut. Was lagert sich denn sonst so chemisches im Körper ab? Schwermetalle zum Beispiel. Aber - und das solltest du im Hinterkopf behalten - nicht jede Substanz wird vom Körper verwertet oder eingelagert - und das trifft sicher auch auf natürliche Produkte zu.

ich dachte bei den "Schwermetallen" z. B. an die alten Römer, die sich ja - dank ihres Fortschrittes im Wasserbau - eine kollektive Bleivergiftung zugezogen hatten. Und geht nicht die Mär, dass Napoleon langsam - so zu sagen über Monate - mit kleinen Dosen vergiftet wurde.

Hatte gerade gestern wieder meine Lieblings-Krankenhausserie "Dr. House" mitgenommen und da ging es - welch ein Zufall - um eine Naphtalin-Vergiftung. Es wurde geschildert, dass sich toxische Stoffe im Fettgewebe anreichern können und - bei akuten Krankheitszuständen - diese sogar noch verschlimmern können, wenn der Körper, bei unzureichender neuer Nahrungzufuhr, (verursacht eben durch die Erkrankung) auf die Fettreserven zurückgreift.

Die Quintessenz für mich ist dann doch, dass - im Fall der regelmäßigen Einlagerung chemischer Substanzen im Körper - eine normalerweise harmlose Erkrankung eine schlimme Eigendynamik entwickeln kann, wenn sie mit Substanzverlust des Körperfetts einhergeht - was bei einem Krankenhausaufenthalt normalerweise immer der Fall ist.

So nehme ich an, dass es schon bei permanenter, geringer Aufnahme von "Problemstoffen" irgendwann zu so einem Kaskadeneffekt kommen kann. Wenn dazu noch das Immunsystem nicht richtig funktioniert, was bei einem Großteil der Bevölkerung der Fall sein dürfte, dann aber "Gute Nacht, Marie!" 8O

holo schrieb:
Der Vergleich schmeckt mir nicht. Würde die Sägemehlmarmelade nicht schimmeln oder allmählich eine Zersetzung erfahren, würde kein Hersteller Konservierungsstoffe oder Antioxidantien einsetzen - wäre unwirtschaftlich.

Gruß
Holo

Also - bei diesem "Designer Food" - konserviert der ja immer reichlich vorhandene Zucker, die Erdbeeren werden halt gespart (Aldi-Effekt) und - wie auch bei vielen anderen "Convenience-Food" Produkten üblich - die Bezeichnung des Produkts ist nur "Schall und Rauch". Es wird ja nun schon lange Hühnersuppe angeboten, die kein Milligramm Huhn mehr enthält - bestenfalls war es (im Test) gerade mal 1 Gramm .

Und woher der Apfelsaft kommt (respektive wie er verarbeitet wird), der - gerade jetzt im Hochsommer - gerne zu Schorle verarbeitet wird, möchtest Du wahrscheinlich gar nicht wissen wollen - glaube ich zumindest.

Aber unsere Chemiker werden wohl demnächst das "Non plus Ultra" auf den Markt bringen - das "Functional Food". Da ist das Aspirin schon drin, damit man - sollten einem diese Produkte schlecht bekommen - wenigstens den Weg zur Apotheke spart. :twisted: :twisted:



(Quelle = Bundesforschungsanstalt für Ernährung)

Gruss Artaxerxes

PS: Bemerkenswert ist, das schon rd. 70 % unserer Nahrungsmittel "fabrikmäßig" verarbeitet werden. Na dann ist bis zu "Soilent Green" ja nicht mehr lange hin. :evil:
 

holo

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Artaxerxes schrieb:
Hatte gerade gestern wieder meine Lieblings-Krankenhausserie "Dr. House" mitgenommen und da ging es - welch ein Zufall - um eine Naphtalin-Vergiftung. Es wurde geschildert, dass sich toxische Stoffe im Fettgewebe anreichern können und - bei akuten Krankheitszuständen - diese sogar noch verschlimmern können, wenn der Körper, bei unzureichender neuer Nahrungzufuhr, (verursacht eben durch die Erkrankung) auf die Fettreserven zurückgreift.
Mottenkugeln sind doch aber nicht zum Lutschen da :gruebel:

Gruß
Holo
 

Artaxerxes

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Hallo holo,
holo schrieb:
Artaxerxes schrieb:
Hatte gerade gestern wieder meine Lieblings-Krankenhausserie "Dr. House" mitgenommen und da ging es - welch ein Zufall - um eine Naphtalin-Vergiftung. Es wurde geschildert, dass sich toxische Stoffe im Fettgewebe anreichern können und - bei akuten Krankheitszuständen - diese sogar noch verschlimmern können, wenn der Körper, bei unzureichender neuer Nahrungzufuhr, (verursacht eben durch die Erkrankung) auf die Fettreserven zurückgreift.
Mottenkugeln sind doch aber nicht zum Lutschen da :gruebel:

Gruß
Holo

keine Mottenkugeln - Termiten! 8O

Gruss Artaxerxes
 

holo

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Artaxerxes schrieb:
keine Mottenkugeln - Termiten! 8O
Forsche da noch mal gründlich nach. Termiten mögen mit Lindan vernichtet werden, aber das Zeug wurde eben früher auch in Mottenkugeln und als Holzschutzmittel (Stichwort: Termiten) genutzt.

Gruß
Holo
 

minimalize

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DrJones schrieb:
Ich hatte vor Längerem etwas Probleme im Hals, und der Arzt
hat mir dann auch ein Antibiotika verschrieben.
'Cotrim Forte'. Es ist schon ewig auf dem Markt und mein Dad
meinte das wird eigentlich gar nicht mehr genutzt, wird es
aber doch weils wohl superbillig ist, naja, die Logik
hab ich zwar nicht ganz kapiert, aber er wirds ja wissen.

Ich hab davon übelst Nebenwirkungen geschoben.
1. Tag : Kopfweh
2. Tag: Juckreiz und Ausschlag
3. Tag: Schüttelfrost und Kreislaufkollaps nach der
heißen Dusche am morgen.

Bin dann nochmal zum Arzt, und er meinte das es gut sein kann
das ich darauf allergisch bin, da das selbe Antibiotika auch bei der
Tierzucht verwendet wird und somit in geringen Dosen vom
Mensch aufgenommen wird.

Mein Vater hat zur Zeit auch ähnliche Probleme. Er hatte auch Probleme mit dem Hals und bekam vom Arzt ein Medikament verschrieben welches diese lösen sollte. Allerdings bekam er ebenso starken Hautausschlag. Er hat allerdings das Zeug nicht abgesetzt und ist erst so nach 2 Wochen zum Arzt. Danach wurde der Hautauschlag mit Cordison behandelt. Allerdings ohne große Wirkung. Im Moment ist noch alles offen und er liegt im Krankenhaus.

Jetzt stellt sich für mich die Frage.. meint ihr das kann von o.g. Problemen kommen? Ich besorg mir morgen noch ein paar infos über das Medikament. Ich glaube aber das war dasselbe.
 

holo

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Bei meiner Frau wird das Antibiotikum nur bei Harnwegsinfekten verschrieben :O_O:

Gruß
Holo
 

Artaxerxes

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Hallo holo,

holo schrieb:
Artaxerxes schrieb:
keine Mottenkugeln - Termiten! 8O
Forsche da noch mal gründlich nach. Termiten mögen mit Lindan vernichtet werden, aber das Zeug wurde eben früher auch in Mottenkugeln und als Holzschutzmittel (Stichwort: Termiten) genutzt.

Gruß
Holo

so wie ich "Dr. House" verstanden habe produzieren die Termiten Naphtalin und gasen es - zu ihrem Schutz - aus. Über das wie oder warum würde ein Biologe mehr sagen können.

Quintessenz hieraus ist, dass jemand der jahrelang in einem von Termiten befallenen Haus lebt, erhebliche Mengen Naphtalin in seinem Fettgewebe ablagert, was ihn dann - so er von diesen Reserven zehrt und sein Immunsystem geschwächt ist - ohne weiteres killen kann.

Ich denke jedoch, dass trifft für jede Substanz zu, die in höheren Dosen toxisch wirkt.

That's it.

Gruss Artaxerxes
 
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