Razzia beim Postvorstandsvorsitzenden Zumwinkel

Simple Man

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, soll mithilfe einer Stiftung Millionen Euro am Fiskus vorbeigeschleust haben. Sein Haus und auch die Büros bei der Post sind oder sollen von der Polizei durchsucht werden, ein Haftbefehl wegen Steuerhinterziehung soll noch heute Vormittag vollzogen werden.

Links:
Haftbefehl: Razzia bei Postchef Zumwinkel
Verdacht auf Steuerhinterziehung bei Post-Chef Zumwinkel
Razzia bei Postchef Zumwinkel
Razzia bei Post-Chef Zumwinkel - Haftbefehl vorbereitet
 

DrJones

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Ich finde das nicht so dramatisch. Steuerhinterziehung ist Volkssport,
und wird durch die aburden Steuern die der Staat verlangt meiner
Meinung ja fast schon provoziert.
Das was jetzt evtl aufgedeckt wird, besteht ja schon seit Jahren und
Jahrzehnten.
 
G

Guest

Guest
Zumwinkel ist übrigens ein Mitglied der Bilderberger-Gruppe. Interessiert vielleicht manche.

Z
 

DrJones

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Ich glaub nicht das die Bilderbergverbindung was mit der Motivation
zu tun hat, sein Geld am deutschen Fiskus vorbeizuschleusen :)
 

Komplize

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Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, war ebenfalls schon auf Bilderberg-Treffen. Nachdem der Post-Chef Zumwinkel ihn beim Briefzusteller-Mindestlohn ausgetrickst hatte, wird sich der Bildzeitungs-Verlagsführer bestimmt freuen über diesen unfürstlichen Abgang seines Wettbewerbers.
Für Verschwörungstheoretiker ist auch interessant, dass die zukünftige Chefin des Hauses Stuart "Erbprinzessin Sophie Elizabeth Marie Gabrielle von und zu Liechtenstein" als Ehefrau des "Erbprinzen Alois Philipp Maria von und zu Liechtenstein" quasi an der betroffenen LGT-Bank beteiligt ist. Und da der Stuart Dynastie eine Verbindung zur Familie Rothschild nachgesagt wird, war es womöglich der Rockefeller-Clan,der die LGT in die Schlagzeilen ziehen wollte. Vielleicht aus Frust, weil der Goldpreis so gestiegen ist. :-_-:

http://www.conspiracyarchive.com/NWO/Rothschild_Grail.htm
 

morgenroth

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Murphys Gesetz ist wohl eins der wenigen Dinge, die mich nicht gänzlich am Kapitalismus verzweifeln lassen. Nach all den Moralreden und den Rufen nach Zurückhaltung, ist das, was da auf uns zukommt, nur ein konsequenter Schritt. Ich schätze, jetzt kommt eine tiefe, allumgreifende Diskussion, in der auffällt, dass alle "mitdrinstecken"....

...fänds mal interessant zu sehen, wenn das Volksblatt wie ein Frosch durchs Feuer springt...weil z.B auch Springer da irgendwie mit drinhängt :lol:

Bevor Links kommt..lässt Rechts (eher) die Hosen runter :lol:

[/hatschi]
 

Eskapismus

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Tagesschau.de schrieb:
"Wir haben die ganze Bank geknackt", wird ein Ermittler zitiert. Woher genau die Datensätze stammen, ist noch unklar.

Das bedeutet, dass wohl auch noch Bürger aus anderen Ländern ins Visier der Ermittler fallen werden. Mal sehen wie viele Schweizer darunter sind. Bei uns ist Steuerhinterziehung eine Art Volkssport.

Jetzt sollte man in Immobilien auf den Bahamas und anderen Verstecken für die Superreichen investieren.

Auch stellt sich bei mir Schadenfreude gegenüber den Liechtensteinern ein... wie war das nochmals auf einen Einwohner drei Stiftungen oder so?
 

DrJones

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Ich bin leider kein Finanzexperte, aber wenn man diese Meldungen so liest
könnte man den Eindruck gewinnen das es verboten ist sein Geld im
Ausland zu bunkern...
 

Komplize

Meister
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Wenn es sich nicht um Geld handelt, das aus illegalen geschäften stammt oder um Schwarzgeld (also unversteuerten Einnahmen) ist die Gründung einer Stftung in Lichtenstein legal. Steuerhinterziehung entsteht dann, wenn der Begünstigte aus der Stiftung die Erträge abschöpft, ohne sie in Deutschland als Ertrag in der Steuererklärung anzugeben.
Nicht mehr legal ist es, wenn Sie neutrales Geld dorthin bringen, das noch keiner Besteuerung unterlegen hat, Schwarzgeld auf Deutsch gesagt, oder sich dort Ausschüttungen herausholen, was sie in Deutschland in einer deutschen Stiftung ja nicht könnten. In Deutschland müsste eine Auszahlung ja dem Stiftungszweck entsprechen. Sie können sich also dort Ausschüttungen holen - und wenn Sie die dann nicht angeben in der Einkommensteuererklärung, dann haben Sie eben gegen das geltende deutsche Steuerrecht verstoßen.
http://www.n-tv.de/919098.html?140220081410
link
link2
 

Themis

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Zumwinkel sollte Unicef-Chef werden
Natürlich kann man nun argumentieren, das fiskale Loyalität nichts mit den Fähigkeiten des Unicef-Chefs zu tun hat - aber gerade in Hinblick auf die jüngsten Ereignisse bei Unicef-Deutschland, im Rahmen welcher sich herausstellte, das Gelder veruntreut worden sind doch einen Beitrag wert :quelle:
 

Booth

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Ach - wenn ich mir das hier so durchlese... wirkt das für mich eher wie Schadenfreude. Denn machen wir uns nix vor - ne ganze Menge von denen, die mit einem Steuerprogramm umgehen können, frisieren ihre Steuerangaben.

Logisch... diejenigen, die ne Menge mehr verdienen, frisieren diese Angaben nicht nur, sondern sie nutzen professionelle Dienste um das Frisieren noch zu optimieren, da sich bei ihnen soviel herausholen lässt, daß solche Dienste davon locker bezahlt werden können. Von daher finde ich es schon richtig, daß dieses strukturelle Betrügen aufzudecken versucht wird.

Aber letztlich ist das Problem eigentlich ein gesellschaftliches Problem: Zu schnell fahren, unlizensierte digitale Medien nutzen/sammeln, Steuern frisieren - alles Bagatelldelikte im Auge vieler Mitbürger.

Das hängt meines Erachtens in allen drei Kategorien auch mit den tausend Ausnahmen und schrägen Sonderregelungen statt, die man überall antreffen kann. Je komplizierter eine Regelung ist, desto weniger Einsicht. Aber natürlich sind es auch alles drei Regelungen, wo man sich oft genug unbeobachtet fühlt und wo gewisse Traditionen und Gefühlslagen sogar einen Gedanken beim "Täter" verursachen, daß er ja sogar irgendwie richtig handeln würde.

Mal sehen, ob in diesem Fall evtl vielleicht auch mal wieder eine intensivere Diskussion über die massive Vereinfachung des deutschen Steuerrechts in Gang kommt. Ich glaube zwar nicht ansatzweise, daß ich eine solche Vereinfachung noch erleben werde... aber... man soll ja seine Träume nicht aufgeben ;)

gruß
Booth
 

DrJones

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Ver.di-Chef fordert 80-Prozent-Steuer für reiche Manager
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,535813,00.html


:don: Wenn ich sowas lese zweifle ich echt am gesunden Menschenverstand
dieser Leute.
Die logische Folge einer solch absurd hohen Besteuerung wäre doch nur
das sich die betreffenden Personen erst recht darum kümmern wie
sie ihre Kohle am Fiskus vorbei mogeln...
 

Ein_Liberaler

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Tja, im Schnitt verdienen die Daxvorstände ca. zwei Millionen. Da wird der Bsirske eine ganze Armee von Kindergärtner einstellen können... Verglichen mit den bisherigen Ausgaben für die Erziehung wird das so richtig was ausmachen. Hurra! Fettlebe!

Ganz nebenbei machen wir noch die Verfassungsreform rückgängig, die die Erziehung und Bildung bei den Ländern ansiedelt. Ein bißchen mehr Zentralismus ist bestimmt gut.

Frage: Da Bsirske sicher nicht vollständig verblödet ist und ein paar Leute haben wird, die ihm die Statistiken raussuchen können, wofür hält er dann offenbar seine Klientel?
 

Komplize

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Ich glaube den Politikern kein Wort des Bedauerns über diese Fälle, die haben ja sogar Untersuchungen verhindert.

Auf dreistellige Millionenbeträge beliefen sich nach Angaben des Spiegel Steuerausfälle, weil die Finanzbehörde in Absprache mit dem hessischen Finanzministerium 50 Steuerfahndern untersagt hat, weiter zu ermitteln. Sie waren nur mit Steuerhinterziehungen bei Zinseinkünften beschäftigt, die über die Banken abgewickelt worden waren (Der Spiegel 33/2003, 36).

Während Sozialverwaltungen wie in Bremen schon ab 50 euro Schaden Strafantrag stellen, hatte z.B. das Finanzamt Frankfurt angeordnet, Fälle von Hinterziehung von Einkommensteuer bei Zinseinkünften unterhalb eines Volumens von 500.000 euro nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen.
http://www.fb4.fh-frankfurt.de/projekte/agtuwas/kap4.pdf
Also die Reichen können also 500.000 euro gesetzeswidrig einbehalten, OHNE irgendwelche Folgen und die Sozialfälle werden schon für 50 euro vor Gericht geprügelt. Da wundert doch der Erfolg der Linkspartei wirklich nicht mehr.
 

Shishachilla

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Komplize schrieb:
Ich glaube den Politikern kein Wort des Bedauerns über diese Fälle, die haben ja sogar Untersuchungen verhindert.

Auf dreistellige Millionenbeträge beliefen sich nach Angaben des Spiegel Steuerausfälle, weil die Finanzbehörde in Absprache mit dem hessischen Finanzministerium 50 Steuerfahndern untersagt hat, weiter zu ermitteln. Sie waren nur mit Steuerhinterziehungen bei Zinseinkünften beschäftigt, die über die Banken abgewickelt worden waren (Der Spiegel 33/2003, 36).

Während Sozialverwaltungen wie in Bremen schon ab 50 euro Schaden Strafantrag stellen, hatte z.B. das Finanzamt Frankfurt angeordnet, Fälle von Hinterziehung von Einkommensteuer bei Zinseinkünften unterhalb eines Volumens von 500.000 euro nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen.
http://www.fb4.fh-frankfurt.de/projekte/agtuwas/kap4.pdf
Also die Reichen können also 500.000 euro gesetzeswidrig einbehalten, OHNE irgendwelche Folgen und die Sozialfälle werden schon für 50 euro vor Gericht geprügelt. Da wundert doch der Erfolg der Linkspartei wirklich nicht mehr.
Heißt das nicht eher, dass Reiche und Arme jeweils gleich dran sind? In Bremen sind beide dran, in Frankfurt nur die Reichen, die über 500.000 hinterzogen haben!?! :gruebel:
In Frankfurt gings den Armen im Grunde genommen gar nicht an den Kragen, die konnten hinterziehen so viel sie wollten. :roll:
 

Komplize

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Frankfurt Main ist die Bankenstadt Deutschlands. Dort haben viele nationale und internationale Kreditinstitute eine Filiale, deshalb ist dort der Umsatz von Geldern, die illegal vor dem deutschen Fiskus wegtransferiert werden sollen sehr hoch. Es gab in Frankfurt Main eine Spezialeineiheit beim Finanzamt, die nur speziell diese Fälle von Steuerbetrug der Wohlhabenden aufzudecken versuchte. Genau dieses Vorgehen wurde auf Anordnung der Politiker (Ministerium) den Finanzbeamten untersagt, gleichzeitig stockt man die Zahl der Prüfer in den Sozialämtern auf, um Betrüger, die 50 euro zuviel haben, zu verfolgen.

Bleib' Du bei Deinen Berechnungen, für mich ist dieses Missverhältnis der Verhältnismäßigkeit Ausdruck der sozialpolitischen Intention der am Futtertrog der Reichen und Mächtigen hängenden Politiker. Ein Sozialfall hat keine Zinserträge von 500.000 euro, also kann er auch nicht vom bewussten Abbau der Finanzbeamten, die solche Betrügerein aufdecken sollen, profitieren. Im Gegenteil dem Sozialfall wird durch die verstärkte Überprüfung der Armen ein "Zuviel" von 50 euro eher zum Verhängnis als dem Reichen ein "Zuviel" von 500.000 euro.
 

Shishachilla

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Steht das so im Text?

Während Sozialverwaltungen wie in Bremen schon ab 50 euro Schaden Strafantrag stellen, hatte z.B. das Finanzamt Frankfurt angeordnet, Fälle von Hinterziehung von Einkommensteuer bei Zinseinkünften unterhalb eines Volumens von 500.000 euro nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen.
Ich will jetzt gar keine Quellen suchen um irgendwas zu belegen, aber in dem Text steht doch gar nix davon, dass die Armen schlechter behandelt werden. Da steht einfach nur, dass Frankfurt da mehr Spielraum gelassen hat als Bremen. Auf gut deutsch: Die Forderung nach einem bundeseinheitlichen Grenzbetrag steht im Raum. Mehr aber auch nicht.


Edit: man könnte die von dir angesprochene Intention sogar so deuten: In Frankfurt finden Steuerhinterziehungen in viel größerem Ausmaß statt als in Bremen. Also hält man seinen quantitativ begrenzten Mitarbeiterstab dazu an, sich auf die dicken Fische zu konzentrieren.
Was auch immer daran verwerflich sein soll!?! :egal:
 
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