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Kohl-Regierung beeinflusste Gorleben-Gutachten

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von hives, 12. September 2009.

  1. hives

    hives Ehrenmitglied

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    Gorleben-Gutachten - Bundesregierung untersucht Manipulationsvorwürfe

    Wie die Regierung Kohl die Gorleben-Gutachter unter Druck setzte

    Kanzleramt wirft Gabriel Quertreiberei vor

    "Ein vermutlich hypothetischer Störfall"

    Die Kohl-Regierung kann mich eigentlich seit der Spendenaffäre nicht mehr schockieren, aber politische Einflussnahmen auf Wissenschaft sind doch immer interessant...
    Was meint ihr dazu?
     
  2. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Die Idee eines Endlagers ist tot. Vernünftig, notwendig und technisch machbar, aber politisch tot. Eine Gemeinde oder ein Landkreis wären ohne weiteres zu haben, schließlich freuen sie sich auch über Atomkraftwerke, aber die Landesregierung, die auch nur die Erkundung genehmigt, kann die Koffer packen.

    Gorleben war, jedenfalls höchstwahrscheinlich, eher eine politische als eine technische Wahl. Ob diese kleine Schurkerei nötig war, weiß ich nicht. Vielleicht hätte man das Endlager damals noch in Bayern durchziehen können, geologisch soll das ja ebenso gut möglich sein. In Bayern wäre es vielleicht längst in Betrieb.
     
  3. DrJones

    DrJones Ehrenmitglied

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    Tübingen
    Hm, was gibts denn in Bayern, so geologisch?
    Doch haupsächlich Granit, da besteht dann wieder das Risiko von
    klüften und Störungen, in die ebenfalls wieder wasser eindringen kann...
     
  4. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Genau das ist es, was ich immer in den Nachrichten höre - bayerischer Granit oder baden-württenbergischer Lehm seien ebenso gut wie niedersächsisches Salz. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen. Es sind selbstverständlich beide Seiten, die mit gezinkten Karten spielen, und daß die Südländer Atomstrom produzieren und den Nordländern den Müll zuschieben wollen, ist ein beliebtes demagogisches Argumentationsmuster.
     
  5. Themis

    Themis Erleuchteter

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    Das Thema ist nun nach Röttgens Ankündigung einer Erkundung des Salzstocks in Gorleben wieder aktuell:


    Geheimakten entlarven Gorleben als ungeeignet

    Ich tippe mal darauf, dass das das endgültige Aus für Gorleben bedeutet.
     
  6. Themis

    Themis Erleuchteter

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    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Gorleben-Gas-im-Salzstock-entdeckt_aid_944636.html

    Mal sehen, was da als nächstes kommt. Langsam sollte man nun anfangen, eine wirkliche Alternative zu suchen.
     
  7. DrJones

    DrJones Ehrenmitglied

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    Ich halte diese Idee den Atommüll einfach zu verbuddeln und darauf zu hoffen das nichts passiert prinzipiell für fragwürdig.
    Wäre eine Lagerung an der Oberfläche in einem geeigneten Lager nicht besser?
    Angenommen es gibt ein Erdbeben, oder man hat Wassereinbruch
    oder sonst irgendwas und stellt in sagen wir 50 Jahren fest das Grundwasser aus radioaktiv verseucht ist, kann man kaum etwas dagegen machen.
     
  8. Themis

    Themis Erleuchteter

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    Prinzipiell klingt das vernünftig. Nur befürchte ich, dass da dann irgendjemand auf die Idee kommen könnte, dass da jemand auf die Idee kommen könnte, mit einer 747 punktgenau auf das oberirdische Atomendlager zu "landen", und es deshalb nicht gemacht wird.
    Andererseits sind ja die AKWs auch überirdisch...
     
  9. jones

    jones Erleuchteter

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    Βόρεια Ρηνανία-Βεστφαλία
    zumindest die meisten...

    Es gibt in Deutshland mehrere Kraftwerke, die unterirdisch bzw in Berge gebaubt sind. Wie viele davon konventionell und wie viele nukleare sind weiß ich zur Zeit nicht.
     
  10. DrJones

    DrJones Ehrenmitglied

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    Tübingen
    Ja die Idee eines Flugzeugabsurzes unabsichtlich oder beabsichtigt ist vielleicht ein Motiv.
    Aber das wäre mir trotzdem lieber. Man weiß sofort was los ist,
    man wüsste welche Behältnisse beschädigt wurden und wie und wo man
    mit Eindämmungsmaßnahmen anfangen müsste.

    Stellt euch vor, man macht das alles unterirdisch in einem alten
    Stollen. nach 50 jahren merkt man das es dort evtl zu einer erhöhten Rate
    von Fehlbildung bei Kindern kommt. Dann wird 10 Jahre Lang gestritten ob das nur zufall ist. Dann kommt man drauf das es das Endlager sein muss.
    Dann wird unter größtem finaziellen aufwand versucht, das leck und
    das Ausmaß der Schadstofffahne im Untergrund zu bestimmen aber wirklich tun kann man wohl kaum etwas dagegen.

    Die heutigen Terroristen sind Dilletanten die nichtmal die Sprengsätze in ihren Unterhosen gezündet bekommen. Ein Elitekommando, welche einen zigtonnenschweren Behälter in seine Gewalt bringen könnte und damit unbemerkt verschwindet halte ich für absolut unwahrscheinlich

    Und wer weiß, vielleicht hat in 10 Jahren jemand eine super Idee wie der Atommüll unsere Energieprobleme löst oder man ihn komplett unschädlich
    macht.
     
  11. petronius

    petronius Meister

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    Registriert seit:
    10. November 2010
    geheime akws?

    ich kenne auch keine konventionellen unterirdischen kraftwerke, außer du meinst energieversorgungen für bunker oder so
     
  12. Gilgamesh

    Gilgamesh Ehrenmitglied

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    Göbekli Tepe, 12.000 B.C.
    Ich halte das für ein Gerücht, weil zum Betrieb eines Kernkraftwerkes auch ne Menge Kühlwasser bereitgehalten werden muß und das geht in einem Berg oder unterirdisch schlecht.

    Vielleicht täuscht dich deine Erinnerung und du sprichts von Forschungsreaktoren, Kalte Neutronenquellen etc..., die sind nämlich meistens unterirdisch angelegt.