Grüne fordern vegetarischen Kantinen-Tag

vonderOder

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Den Grünen Diktatoren steigt die Macht die sie denken zu haben wohl langsam in den (Kohl)Kopf. So etwas ähnliches wie vorgeschlagen wurde gab es in Deutschland ja schon mal. Nur es da nicht um die "Solidarität" mit den Tieren sondern er war als ein Zeichen der Solidarisierung mit der Volksgemeinschaft gedacht.



Ich weiß ich bin BÖSE, aber ich esse Eintopfgerichte (natürlich mit Fleisch), Fisch- und Eiergerichte wann ich es will und lasse mir nicht nicht diktatorisch vorschreiben was ich wann zu essen habe.
 
G

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Völliger Schwachsinn.

Die meisten Kantinen, die ich kenne bieten immer was ohne Fleisch, außerdem Fisch, Pasta und jede Menge Grünzeug. Wer es möchte, kann also schon heute jeden Tag fleischlos essen.

Man sieht also ganz klar worum es den Grünazis geht.
Nicht daß Vegetarier jeden Tag in der Kantine nach ihren Wünschen essen können, sondern um allen anderen ihren kranken Willen aufzuzwingen.

Bisher ist das ganze allerdings nur ein Vorschlag, ob die das jemals in ein Gesetz pressen können wage ich zu bezweifeln.
 

antimagnet

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ja, genau, ich, gnihi, lasse mir, muha, von niemandem vorschreiben, WAS ICH AN WELCHEM TAG ZU ESSEN HABE!1!!

:don:
sucht euch einen aus.
 

Helika

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Hat natürlich auch gar nichts mit Water-Footprint oder CO²-Verbrauch oder gar Nachhaltigkeit zu tun, Hauptsache FLEEEEEEISCH immer und überall... absolut verständlich, dass man sich daher gleich an die NAZIS erinnert fühlt... *nicknick*

:don: :don: :don:
 

dkR

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Helika schrieb:
Hat natürlich auch gar nichts mit Water-Footprint oder CO²-Verbrauch oder gar Nachhaltigkeit zu tun, Hauptsache FLEEEEEEISCH immer und überall...
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Steak zu den nachwachsenden Rohstoffen gehört.
 

Helika

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Ich werde das unter Ironie verbuchen und in meinem Universum davon ausgehen, dass ihr das auch nur ironisch meint, sonst verliere ich meinen Glauben an die Intelligenz der Menschheit.
 

Malakim

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Helika schrieb:
Hat natürlich auch gar nichts mit Water-Footprint oder CO²-Verbrauch oder gar Nachhaltigkeit zu tun, Hauptsache FLEEEEEEISCH immer und überall... absolut verständlich, dass man sich daher gleich an die NAZIS erinnert fühlt... *nicknick*

:don: :don: :don:
Die Kritik richtet sich nicht gegen das Essen von vegetarischen Gerichten oder den Fakt das schlechte Massentierhaltung eine eckelhafte Erscheinung sind, sondern darum das etwas via Gesetz erzwungen werden soll.

Mit welchem Recht soll unsere Regierung Kantinenbetreibern vorschreiben welche Produkte sie anbieten dürfen?

Aber wie ich schon sagte, das ist ein typischer Ausdruck destruktiver Grünenpolitik, verbieten, erzwingen, teurer machen. Nie begünstigen, verbessern und Marktfähiger machen.

Es steht natürlich jedem frei die Freiheit immer mehr abzuwählen und sich weiter und weiter entmündigen zu lassen.
 

jones

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Wenn es NUR der Veggie Day oder NUR das Rauchverbot (in NRW z.B.) wäre aber hier mal eine schöne Auflistung:

http://www.jungefreiheit.de/Single-...aggregation&fb_aggregation_id=288381481237582
1.-Klasse-Verbot

Alkoholwerbungsverbot

Fleischverbot

Glühbirnenverbot

Heizpilzverbot

Lichtverbot

Limonadenverbot
.
Motorrollerverbot

Nachtflugverbot

Plastiktütenverbot

Ponyverbot

Privatversicherungsverbot

Rauchverbot

Renovierungsverbot

Schnäppchenverbot

Stand-by-Verbot

Süßigkeitswerbungsverbot

Waffenverbot

Weichmacherverbot
 

dkR

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Helika schrieb:
Ich werde das unter Ironie verbuchen und in meinem Universum davon ausgehen, dass ihr das auch nur ironisch meint, sonst verliere ich meinen Glauben an die Intelligenz der Menschheit.
Doch ich meine das durchaus ernst.
Ich glaube nicht an CO2, "bio" und Nachhaltigkeit. Daher finde ich es viel absurder in Mitteleuropa über den "Water-footprint" zu reden.

Die Probleme liegen wo anders und werden garantiert nicht gelöst, indem man den Regenwald für Bio-Soja und Palmöl rodet statt für Steak.
 

Helika

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Schau an, ich wäre doch glatt für den Großteil der von dir so entsetzlich befundenen Verbote. Danke für die Liste, jetzt weiß ich doch, wen ich dieses Jahr wählen werde, war bisher noch unentschlossen! :p
 

haruc

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Danke für die Liste, jetzt bin ich mir doppelt sicher, wen ich unter gar keinen Umständen wählen werde. Mal gespannt wann die Grünen geheime Wahlen abschaffen wollen - oder Wahlen allgemein. Weil: Die Grünen wissen ja, dass sie den Volkswillen verkörpern. Das dumme, verblendete Volk weiß es nur noch nicht...

Zum Thema Fleisch: Hat eigentlich schonmal jemand über die Tatsache nachgedacht, dass Tiere, die zur Fleischerzeugung gehalten werden, in keinster Weise Nahrungsmittelkonkurrenten des Menschen sind?(wenn überhaupt werden sie künstlich und widernatürlich dazu gemacht) Und dass sie nicht mit Erdöl, sondern mit nachwachsenden Rohstoffen gefüttert werden, wodurch sich der CO2 footprint in ganz erheblichem Maße relativiert. Und der Blödsinn mit dem Wasser-Footprint, das ist ja in einem Land, das absäuft, weil zu wenig Wasser verbraucht wird, (wie etwa Deutschland) nun wirklich kontraproduktiv bis zum Anschlag.

Das ganze Lügengebäude der Vegetarier und Veganer zerbricht in dem Moment, in dem man mal ernsthaft nachdenkt:

So eine Kuh, zum Beispiel, die bevorzugt als Nahrung hauptsächlich Gewächse, die für den Menschen absolut ungenießbar sind. Tierhaltung ist auch auf Böden möglich, die für den Ackerbau nichts taugen. Aber auch in der Massentierhaltung werden aus für den Menschen ungenießbaren Abfällen noch einigermaßen genießbare Nahrungsmittel erzeugt. Somit ist Tierhaltung also ein Weg, Nährmittel aus Rohstoffen zu erzeugen, die sonst verloren gingen. Noch besser ist: man muss im einfachsten Fall das Tier nur rumlaufen lassen, es sucht sich seine Nahrung selber. Man muss also keine zusätzlichen Ressourcen zur Produktion aufwenden (anders als beim Ackerbau: Da muss man mit dem Trekker rumfahren und das Feld pflügen, Säen, ernten, dreschen, das Korn mahlen...).

Bis zum Heutigen Tage hat sich in praktisch allen Kulturen die eine oder andere Form der Tierhaltung, parallel zum Ackerbau, gehalten. Wäre die Tierhaltung ineffizient, d.h. würden dafür Rohstoffe verschwendet werden, die man anderweitig besser zur Ernährung einsetzen könnte, dann wäre die Tierhaltung als wenig erfolgreiches Modell vor Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden schon verschwunden. Da sich die Tierhaltung aber durchgesetzt hat, kann sie nicht ineffektiv sein. Gerade Notzeiten sind für solche Modelle ja immer eine Art Prüfstein: Wenn Nutztiere wie Schweine, Kühe, Ziegen usw. tatsächlich Nahrungsmittelkonkurrenten wären, müssten ja die Leute, die zu Zeiten einer Hungersnot solches Vieh besaßen geringere Überlebenschancen gehabt haben. Das Gegenteil ist - offenkundigerweise - der Fall.

Denkt man nun einen Schritt weiter weiter, so kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass gerade der Verzicht auf Fleisch und sonstige tierische Nahrungsmittel eigentlich unmoralisch ist, auch wenn heutzutage gerne Gegenteiliges propagiert wird - mit einiger, aber nur scheinbarer moralischer Überlegenheit.

Denn: Wer auf tierische Lebensmittel verzichtet, verbraucht mehr pflanzliche Nahrungsmittel. Da die Fläche der für den Ackerbau tauglichen Böden aber sehr begrenzt ist, können, bei rein vegetarischer oder (noch schlimmer!) veganer Ernährung, weniger Menschen pro Hektar ernährt werden, während gleichzeitig der Beitrag, den für Ackerbau untaugliche Böden zur Ernährung liefern können (durch Tierhaltung), ungenutzt bleibt und hier für den Menschen wertvollste, ja sogar zur Erhaltung der Gesundheit notwendige Nährstoffe verloren gehen (dies gilt insbesondere für das besonders günstige Aminosäureprofil in tierischen Lebensmitteln. Eiweiße von ähnlicher Qualität liefern nur Sojabohnen, deren Anbau in Monokulturen schon jetzt in erheblichem Maße irreparable Schäden an der Umwelt anrichtet - aber das kann den Leuten beim "Weltretten" hierzulande ja egal sein.)

Man muss sich nur einmal vorstellen, welchen enormen Bedarf an Ackerflächen wir hätten, wenn wir komplett auf tierische Lebensmittel verzichten würden. Es gäbe ja vermutlich gar nicht genug Urwälder, die man dafür brandroden könnte! Und selbst wenn hätten wir vor lauter Klimarettung die wichtigsten CO2-Speicher der Welt zerstört.

Fazit: Das Ansinnen, den Konsum tierischer Produkte aus ideologischen Gründen zu reduzieren, basiert (wie zu erwarten) auf der völlig verqueren, undurchdachten, kurzsichtigen Annahme, dass Nutztiere Nahrungsmittelkonkurrenten des Menschen seien. Von Natur aus sind sie es nicht.
 

Hans_Maulwurf

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Ich glaube der haruc war seit den 1950ern nicht mehr auf einem deutschen Bauernhof.
Bzw. wenn es die von ihm beschriebenen Zustände in industrialisierten Ländern heute noch gäbe, kämen selbst die Grünen nicht auf die Idee einen Fleischfreientag zu fordern.
 

haruc

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hans_maulwurf schrieb:
Ich glaube der haruc war seit den 1950ern nicht mehr auf einem deutschen Bauernhof.
doch, ich war nach 1950 auf mehreren deutschen Bauernhöfen. Sogar auf französischen und britischen Bauernhöfen. Und da haben die Tiere auf der Weide gestanden und Gras gefressen. Oder irgendwo den Boden nach Wurzeln und Knollen umgewühlt. Gut, im Winter waren sie meistenteils wohl in der Scheune. Das haben mir zumindest die Bauern gesagt. Vielleicht haben sie auch gelogen und erhalten die Scheunen nur zum Spass während das Vieh auf der Weide erfriert.

Natürlich sind solche Bauernhöfe nicht repräsentativ für die Mehrzahl der fleischfabrizierenden Betriebe.

ABER: (und das ist der entscheidende Punkt)

Vonseiten der "Grünen", Vegetarier und Veganer wird immer so getan, als trete Tierhaltung, als Folge ihrer Natur, automatisch in Konkurrenz zur Ernährung von Menschen. Das mag im Fall der industriellen Massentierhaltung bis zu einem gewissen Grad tatsächlich so sein. Daraus jedoch die Idee abzuleiten, dass der Verzicht auf tierische Lebensmittel die einzige Lösung sei, ist dumm, kurzsichtig und die Ausgeburt einer verbohrten, lebensfeindlichen Ideologie.

Tierhaltung an sich ist nicht das Problem - die industrialisierte Massentierhaltung ist das eigentliche Problem.

Aber es hat sich ja mittlerweile so eine zweifelhafte Geisteshaltung herausgebildet, die dies nicht wahrhaben will, weil man dann nicht mehr mit der Selbstkasteiung durch Fleischverzicht hausieren gehen kann.
Das wäre für Vegetarier und Veganer der Super-Gau: Jemand isst ein Steak, wohlmöglich noch von einem Tier, das auf einem benachbarten Bauernhof aufgewachsen ist und vom örtlichen Metzger geschlachtet und weiterverarbeitet wurde. Und man kann sich dannr garnicht darüber echauffieren, weil der Carbon Footprint von dem Steak ganz erheblich geringer ist, als der von der geschmacklosen Tofugrütze, die man aus den USA oder Indien einfliegen lässt, um sich "umweltbewusst" und "nachhaltig" zu ernähren.


Bzw. wenn es die von ihm beschriebenen Zustände in industrialisierten Ländern heute noch gäbe, kämen selbst die Grünen nicht auf die Idee einen Fleischfreientag zu fordern.
Damit setzt Du aber voraus, dass die Grünen Tatsachen über die eigene Ideologie und das politische Wunschdenken stellen...
 

Hans_Maulwurf

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Die Threadüberschrift lautet :
>>Grüne fordern vegetarischen Kantinen-Tag<<
und ich würde glatt einen Döner darauf verwetten dass Fleisch aus den von dir beschriebenen Höfen nie in einer Kantine landet.
haruc schrieb:
Tierhaltung an sich ist nicht das Problem - die industrialisierte Massentierhaltung ist das eigentliche Problem.
Wenn Fleisch nicht mehr aus der Massentierhaltung kommen würde hätte sich der Veggieday erledigt, oder besser noch es gäbe wie zu Omas Zeiten fünf Veggiedays die Woche.

haruc schrieb:
...Daraus jedoch die Idee abzuleiten, dass der Verzicht auf tierische Lebensmittel die einzige Lösung sei, ist dumm, kurzsichtig und die Ausgeburt einer verbohrten, lebensfeindlichen Ideologie.
Sicher gibt es auf Seiten der Grünen eine Tendenz Menschen vor sich selber schützen zu wollen, diese Ideologie ist aber nicht lebensfeindlich sondern das Gegenteil, allerdings gebe ich dir recht: Sie ist verbohrt und weltfremd.

haruc schrieb:
Und man kann sich dannr garnicht darüber echauffieren, weil der Carbon Footprint von dem Steak ganz erheblich geringer ist, als der von der geschmacklosen Tofugrütze, die man aus den USA oder Indien einfliegen lässt, um sich "umweltbewusst" und "nachhaltig" zu ernähren.
Es geht hier nicht um Kobe-Rinder oder Ziegen aus Usbekistan, es geht um Hackfleisch für 2,50€ das Kilo. Dieses wird aus Viehzeug gewonnen welches vorher mit Tofougrütze aus Brasilien oder USA gemästet wurde mit Verlusten von 5 Kilo Soja für 1 Kilo Fleisch.
Trotz Suche habe ich nichts von einem allgemeinen Fleischverbot gelesen das von "Den Grünen" gefordert wird.
Auch wenn ich den Grünen nicht unbedingt Hedonismus unterstelle, Künast und Tritin wissen was sie ihren Wählern zumuten können um über 5% zu kommen.
 

POW

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Die GRÜNEN sollten sich mal lieber um ihr Pädophilen-Problem kümmern
 

Mother_Shabubu

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Hans_Maulwurf schrieb:
Es geht hier nicht um Kobe-Rinder oder Ziegen aus Usbekistan, es geht um Hackfleisch für 2,50€ das Kilo. Dieses wird aus Viehzeug gewonnen welches vorher mit Tofougrütze aus Brasilien oder USA gemästet wurde mit Verlusten von 5 Kilo Soja für 1 Kilo Fleisch.
Was du da als "Tofugrütze" bezeichnest, besteht zu ca. 85%*) aus dem, was bei der Herstellung von Sojaöl übrigbleibt und das ist für den Menschen ohne Bearbeitung garnicht verdaubar.

*)85% der Sojaernte gehen in die Ölproduktion
 

haruc

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Eigentlich wollte ich mich heute nicht mehr zu dem Thema äußern, weil ich von meiner Erkundung in Liverpool doch recht erschöpft bin. Aber leider kann ichs mir nicht verkneifen.

anlass: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/trittin-verteidigt-forderung-nach-veggie-day-1.3596636

rp online schrieb:
Ohne die Grünen würde "niemand über die klimaschädliche, unsoziale, gesundheitsgefährdende und teure Fleischproduktion reden", sagte Trittin der "Welt am Sonntag". "Es schärft das Bewusstsein und erweitert die Speisekarte, wenn wir in öffentlichen Kantinen einen Tag haben, an dem man sich fleischlos ernähren kann."
Alles was der Trittin sagt stimmt ganz offensichtlich so nicht. Die Fleischproduktion ist bei weitem nicht so klimaschädlich, wie bisweilen vorgerechnet wird, weil gerne vergessen wird, dass die Tiere eben mit nachwachsenden Rohstoffen gefüttert werden. Somit haben wir einen geschlossenen CO2-kreislauf.

Das Methan ist in der Tat so ein Problem, aber Vegetarier und Veganer produzieren ja auch 3-4 mal mehr Methan als normale Menschen.

Unsozial ist in dem Kontext allenfalls das Verhalten der Grünen. Schließlich hängen an der Fleischindustrie in Deutschland hunderttausende Jobs. Sollen die für den grünen Messiaskomplex geopfert werden?

Und das mit der "erweiterung der speisekarte" ist auch eine absichtliche Lüge. Die allermeisten Kantinen bieten seit Jahren täglich vegetarische und vegane Gerichte an. Der veggie-Tag wäre demnach faktisch also eine verarmung der Speisekarte, weil per Gesetz vorgeschrieben an einem Tag weniger Gerichte zur Auswahl stünden. Das erinnert so ein bisschen an die Sache mit der "Anhebung der Schokoladenration" bei 1984... ("Im Vergleich zu letzer Woche konnte die Schokoladenration von 50 auf 30 Gramm erhöht werden")
 

Simple Man

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Mit welchem Recht soll unsere Regierung Kantinenbetreibern vorschreiben welche Produkte sie anbieten dürfen?
Ich nehme an, weil es um staatlich betriebene, öffentliche Kantinen geht?

Ansonsten sehe ich den Zwang nicht so recht ... jedenfalls keinen, der sonst in Kantinen nicht auch vorherrscht ... liebe Leute, Kantinen schreiben einem immer vor, was man zu essen hat, anders geht es gar nicht. Und es ist ja schön, wenn einige gleich wieder das große Rad drehen und auf CO2-Footprint, richtige Tierhaltung, korrekte Ernährungsweisen und Co. abzielen, aber ... es geht hier um einen dummen Tag in ausgewählten, weil nur öffentlichen, Kantinen. Ich schätze mal, weder wird deswegen unsere ganze Agrarkultur zerstört noch werden nach einem halben Jahr reihenweise die Menschen aufgrund falscher Ernährung aus den Latschen kippen.
 

haruc

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Simple Man schrieb:
liebe Leute, Kantinen schreiben einem immer vor, was man zu essen hat, anders geht es gar nicht.
ja, aber sie versuchen auch gleichzeitig den Leuten das anzubieten, was die Leut auch haben wollen. Ein Kantinenchef wär ja auch blöd wenn er absichtlich nur Gerichte auf den Plan stellen würd, für die er keine Abnehmer findet. Immerhin ist so eine Kantine ja auch ein Wirtschaftsbetrieb.
Es geht halt einfach um die Frage, ob die Politik das Recht haben darf, Leuten in ihre privaten Angelegenheiten reinzufunken, und ihnen da Vorschriften zu machen. Das Ziel, den Fleischkonsum zu verringern ist ja durchaus nicht völlig verkehrt, aber die Argumente, die vorgebracht werden, und der vorgeschlagene Weg sind imho nicht ganz optimal.

Ich fänd es zb. besser, wenn man, statt das Angebot künstlich zu verknappen, die Nachfrage durch Aufklärung und Information beeinflussen würde. Wenn die Leut dann von sich aus eher mal ein vegetarisches Gericht bevorzugen, dann ist das eine freie Entscheidung. Wenn sie es "wählen", weil ihnen nix anderes übrig bleibt, dann ist das Zwang. Für eine langfristige und erfolgreiche "Lernerfahrung" (=Verhaltensänderung) ist das weniger geeignet. Solche Methoden kann man vielleicht in der Erziehung von Kindern gelegentlich mal anwenden, aber bei erwachsenen Menschen müssen solche volkspädagogischen Absichten dann doch etwas anders umgesetzt werden,
 
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