Die "Dunkle Turm"-Saga von S. King ist zu Ende

zerocoolcat

Forenlegende
Mitglied seit
11. April 2002
Beiträge
6.004
Howdy!

Gleich als erstes hier ne dicke Spoiler-Warnung!
Wir wollen hier drin über die Saga und alles, was dazugehört diskutieren, dabei werden sicher einige Sachen aufkommen, die jemandem, der das letzte Buch (oder die letzten Bücher :wink: ) noch nicht durch hat, den Spaß verderben können...


Also, dann...

P.S.: was sagt ihr zu meinem neuen Avatar + Signatur? :D

MfG
Zero
 

rai69

Meister
Mitglied seit
15. Januar 2004
Beiträge
188
hallo zerocoolcat,

weit hinter den sieben bergen her frage ich dich "wie, zu ende?"

ich habe nach dem zweiten band aufgehört zu lesen, und mir geschworen, erst dann wieder in die saga einzusteigen, wenn alle bücher erschienen sind (damals gab es auch schon band drei). sollten das nicht acht bände werden, habe ich da was verpasst, ich dachte, aktuell wäre band sieben?

schöne grüße aus dem tal des ahnungslosen

rai69 *schonmaldenkontostandüberdenk*
 

zerocoolcat

Forenlegende
Mitglied seit
11. April 2002
Beiträge
6.004
Servus rai69!

Also, so ganz zu Ende ist Rolands Geschichte (noch lange) nicht ( :wink: ), aber Band 7 ist der letzte, den Stephen King in dieser Hinsicht geschrieben hat...
Natürlich spielen viele seiner anderen Bücher und Kurzgeschichten in die Saga hinein, aber das Ende ist in Band 7 zu finden...


Wegen deinem Kontostand:
Ich hätte Band 1 bis 4 als Taschenbuch und Band 5 als Hardcover zu vergeben, alle auf englisch jedoch....
 

zerocoolcat

Forenlegende
Mitglied seit
11. April 2002
Beiträge
6.004
...ich hab grad den ganzen alten Thread gelesen, da fiel mir auf:
Malkav schrieb:
Ich denke, daß Roland den Turm nicht erreichen wird.
Bei Jake und dem Pere weiß ich auch nicht so recht,
ebenso bei Susannah,
aber ich bin mir sehr sicher, daß Eddie den Turm erreichen wird.
...tja, so täuscht man sich... :D
 

zerocoolcat

Forenlegende
Mitglied seit
11. April 2002
Beiträge
6.004
hier findet man einiges zur Saga, unter anderem das:

I do not aim with my hand;
he who aims with his hand has forgotten the face of his father.
I aim with my eye.
I do not shoot with my hand;
he who shoots with his hand has forgotten the face of his father.
I shoot with my mind.
I do not kill with my gun;
he who kills with his gun has forgotten the face of his father.
I kill with my heart.
 

zerocoolcat

Forenlegende
Mitglied seit
11. April 2002
Beiträge
6.004
...auf der im letzten Post genannten Seite hab ich die Unterschiede zwischen der "originalen" und der "neuen" Ausgabe von teil 1 gefunden.
Das sind ja sehr, sehr viele und wurden offensichtlich deshalb gemacht, um mit dem Ende von teil 7 zusammenzupassen...
Irgendwie auch geschwindelt, findet ihr nicht?!
 

Malkav

Meister
Mitglied seit
7. Juli 2002
Beiträge
340
zerocoolcat schrieb:
...ich hab grad den ganzen alten Thread gelesen, da fiel mir auf:
Malkav schrieb:
Ich denke, daß Roland den Turm nicht erreichen wird.
Bei Jake und dem Pere weiß ich auch nicht so recht,
ebenso bei Susannah,
aber ich bin mir sehr sicher, daß Eddie den Turm erreichen wird.
...tja, so täuscht man sich... :D
Jajaja... Hab da nen paar kleine Andeutungen in Teil...5 glaub ich, falsch gedeutet.
Da wollte Eddie Roland nach der Bedeutung seiner Geste, die er immer macht um Leute zum weiterreden aufzufordern (kreisende rechte Hand...), fragen und hat das dann doch verworfen. Und da hieß es "Als er sich das nächste mal daran erinnerte, war der Tod zwischen sie getreten." Und naja, ich dacht mir, wenn der Tod auf seiner Seite steht, wie soll er sich dann an die Frage erinnern... Kann ja nicht wissen, daß er so langsam stirbt.
Und dann noch eine Stelle von der ich nicht mehr weiß in welchem Band sie steht, da hat Roland irgendein seltsames Gefühl oder so und da heißt es "...war irgendwo eine Krähe über sein Grab gestiegen" oder so ähnlich.

Jetzt sag nicht, damit hätte man nicht auf die Idee kommen können...

Vielleicht hab ich ja ein anderes Mal auch recht... :wink:

Malkav
 

zerocoolcat

Forenlegende
Mitglied seit
11. April 2002
Beiträge
6.004
Ich hab heute den perfekten Roland-Darsteller gefunden:

Schaut euch mal diesen Trailer an: Sam Shephard!
 

Radio

Anwärter
Mitglied seit
15. Februar 2003
Beiträge
7
zerocoolcat schrieb:
Ich hab heute den perfekten Roland-Darsteller gefunden:

Schaut euch mal diesen Trailer an: Sam Shephard!
mmmh ich durfte den film in einer vorpremiere sehen und muss gestehen: wenn roland mal von dem gespielt werden sollte, verbrenn ich alle turmteile! dieser film war sooo schrecklich langweilig, das gibt es gar nicht.

zum thema: ich hätte auch nicht unbedingt gedacht, dass die turm-sage so endet, aber ich bin doch glücklich darüber. jedes andere ende wäre irgendwie an den haaren herbeigezogen.
 

Malkav

Meister
Mitglied seit
7. Juli 2002
Beiträge
340
Radio schrieb:
zum thema: ich hätte auch nicht unbedingt gedacht, dass die turm-sage so endet, aber ich bin doch glücklich darüber. jedes andere ende wäre irgendwie an den haaren herbeigezogen.
Welches "Ende" meinst Du jetzt?
Das "Erste" oder das "Echte"?

Malkav
 

Radio

Anwärter
Mitglied seit
15. Februar 2003
Beiträge
7
mmmh bin mir nicht sicher wie du das meinst, aber ich meinte das ende im 7ten teil, welches gaaaanz am schluss war und nicht das vorher angekündigte von s.k. :)
 

zerocoolcat

Forenlegende
Mitglied seit
11. April 2002
Beiträge
6.004
mmmh ich durfte den film in einer vorpremiere sehen und muss gestehen: wenn roland mal von dem gespielt werden sollte, verbrenn ich alle turmteile! dieser film war sooo schrecklich langweilig, das gibt es gar nicht.
das ist ja nicht sam shephards schuld, sondern wim wenders´, bei dem ist das immer so langweilig... :wink:
 

Radio

Anwärter
Mitglied seit
15. Februar 2003
Beiträge
7
das will ich bestimmt nicht abstreiten, aber irgendwie hat mr shephards dadurch einen bleibenden eindruck bei mir hinterlassen, der nicht wirklich "bombig" ist :wink:
 

Malkav

Meister
Mitglied seit
7. Juli 2002
Beiträge
340
Radio schrieb:
mmmh bin mir nicht sicher wie du das meinst, aber ich meinte das ende im 7ten teil, welches gaaaanz am schluss war und nicht das vorher angekündigte von s.k. :)
Also das "echte Ende"...

Wenn man es denn so nennen will...

Malkav
 

Gestreift

Erleuchteter
Mitglied seit
12. Juli 2003
Beiträge
1.028
Moinsen,

bin schon vor einiger Zeit auf diesen Thread gestoßen. Hatte aber keinen Kopp hier was zu posten.

Wir hatten ja schon den anderen Thread zu dem Dunklen Turm. Dort habe ich irgendetwas von Megageil, oder so ähnlich, als meine Meinung zu dem Zyklus gepostet. Das ist nicht alles, was ich dazu zu sagen habe. Vorab mal sollte ich klarstellen, dass ich das als alter Stephen King-Fan gepostet habe. Wenn ich von dieser Position abrücke - wozu ich durchaus in der Lage bin - dann gibt es sicherlich einiges an dem Werk zu bemängeln.

Was wurde nicht schon alles zu und über diesen Zyklus geschrieben. Jetzt werde ich noch meinen Senf dazugeben.

Beginnen möchte ich mit einer Kritik, in der es heißt (Ich weiß nicht mehr wo ich das gelesen habe!), dass King mit seinem Zyklus auch auf die Veränderungen der Kultur in Amerika eingeht und deren "Verfall" wiedergibt. Man soll dies an dem Verfall von Mittwelt erkennen können. Die Welt hat sich weitergedreht heißt es in den Büchern, und der Autor der Kritik meint, dass man aus dieser Formulierung herleiten kann, dass es Kings Intention war die Veränderungen unserer Welt darzustellen. Also quasi der Untergang Mittwelts als Spiegelbild für den kulturellen Untergang der USA, wenn nicht gar der gesamten westlichen Zivilisation. Der Kritiker findet das richtig klasse.

Ich selbst kann dieser Allegorie nur wenig bis überhaupt nichts abgewinnen. Ich kann mich zwar kaum noch an den Inhalt von Schwarz erinnern, aber ich glaube nicht, dass King diesen Roman mit der Absicht begonnen hat, irgendeinen kulturellen Untergang zu beschreiben. Als er mit dem Werk begann, dass muss so Anfang der siebziger Jahre gewesen sein, wenn ich mich nicht täusche, hatte sich die Welt noch nicht weitergedreht. Deshalb glaube ich auch nicht, dass King unsere Welt und deren Entwicklung beschreiben wollte.

Ich bestreite nicht, dass man durchaus eine Parallele sehen kann, halte das aber für etwa ebenso abwegig, wie den Herr der Ringe als Allegorie des zweiten Weltkriegs zu betrachten. Vielmehr glaube ich, dass King in dem Zyklus seine ganz persönlichen Erfahrungen verarbeitet hat. Damit meine ich weniger, seine Sicht der Dinge auf die großen Zusammenhänge und Abläufe in der Welt, sondern vielmehr eine nach innen gerichtete Schau, auf seine persönlichen Archetypen und Mythen, die ihn möglicherweise als Persönlichkeit geprägt haben. Genau hierin sehe ich die Schwächen des Werks.

Da King Bürger der USA ist, erscheint es mir wenig erstaunlich, dass er den Westerner als Helden gewählt hat. Ich erspare mir an dieser Stelle weitere Ausführungen zur Geschichte der USA, weil die Mystifizierung der Eroberung des Westens der USA hinlänglich bekannt sein dürfte.
Roland der Revolermann (das ist und bleibt Clint Eastwood), der Suchende, der stellenweise durchaus als ambivalente Person dargestellt wird, erinnert mich stark an den ewigen Helden von Moorcock.

Das Roland keine reine Lichtgestalt ist, macht ihn mir durchaus sympathisch. Dies ändert aber nichts daran, dass ich seine Geschichte nicht ganz so toll finde. Wie oben bereits angedeutet, hat ihn King imho einfach durch ein Sammelsurium der Geschichten geschickt, die ihn vielleicht selbst geprägt haben.

Spontan fallen mir da Alice im Wunderland, Der Zauberer von Oz, Krieg der Sterne, Die Glorreichen Sieben und Die Geschichten um König Artus ein. Ich erhebe hier nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wer noch Bezüge zu anderen Werken erkennt, kann sie ja posten.

Um es mal deutlich zu sagen: King hat meines Erachtens einfach geklaut. Dies ist der Punkt, der mir an dem Zyklus an deutlichsten auffällt und den ich am meisten anprangere.

Aber nicht nur das. Weiterhin nimmt er sich die schriftstellerische Freiheit und baut sich selbst in den Roman mit ein. Wenn es nach mir geht, ist dass ein deutlicher Fehlgriff gewesen. Es mag zwar sein, dass er damit nur deutlich machen wollte, dass wir in einem Multiversum leben und die Welten miteinander verbunden sind. Aber war es wirklich notwendig, den Unfall, den er hatte, so zu verarbeiten? Kings Leben interessiert mich nur peripher. Wenn ich etwas über ihn und sein Leben wissen möchte, kaufe ich mir eine Biographie oder eines seiner Bücher, in dem er sich zum Schreiben äußert. Ich möchte aber keinen Roman lesen, in dem man offenkundig ein Trauma verarbeitet, dass man als Autor selbst erlebt hat.

Ich möchte hierzu noch sagen, dass dies eine persönliche Abneigung ist. Ich versuche hier bewusst nicht objektiv zu sein. Schlimm, schlimm, schlimm, wenn Autoren sich selber als Figur in die Handlung mit einfließen lassen.

Abschließen möchte ich diesen Beitrag mit Pater Callahan. Ich fage mich, wieso King es nicht einfach der Fantasie seiner Leser überlassen hat, was mit ihm nach Brennen muss Salem geschehen ist. Es würde mich wirklich interessieren, was King getrieben hat, dieser Figur neues Leben einzuhauchen.

PS: Ich kann nicht ausschließen, dass ich Kings Dunklen Turm einfach nicht begriffen habe.
 

zerocoolcat

Forenlegende
Mitglied seit
11. April 2002
Beiträge
6.004
Wenn es nach mir geht, ist dass ein deutlicher Fehlgriff gewesen.
...geht mir auch so...einmal wäre ja gerade noch auszuhalten gewesen, aber dreimal?

Deinen Hauptkritikpunkt des Zusammenklaus kann ich nicht (oder zumindest nicht als Negativum) nachvollziehen...
Ich habe sicher seit Jahren keinen Film gesehen oder ne Story (nicht einmal in nem Comic) gelesen, dessen Handlung ich nicht in der einen oder anderen Abwandlung schon gekannt hätte...
Etwas 100% Originales zu erschaffen ist glaub ich kaum mehr möglich, vor allem, wenn man fast jedes Jahr ein Buch herausgeben will/muss.
 
Ähnliche Beiträge




Oben