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Deutschlands Parteiensystem

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von streicher, 23. April 2016.

  1. Rivale-von-Nogar

    Rivale-von-Nogar Meister

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    Ja da gebe ich dir auch recht. Es war ja auch nur ein einziger Beitrag bis jetzt (also der von Sylvia Stolz). Bei den anderen Beiträgen geht es wie gesagt um ganz andere Themen.
     
  2. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    4.624
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    Es sieht so aus, als wäre nur eine Volkspartei übriggeblieben. Bei einer Umfrage könnte die SPD erstmals als drittstärkste Partei landen. Die AfD könnte sie zuerst überholen, vielleicht aber auch die Grünen. Das ist wohl mehr als nur eine Personalfrage.
    Wie würden die Möglichkeiten bei den nächsten Bundestagswahlen aussehen? Ist es dann nur noch die Frage, welche Parteien am Besten mit den Unionsparteien klarkommen?
     
  3. haruc

    haruc Ehrenmitglied

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    Der grundsätzliche Fehler der SPD war es, gleich nach der Wahl zu verkünden, man werde keine neue große Koalition eingehen. Stattdessen hätte man Sondierungen mit der CDU aufnehmen und platzen lassen sollen, um Grüne und FDP zum Erfolg mit Jamaika zu verdammen. Dann hätte die SPD in Ruhe einen geordneten Rückzug nach taktischem Sieg durchführen und sich erneuern können.
    Jetzt steht die SPD als kopflose Partei von selbstsüchtigen Idioten da, und liefert den AfD-Leuten genau die Munition, die diese doch so sehr brauchen.

    Dass die SPD in den Koalitionsverhandlungen der Union unglaublih viele Zugeständnisse aus den Rippen leiern konnte, ist ein Indiz dafür, wie sehr insbesondere die Union eine stabile Regierungskoaliton braucht, auch wenn es die inhaltliche Selbstaufgabe ist (sofern as bei der Union nicht schon längst geschehen).

    Die Union hat zwar das stärkste Wahlergebnis aller PArteien im Rücken, hat jedoch aus einer POsition der SChwäche verhandelt, da auch sie bei Neuwahlen abrutschen würde. Daher auch die Ressortverteilung. Die neue GroKO musste entgegen aller Vernunft und Erfahrung klappen - aufgrund der Staatsraison.

    Fatal, und ungerecht, ist nur, dass jetzt das Wohl oder WEhe unseres Landes in den Händen von einigen hunderttausend SPD-MItgliedern liegt, die jetzt gewissermaßen eine zweite private Bundestagswahl haben, bei der über ein im Vorfeld bekanntes Ergebnis abgestimmt wird.

    SCheitert der Mitgliederentscheid, dann kommen wir wohl an Neuwahlen nicht mehr vorbei. Davon dürfte dann vor allem die AfD profitieren, die in einer solchen Lage durchaus auf 16-17% der Stimmen kommen könnte, da das Verhalten sowohl der SPD-Führung als auch der Jusos als auch der Mitglieder (wohlgemerkt im Falle, dass sie die GroKo platzen lassen!) von er Öffentlichkeit nicht gut aufgenommen würde. Die SPD würde wahrscheinlich deutlich hinter die AfD rutschen. Grüne könnten ebenfalls profitieren, FDP eher nicht.

    Die aktuellen Umfragewerte deuten diesen Trend an. Interessant dabei ist, dass die AfD seit der Bundestagswahl nicht weiter positiv aufgefallen ist, und ihre Zustimmungswerte trotzdem auf einem konstant hohen Niveau bleiben. Scheinbar ist sie weiterhin als Protestpartei attraktiv. Warum auch nicht. Eine rechtskonservative bis rechtsradikale Partei als Druckmittel des unzufriedenen Wählers ist eben ein stärkeres Zeichen, als seine Stimme den Violetten oder irgeneiner anderen harmlosen Scherzpartei zu geben.

    Wie die nächsten Bundestagswahlen aussehen hängt stark davon ab, ob sie im Juli 2018 oder im September 2021 stattfinden.
     
  4. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Da stimme ich dir allerdings zu: die Koalition hängt nun allein von den SPD-Mitgliedern ab und das sollte meines Erachtens auch nicht sein. Bei Negativausgang würde sich die SPD auch nur wieder ins eigene Fleisch schneiden. Soll sie diese personellen Quereleien doch ein wenig aufschieben, denn das Volk hat doch schon gewählt. Und die Jusos würden dem Land mehr ein Gefallen tun, wenn sie in ihrer eigenen Partei am Ball bleiben - denn nachgerückt muss werden, und die junge Generation braucht es auch - wenn auch sie der Staatsraison folgen würden. Das wäre einfach das kleinere Übel.
     
  5. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Ist zwar Bayern - aber ein politischer Erdrutsch. CSU verliert die absolute Mehrheit. Steht die SPD vor dem Menetekel ihrer Bedeutung in der BRD? Sie wäre laut Hochrechnungen die fünftstärke Partei bei diesen Wahlen. Und der Landtag steht, wie im Bundestag vor mehr Zersplitterung, und auch vor heftigeren Auseinandersetzungen.
     
  6. Luciad06

    Luciad06 Neuling

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    Registriert seit:
    25. Februar 2019
    Dies ist nicht offensichtlich, da in jedem Fall Parameter enthalten sind. Und wir dürfen nicht vergessen, dass die Rolle des Kanzlers immer noch sehr dominant ist.