Alte Zeiten

pierremoose

Meister
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Alte Zeiten

Selbst einst, ja einst,
du weißt doch noch,
die Zeiten, die Alten!
Wie ich sie misse,
wie sehr ich sie vermisse.
Geschrieben und erzählt,
gingen durch tausend Münder
die Geschichten,
die als wahr einst galten.

Ergreifende Schönheit,
der Klang dieser Wörter,
die ausgesprochen, direkt verflogen waren.
und doch, der Hall, als Widerklang
herumschwirrt, in der Welt.

Aber diese Welt,
zu taub vom eigenem Gesang,
verlor die Schönheit ihrer Zeiten,
und mit ihm kam der Untergang.

Dem Sturm der Zeit entdrang,
der Einklang, nicht mal mehr als Widerklang.
sie trauerten, sie weinten,
vermissten ihre Zeiten,
die als wahr einst galten.

Oh dort, so sagt man,
die Zeit als Kunst einst galt,
und Kunst, das war Lieben,
nicht bloße Kunst.
Doch nun diktiert sie die Zeit,
die als schön einst galt.
Im Dort und Gleich,
ist schon zu spät,
so fällt es schwer, zu leben.

Denn es drängt,
die Zeit im Hier und Jetzt von Sekunde zu Sekunde,
immer ein Stück näher.
und doch weiter weg,
als jetzt, in tausend Jahren.


So erzählt man sich Geschichten,
bis einst die Zeiten wieder galten.

Von Steven Mielke
 

antimagnet

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ist das gedicht von dir oder hast du die urheberrechte daran? falls nicht, können wir das wohl hier nicht stehen lassen...

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