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AD(H)S: Wer ist hier eigentlich krank?

Dieses Thema im Forum "Medizin" wurde erstellt von saschay2k, 11. Juni 2007.

  1. Sedge

    Sedge Ehrenmitglied

    Beiträge:
    2.215
    Registriert seit:
    9. Juli 2003
    wikipedia


    Bundesärzte kammer


    [Falls jemand mit Fachtermini, -Entschuldigung: Fachausdrücken- auf Kriegsfuß steht: Ätiologie befasst sich mit der Ursache von Krankheiten]
     
  2. melrose_plant

    melrose_plant Anwärter

    Beiträge:
    6
    Registriert seit:
    29. Januar 2009
    Dann dürften ja die Kinder von diesen "Bioeltern" die Krankheit nicht bekommen, oder?
     
  3. Malakim

    Malakim Ehrenmitglied

    Beiträge:
    4.989
    Registriert seit:
    31. August 2004
    oder seltener?
     
  4. Sedge

    Sedge Ehrenmitglied

    Beiträge:
    2.215
    Registriert seit:
    9. Juli 2003
  5. Helika

    Helika Meister

    Beiträge:
    394
    Registriert seit:
    3. Juni 2005
    Wie erklärt es sich dann, dass unter Geschwisterkinder nicht ALLE Geschwister in gleichem Maße von ADHS betroffen sind?
    Besonders insofern sie in zeitlich geringem Abstand zur Welt gekommen sind und den selben Umwelteinflüssen ausgesetzt waren, müssten dann doch alle Geschwister auch ADHS haben?

    Natürlich rein meine Beobachtung und in keinster Weise irgendwie wissenschaftlich belegt:
    Meine Mutter hat in einer Setzerei gearbeitet, in der zumindest zu Beginn noch mit Blei-Lettern gearbeitet wurde. Ich bin das älteste von drei Kinder, nach meiner Geburt hat sie wenigstens fünf Jahre nicht mehr dort gearbeitet.
    Wieso bin ich dann kein ADHS-Fall, mein jüngster Bruder, der geboren wurde, nachdem meine Mutter schon über 3 Jahre nicht mehr dort arbeitete dann aber ADHSler? Müsste das nicht eher umgekehrt sein?


    Aufgrund von Beobachtungen im beruflichen Umfeld würde ich da eine andere Theorie vorschlagen:
    Nimmt eine Mutter während der Schwangerschaft zuviel Vitamin C zu sich, so kann es passieren, dass das Kind nach der Geburt auf einmal Skorbut bekommt, da sich der Stoffwechsel des Kindes an das Überangebot von Vitamin C gewöhnt hat und jetzt mit der niedrigeren Dosis in der Nahrung nicht ausreichend versorgt werden kann.

    Was wäre, wenn sich das noch Ungeborene auch bei anderen Substanzen bei der 'Einstellung' von Stoffwechsel und Gehirn an der Höhe der Dosis dieser Substanz im Mutterleib gewöhnt hat?
    Vielleicht wäre es eine gute Idee einmal zu untersuchen, ob bei den Müttern von ADHSlern ein hoher Tablettenkonsum oder Tablettenmissbrauch während der Schwangerschaft vorgelegen hat. Besonders als Verdächtige würde ich hier Beruhigungs- oder Aufputschmittel in Betracht ziehen.
    Könnte auch erklären, wieso es dann früher weniger ADHSler gab: Ein so hoher Tablettenkonsum wie in unserer heutigen Zeit hat es vor 100+ Jahren wohl noch nicht gegeben. Heute wirft man sich doch wegen jedem Wehwehchen sofort eine Tablette ein. :don:

    Zur Ergänzung:
    Zumindest im Fall meines jüngsten Bruders weiß ich auch, dass meine Mutter sich während der Schwangerschaft mit verschreibungspflichtigen Beruhigungs- und Schlaftabletten ruhig gestellt hat.
     
  6. agentP

    agentP Forenlegende

    Beiträge:
    10.115
    Registriert seit:
    10. April 2002
    Ort:
    Kreuzkölln
    Woher weiss man denn, dass es früher weniger gab?
    Immerhin ist das eine relativ junge Diagnose, bei der anzunehmen ist, dass es keine gezielte historische Datenerhebung gibt.
    Noch schwieriger ist es bei ADS: Hier gibt es ja die beliebte Theorie, dass diese Disposition in anderen Gesellschaften/Zeiten sogar eher eine Begabung darstellt als eine "Störung". Wenn die Disposition womöglich mal ein Vorteil war, wird sich erst recht nicht festellen lassen, ob sie früher öfter auftrat als heute.
    Daher wäre ich in jedem Fall mit solchen Aussagen sehr vorsichtig.
     
  7. Helika

    Helika Meister

    Beiträge:
    394
    Registriert seit:
    3. Juni 2005
    @agentP:

    Damit hast du natürlich recht und ich hätte mich vorsichtiger ausdrücken sollen. Zumal ich mit deiner Sichtweise übereinstimme, dass ADHS keine Krankheit sondern eine Variante des Normalen ist, die in unserer jetzigen Gesellschaft aber auf Probleme stößt.

    Andererseits habe ich ob meiner Arbeit im Bildungsbereich doch den Eindruck, dass zumindest die Diagnose ADHS anscheinend zunimmt - wobei so einiges unter ADHS verbucht wird, was wohl auf ganz andere Ursachen zurück zu führen ist.
     
  8. gaia

    gaia Meister

    Beiträge:
    337
    Registriert seit:
    20. Mai 2010
    Hallo...
    bin gerade auf diesen alten Thread gestossen und kann hier zu
    eine eindeutige Aussage machen- zumindest was ADS angeht.

    Nein. Ich habe keine Tabletten genommen- nichtmal ein Schmerzmittel....ch habe nicht geraucht, keinen TRopfen Alkohol getrunken.
    Kaffee habe ich viell alle ein zwei wochen eine halbe Tasse getrunken..wenn ich irgendwo zu Besuch war.
    Trotzdem hat mein Sohn die Diagnose ADS.
    Allerdings kommt er ganz gut klar und nimmt im Übrigen zur Zeit keine Medikamente.