Kleinkramfragen Sammelthread

Winston_Smith

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Moin!

Kann mir jemand sagen, woher der Begriff "MOKEL" kommt?

Irgendwie ist das ja ein abschätziger Begriff für jemanden, der nix auf die Reihe bekommt...

Also: Hiiilfe! (bitte)

ws

Antwort gerne per PM

@mods: Ist es ok, dass ich dafür extra einen neuen Thread aufgemacht habe?
 

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Ich habe den Thread mal umbenannt,

hier kann nun also jeder seine kleinen Fragen reinschreiben...

Zum Thema: Mokel

Der Begriff ist mir nicht bekannt und auch das Grimmsche Wörterbuch kennt ihn nicht.

Sonstwer Ideen?
 

Aphorismus

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Mir fällt da die etymologische Nähe zu dem Wort Makel auf. Wer einen Makel bemängelt, der meckert. Makel - meckern - Mokel?

So gedeutet wäre ein Mokel so etwas wie ein Meckerpott, also jemand, der gerne nörgelt. Ob diese Deutung aber auch nur im Entferntesten zutrifft, weiß ich nicht, da auch ich den Begriff nicht kenne.

Weiterhin klingt das ganze schon irgendwie gemurmelt und nörglerisch, das Wort ist onomatopoetisch. Mooookel. Klingt auch ein bisschen wie Mogeln oder Mogelpackung. Definitiv mit negativer Konnotation.
 

Laokoon

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Laut Duden ist Mocken, der ein Wort für Brocken, Dickes Stück und kommt aus der süddeutschen bzw. schweizer Mundart.... Vielleicht wirds ja auch benutzt im Sinne von "das ist ja ein Starkes Stück" ?

Ein anderes Wort aus der Ecke: Mocke, die ein fränkischer Begriff für Zuchtschwein...Evtl. liegt hier eine Übertragung vor? :wink:

Unter Mokel selber stand leider nichts da ....
 

NormaJean

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Laokoon schrieb:
Laut Duden ist Mocken, der ein Wort für Brocken, Dickes Stück und kommt aus der süddeutschen bzw. schweizer Mundart.... Vielleicht wirds ja auch benutzt im Sinne von "das ist ja ein Starkes Stück" ?
im Sinne von "ein starkes Stück" ist mir der Mocken jetzt nicht bekannt - als Kind durfte ich mir allerdings immer aus der Zuckerdose der lieben alten Nachbarin einen "Mocken Kandis" raussuchen (den grööööößten :wink: ) und als Synonym für "Bonbon" hab ich den Mocken auch schon gehört (Bodenseeregion mit Nähe zur Schweiz)

...hat aber alles nix mit dem gesuchten Mokel zu tun, oder?
 

erik

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Sich über etwas mokieren gibt es ja auch noch.

Ansonsten fällt mir nur ein ob der "Mokel" ähnlich dem "Schmock" vielleicht aus dem Jiddischen stammen könnte?

Hab aber leider gerade kein Lexikon zur Hand um das zu verifizieren.
 

THG

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mir ist jetzt spontan "moggala" dazu eingefallen. evtl. eine raenkische
abwandlung davon. bedeutet (glaube ich zu wissen) soviel wie
"kleines (dummes) kalb".
 

Ramses

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An Jiddisch hab ich auch gedacht und mal ein bisschen im yiddishdictionaryonline.com gefroscht ... . "Mokel" hab ich jetzt so nicht gefunden, aber es könnte vielleicht eine Verwandtschaft zu den folgenden Wörtern haben ... .

mokh - Motte; dann wäre "mokhel" vielleicht eine kleine Motte?
moyel - Beschneidungsmesser/Beschneider

Und vielleicht auch von "Makel".
 

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So,

ich habe da dann auch mal ne Kleinkramfrage:

Hat jemand Zugriff auf:

Friedrich August V o s s b e r g, „Die Siegel der Mark Brandenburg nach Urkunden des Königlich Geheimen Staatsarchivs, des Staatsarchivs zu Magdeburg sowie städtischer und anderer Archive“, erschienen (bei J. A. Stargardt) in Berlin 1868
Würde da dringend einen Scan benötigen.

Viele Grüße

Kai
 

Jay-Ti

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Bin morgen in der Stabi, welche das Buch grundsätzlich in ihrem Bestand führt. Allerdings ist nach Angaben der Bibliothek Kriegsverlust möglich. Dass ich das Buch dann auch tatsächlich finde ist also nicht gesichert.

Falls ja, was würdest Du benötigen?
 

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Ich suche das Siegel bzw. Wappen von Burchard de Brietzen es soll in diesem Buch in Tab. D. Nr. 2 abgebildet sein.

Es soll ein Siegel unter einer Urkunde aus dem Jahr 1219 sein. Ich würde es zur 800 Jahr Feier der Stadt hier benötigen.

Danke schonmal für Deine Mühe. Es kommt auch auf einen Tag nicht an.

Viele Grüße

Kai


P.S.: In dem Zusammehang möchte ich Euch mal nen interessanten Link vorstellen:
http://www.zedler-lexikon.de/index.html - Johann Heinrich Zedlers Universal-Lexicon ist mit Abstand das größte Lexikon des 18. Jahrhunderts.

Teilweise sehr interessant
 

Jay-Ti

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In der Stabi sind die Bände leider Adolf zum Opfer gefallen.
Ich habe es allerdings noch im Rara Magazin der Freien Universität gefunden und mir in den zugehörigen Lesesaal bestellt. Scannen ist wegen der Öffnungszeiten leider erst am Montag möglich.
 

_Dark_

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woher kommt eigentlich "alter schwede"?

30jähriger krieg? weiß das jemand?
 

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Büchmann, Geflügelte Worte in der 15. Auflage von 1887 schreibt:
Über *Alter Schwede* bemerkte von Treitschke in einem
Vortrage an der Berliner Universität über "Geschichte
des preußischen Staates" (Sommer 1879), der Ausdruck
sei dadurch entstanden, dass der grosse Kurfürst (1640-88)
alte gediente schwedische Soldaten in seine Dienste zu
treten veranlasste. Diese Leute seien vornehmlich zu
Unteroffizieren gemacht worden, weil sie Rekruten gut zu
drillen verstanden; sie hiessen "die alten Schweden".
Weigand erklärt die Redensart als "Mann von altem Schrot
und Korn"; "Der richtige Berliner" (4.Aufl. 1882, S.92)
als "gemütliche Anrede".
 

Jay-Ti

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Ok, ich hab das Siegel.
Leider ist die Technik hier grottig. Ich lade es nachher hoch, sobald ich zuhause bin.
 

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Wow,

danke Jay-Ti.
Hast mir echt geholfen, komme zur Zeit leider nicht dazu mich in Archiven rumzutreiben.

Habe aber mittlerweile noch eine andere Frage an die Allgemeinheit. Und zwar habe ich folgende Quellenangabe:


"Von des heiligen römischen teutschen Reichs zehen Kraißen" Pergamentwälzer 1660
Mehr Infos habe ich leider nicht. Hat jemand evtl. eine Ahnung was gemeint sein könnte und wie man dort Einsicht erhält?


Viele Grüße

Kai
 

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Ja das dachte ich mir auch. Mir geht es nur darum welcher Pergamentwälzer gemeint ist, bzw. von wem der ist und wo er einzusehen ist.
 
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