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OBEN und UNTEN (statt rechts und links)

 
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 06, 2008 5:59 pm


Zitat:
"Die Welt hat sich auf die Begriffe rechts und links versteift und dabei vergessen, daß es auch ein oben und unten gibt", bemerkt der österreichische Schriftsteller Franz Werfel. Nichts könnte treffender beschreiben, was im Zusammenhang mit rechts- und linkem Extremismus bzw. auch dem Terrorismus sozusagen als "Meta- politik" in vielen Ländern der westlichen Welt betrieben wird - allem Anschein nach um von „wirklichen“, das heißt strukturellen und systemimmanenten Ungleichheiten abzulenken und die Staatsapparate mit noch mehr Macht auszutsatten.


http://sabotageakt.dyndns.org/sabotageakt.org/index.php?op=ViewArticle&articleId=53&blogId=1

Ist das einleuchtend? Also ich plädiere dafür!

Z[/i]


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Inventar


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BeitragVerfasst am: Mo Okt 06, 2008 7:15 pm


Abgesehen davon dass Franz Werfel das sicher nicht "bemerkt" sondern bestenfalls "bemerkt hat", da er 1945 gestorben ist, ist die Situation, dass äussere und innere Feinde dazu benutzt werden, um den Staatsapparat zu stärken etwas, das immer wieder kehrt.
Die Frage ist nur ob man damit langfristig Erfolg hat.
Im Moment habe ich nicht wirklich den Eindruck, dass das Thema Terrorismus noch so richtig heiss gekocht wird. Hierzulande stehen ganz andere Themen im Vordergrund, wenn man von der aktuellen Diskussion über die Inlandseinsätze der Bundeswehr absieht.
Im Wahlkampf in den USA sind Krieg und Terrorismus ebenfalls keine grossen Themen, neben der Wirtschaftspolitik und sozialen Themen.
Insofern kann ich nicht recht finden, dass diese angebliche Ablenkung besonders gut auf Dauer funktioniert.


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BeitragVerfasst am: Di Okt 07, 2008 11:21 am


Interessanter Beitrag.

Der Kampf zwischen Linken und Rechten Ideologien ist also nur ein Deckmäntelchen um vom von der großen Schere abzulenken die zwischen arm und reich immer weiter auseinander-klafft.


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BeitragVerfasst am: Di Okt 07, 2008 11:29 am


Das ist natürlich großer Humbug.

Es existieren zwei Weltbilder, aus denen sich Strategien ableiten, nennen wir sie meinetwegen Ideologien (als Zusammenfassung aus Anschauung und Strategie).

Wofür man diese benutzt, hat aber nichts mit den Ideologien als solche zu tun.

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BeitragVerfasst am: Di Okt 07, 2008 11:39 am


Och, Humbug würd ich das nicht nennen. Das Extreme jeder Ideologie sich als ungesund auf die Gesellschaft auswirken dürfte unbestreitbar sein.

Wobei es dieses Extreme in drei Ausrichtungen gibt: Links/rechts u. mitte u. Anarchie.

Aber welche 2 Weltbilder meinst du, IMplo?


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BeitragVerfasst am: Di Okt 07, 2008 1:47 pm


Die extremsten hatte ich im Sinne, bezogen auf die Zeit des Textes(1945),
sprich Kommunismus und Faschismus.

Daß es da mehr gibt, ist gut so Wink

Hauptunterteilung für mich:

entweder ist der Mensch dem Menschen sein Wolf - oder Schaf.

Ich lebte lieber unter Schafen, als unter Wölfen, aber das ist natürlich sehr subjektiv.

Greetz
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BeitragVerfasst am: Di Okt 07, 2008 2:16 pm


"Oben" und "Unten" beschreibt vermutlich irgendwelche Machtverhältnisse.
"Links" und "Rechts" beschreibt bestimmte ideologische Ansätze um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Dazu gehören unter anderem auch solche, die sich aus Machtstrukturen ergeben.
Insofern macht das nach nochmaligen Nachdenekn nicht wirklich Sinn, da einen Gegensatz zu konstruieren, weil das eine eng verwoben ist mit dem anderen.
Treffender wäre es imho zu sagen, dass sich Vertreter politischer Lager gerne mal in Grabenkämpfen verlieren, die dann von der Sache an sich letztlich losgelöst sind. Gerade in Deutschland mit seinem Parteiensystem wird das, finde ich, oft genug deutlich.


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 08, 2008 3:37 pm


Ja, das wird in jeder Anne Will (aber kann nicht) und sonstigen solcher Sendungen offenbar.

wenig Inhalt, viel Polemik, und Schuld sind immer die jeweilig anderen (Grabenkämpfe ohne Bezug)

Wie heißt es so schön?
"Die Demokratie ist von allen großen Übeln das Erträglichste"

Greetz!
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BeitragVerfasst am: Do Okt 09, 2008 1:56 pm


agentP hat folgendes geschrieben:
"Oben" und "Unten" beschreibt vermutlich irgendwelche Machtverhältnisse.
"Links" und "Rechts" beschreibt bestimmte ideologische Ansätze um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Dazu gehören unter anderem auch solche, die sich aus Machtstrukturen ergeben.


"Rechts" und "links" sind in der Tat politische Richtungen, die (vermeintlich) verschiedene Problemlösungsansätze für die Gesellschaftsstruktur liefern. Nur: in ihren konsequenten Ausführungen sind das linke und das rechte Muster nicht weit voneinander entfernt. Faschismus und Kommunismus haben sozial-gesellschaftlich sogar mehr Gemeinsamkeiten als Verschiedenheiten. Lediglich die damit verbundenen verschiedenen Ideologien (die aber nicht essentiell, sondern eher akzidentiell oder Parallelismen sind) führen zu dem Trugschluss es handelt sich hierbei im Gegenpole.

Der Konflikt vollzieht sich im Endeffekt immer zwischen zu mächtig gewordenen Politikern da "oben" und der Masse "unten". Darauf sollte das Augenmerk bei Lösungsansätzen gerichtet sein. Föderalismus statt Zentralismus, sowie mehr plebiszitäre Elemente, das wären Denkansätze mit denen dieses "Problem" angegangen werden könnte. Des weiteren müsste natürlich dem ausufernden Fraktionszwang sowie der Parteienpolitik und dem viel zu starken Lobbyismus entgegenwirken.

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